Review 307: Crème de Menthe (Die Seherin)

Episode 307
Crème de Menthe
(Die Seherin)

Drehbuch: Karen Campbell
Regie: Norma Bailey

“Ye came thousands of miles and two hundret years to find me.
  Ever since you left, I I’ve lived in the shadows.
And when ye walked into the print shop,
it was as if the sun returned and cast out the darkness.”
(Jamie Fraser)

 

ACHTUNG: Der folgende Text enthält Spoiler. Nicht nur Spoiler zur Serie und der aktuellen Folge, sondern auch zu allen Büchern von Diana Gabaldon, die bis zum heutigen Datum erschienen sind.

 

Bis auf ein paar Kleinigkeiten habe ich diese Folge genossen, obwohl sie lange nicht an die Großartigkeit der vorangegangenen sechs Folgen heranreicht und sie für mich eher eine “Füller-Episode” ist, eben nicht schlecht, aber auch nicht herausragend, doch immer noch um Längen besser als “The Fox`s Lair”, meine absolute Nicht-Lieblingsfolge seit Anbeginn von Outlander. Obwohl ein kompletter Handlungsstrang aus “Ferne Ufer” ausgelassen wurde, denn Jamie, Claire, Fergus und Young Ian gehen nicht auf Schmugglerfahrt an die Küste, ist die Handlung dieser Folge stimmig und bringt unsere Charaktere trotzdem von A nach Lallybroch, damit in der nächsten Folge DAS große Ereignis stattfinden kann. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen. wie sehr ich der nächsten Episode entgegenfiebere und ich hoffe, dass die Serienverantwortlichen auch diesmal ein geschicktes Händchen bei der Umsetzung der Handlung aus dem Buch beweisen. Ich kann mit dem äußeren Rahmen, in dem die Handlung und die Dialoge in “Crème de Menthe” stattfinden, sehr gut leben, auch wenn nur wenig an Dianas Buch erinnert und finde die Story, ausgenommen dieser elendig langen ersten Szene, in der Claire versucht das Leben ihres Angreifers zu retten, spannend, amüsant, rührend und kurzweilig. Das Einzige, was ich kritisieren muss, ist die Art und Weise, wie an manchen Stellen Jamie und Claire interpretiert und dargestellt werden. Sicherlich liegt es nicht an Sam und Cait, denn sie zeigen, wie immer, viele Seiten ihrer außergewöhnlichen Talente, sondern es hat mehr mit den Entscheidungen zu tun, die im Vorfeld im Writer`s Room getroffen wurden. Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass Jamie und Claire nach ihren ersten gemeinsamen vierundzwanzig Stunden irgendwann aus ihrem Vakuum, ihrer ganz persönlichen Seifenblase, herauskommen müssen, um sich der Realität zu stellen. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass ihre “Flitterwochen” binnen Stunden Geschichte sind und sie mit dem konfrontiert werden, was sie sind: Fremde, denn wie Jamie bereits in der letzten Folge angemerkt hat, kennen sie sich nach ihrer zwanzigjährigen Trennung weniger, als zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit. In dieser Folge sehen wir also, wie sich zwei Menschen, die sich innig lieben, aber die sich nicht wirklich kennen, ihren Weg zueinander erkämpfen müssen. Die Idee, die dahinter steckt, entspricht meiner Meinung nach auch der Realität und ich kann den Ansatz der Serienverantwortlichen verstehen, aber manchmal ist mir die Kluft, die zwischen Jamie und Claire herrscht, ein wenig zu groß und die Änderungen ihrer Charakter zu massiv.

Die Title Card zeigt uns diesmal, wie Männer einen “Löschwagen” aus dem 18. Jahrhundert bedienen, etwas, das am Ende dieser Folge zwar dringend benötigt wird, aber absolut keinen Einfluss mehr auf das Geschehen haben wird, leider.
Bei der Apothke von Mr. Haugh hat sich das Set-Departement mal wieder alle Mühe gegeben und es hat sich in meinen Augen wirklich gelohnt, denn sie ist einfach wunderbar und ich bin (mal wieder) von der Liebe zum Detail sehr fasziniert (Bild1 und Bild2 und Bild3).

Der gesamte Plot um und mit Margaret Campbell und ihrem Bruder Archie ist, verglichen mit dem Buch, komplett geändert worden. Wenn Ihr die Bücher gelesen habt, erinnert Ihr Euch bestimmt daran, dass es in Band 3 einen Handlungsstrang um einen Serienmörder in Edinburgh gibt und dass Margaret Campbell eine Vergangenheit in Bezug auf Culloden und die Jakobiten hat. Da mich beim Lesen weder die Campbell Geschwister noch ihr Handeln sonderlich interessiert hat, stört es mich persönlich nicht, dass sie in der Serie als die Seherin und ihr Bruder vorgestellt werden. Was sehr interessant ist, ist der Aspekt, dass sie sich zu den Westindischen Inseln aufmachen werden, da sie dort einen gut zahlenden Kunden haben. Ich kann mir schon denken, wer dieser Kunde sein wird und auch diejenigen unter Euch, die die Bücher nicht gelesen haben, werden trotzdem wissen, dass wir die Geschwister Campbell garantiert noch einmal in den nächsten sechs Folgen wiedersehen werden und dass Margaret Campbells “Abandawe – “Abandawe will devour you!” nicht nur die Worte einer geistig verstörten Frau sind.

Ich mag den Charakter von Yi Tien Cho alias Mr. Willoughby und ganz besonders, wie er durch Gary Young dargestellt wird. Es scheint, dass Claire einen neuen Freund gefunden hat, denn Yi Tien Cho und sie verbindet die Leidenschaft zu Medizin und auch die Tatsache, dass beide immer ein wenig die Außenseiterrolle in dieser Gesellschaft bekleiden.

Während ich die Szenen mit Fergus und Young Ian genieße, kann ich gar nicht glauben, dass zwischen diesen beiden ein Altersunterschied von fast fünfzehn Jahren liegen soll, denn Young Ian ist bekanntlich sechzehn und Fergus an die dreißig Jahre alt. Sie sind wirklich ein tolles Team und ich fühle mich in allen Szenen von ihren Dialogen sehr gut unterhalten, egal ob es um den Verkauf von Schmugglerware geht oder sie über Frauen, und wie man diese erobert, reden. Sowohl Cesar Domboy als auch John Bell sind großartig in ihren Rollen und ich freue mich auf weitere sechs Folgen in dieser Staffel mit ihnen.
Was mich etwas verwundert: wie und mit wem soll Fergus in einer Menage-à-trois seine Unschuld verloren haben, da er mit fünfzehn noch auf Lallybroch gewesen ist und sich nicht in einer “Großstadt”, wie Edinburgh, in irgendwelchen Bordellen hat herumtreiben können? Aber vielleicht hat er seine Entjungferung für Young Ian etwas ausgeschmückt, so wie es Männer manchmal gerne machen, um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen und als besonders welterfahren zu wirken.
Die Szene, in der Young Ian seine Unschuld an Brighid verliert, erinnert mich irgendwie an die Vorstellung seines Onkels in Bezug auf die Art und Weise, wie es ist, wenn zwei Menschen zusammen Sex haben und obwohl Young Ian I’ve seen some of the whores do it like this.” sagt und ich es auch so verstehe, hätte er auch gut und gerne das Wort “Whores” durch “Horses” ersetzen können, es hätte keinen Unterschied gemacht.

Die Szene zwischen Ian und Claire ist wunderschön und herzergreifend, abgesehen von der Tatsache, dass Jamie seinem besten Freund ins Gesicht lügt. Steven Cree spielt diesen Augenblick, in dem er Claire das erste Mal entdeckt, großartig. Man kann in Ians Gesicht lesen, dass er in den ersten Sekunden wirklich denkt, dass er einen Geist sieht. Es ist schön zu sehen, dass Claire und er sich sehr über ihr Wiedersehen freuen und die Tränen, die Ian über die Wangen laufen, berühren mich sehr. Ich kann förmlich spüren, wie Jenny und er all die Jahre um Claire getrauert haben und wie schlimm es für beide gewsen ist, dabei zusehen, wie Jamie, als geliebter Bruder und Freund, sich durch die Trauer um Claire in eine leblose Hülle verwandelt hat und wie er gezwungen war, ein Leben ohne sein Herz leben zu müssen. Ich kann auch seine Freude spüren, die er nicht nur für sich, sondern auch für seinen besten Freund empfindet, da er weiß, dass Claires Rückkehr ihn wieder zu einem vollständigen Menschen machen wird. Allerdings denke ich, dass Ian Claire ihre Geschichte, die sie gerne über ihr Verbleiben in den letzten zwanzig Jahre erzählt, nicht so leicht abkauft, wie es Fergus und Young Ian getan haben und ich weiß nicht, ob ich es mir einbilde, aber ich höre in Ians Aussage Jenny and I we grieved over ye for years.” auch einen leichten Vorwurf. In meinen Augen verständlich, denn, auch wenn Claire Jamie nach Culloden für tot gehalten hat und als Frau des Hochverräters “Red Jamie” kein Leid über Lallybroch bringen wollte und daher in die Kolonien geflohen ist, hätte ich an Stelle von Jenny und Ian erwartet, dass sie sich wenigstens per Brief bei ihnen meldet und sich auch nach ihrem Ziehsohn Fergus erkundigt und nicht einfach sang- und klanglos verschwindet. Ich bin gespannt, ob das in der nächsten Folge noch einmal thematisiert wird, wenn Jamie und Claire zusammen nach Lallybroch zurückgehen und dort auf Jenny treffen, die garantiert, im Gegensatz zu Ian, ihre Zweifel und ihre Wut über Claires Verschwinden nicht für sich behalten wird.

 

In den Büchern sind die Spannungen und manchmal auch die Konflikte, die zwischen Jamie als Kämpfer und Soldat und Claire als Ärztin entstehen, oft ein zentrales Thema, da beide zwar den anderen als das respektieren und akzeptieren, was er ist, aber das zwangsläufig nicht heißt, dass sie es auch immer verstehen. Genau das passiert in der ersten Szene, in der Claire um das Leben von John Barton, ihrem Angreifer und Fast-Vergewaltiger, kämpft. Jamie ist überhaupt nicht damit einverstanden, da dieser Fiesling in seinen Augen für das, was er Claire angetan hat und antun wollte, den Tod verdient hat und sein Überleben sowohl Claire als auch ihn in sehr große Schwierigkeiten bringen würde. Claire lässt aber nicht zu, dass die Gefahr, die von dem schwer verwundeten Steuereintreiber ausgeht, über ihren hippokratischen Eid gestellt wird und setzt sich trotz massiven und in meinen Augen auch logischen Widerstand von Jamie durch. Weil Jamie auch nach all den Jahren immer noch weiß, dass er nicht gegen Claires Bestimmung ankommt und sie auch immer noch “stubborn as always” ist, hilft er ihr, wo er kann, um Mr. Barton zu retten, auch, wenn er ihn danach höchstwahrscheinlich umbringen muss. Diese ganze Situation erinnert mich an die unzähligen Male, in der Claire in Bezug auf Menschen, die ärztliche Hilfe benötigen, eine außerordentliche Sturköpfigkeit an den Tag legt und durch ihren Tunnelblick nicht realisert, wenn sie sich und andere dadurch in Gefahr bringt. Dieses Verhalten begegnet uns im Laufe des dritten Buches noch einmal, wenn Jamie und Claire auf ihrer Überfahrt auf dem Atlantik auf die “Porpoise” treffen und Claire sich gegen Jamies ausdrücklichen Wunsch wieder einmal für kranke Menschen in Gefahr bringt. Auch spiegelt das Geschehen in dieser Folge sehr gut  die Szene in ein “Ein Hauch von Schnee und Asche” wider, in der sich Claire um den verletzten Lionel Brown kümmert. Etwas, das weder Jamie noch ich bis heute wirklich verstehen können, denn in meinen Augen ist diese Bestie für das, was er Claire angetan hat, nicht den Dreck unter meinen Fingernägeln wert. Alle Buch-Leser unter uns wissen, wer dieser Typ ist und was er getan hat und alle Nicht-Buch-Leser will ich nicht spoilern. Wenn Ihr wissen wollt, was er gemacht hat, dann fragt mich – gerne per PN über FB- oder lest einfach die Bücher.
In meinen Augen erfüllt die Handlung um den Steuereintreiber wirklich nur den Zweck, uns diesen gravierenden Unterschied zwischen Jamie und Claire zu zeigen und dient nur dazu, Konfliktmaterial für beide zu schaffen. Naja, vielleicht wollen uns die Serienverantwortlichen auch noch einmal klar machen, wie wichtig Claire ihre Berufung ist und was für eine talentierte Ärztin sie ist. Ich finde den ganzen Plot um John Barton langatmig (wenn ich mir überlege, dass bereits fast zwanzig Minuten um sind, wenn ihn das Zeitliche gesegnet hat) und meiner Meinung nach hätten die Serienverantwortlichen die Zeit besser nutzen können, etwa mit einem Dialog, in dem Jamie und Claire sich gegenseitig neu entdecken. Auch wirkt die Handlung an einigen Stellen überzogen und streckenweise sehr unrealistisch. Wenn Claire Madame Jeanne bittet, eines ihrer Mädchen zum nächsten Barbier zu schicken, damit dieser Claire einen kleinen Bohrer leiht, mit dem sie John Barton den Schädel aufbohren kann, habe ich wirklich große Schwierigkeiten mir diese Off-Screen Szene vorzustellen: eine junge Prostituierte schneit bei dem ortsansässigen Chirugen vorbei, bittet diesen, ihr einige chirugische Instrumente zu leihen, weil die Frau von Mr. Malcom, dem Drucker, einen verletzten Steuereintreiber am Gehirn operieren muss. Selbstverständlich gibt der Barbier der Prostituierten seine wertvollen Instrumente ohne selbst nachzuschauen, wer diese ominöse Frau ist, die ihm Konkurrenz machen will und hofft darauf, dass er seinen Bohrer und den Rest unbeschadet irgendwann zurückbekommen wird. Klingt logisch, oder doch nicht?
Trotz Claires Bemühungen stirbt John Barton und sie ist sehr niedergeschlagen, weil sie ihm nicht helfen konnte und noch mehr darüber erschüttert, dass sie seinen Tod mehr oder weniger verursacht hat. Jamie spricht ihr Mut zu und sagt ihr, dass sie zwar diesen Patienten verloren hat, aber dass es andere geben wird, denen sie helfen kann und die sie retten wird. Ich finde seine Worte sehr einfühlsam gewählt, weil er Claire nicht mit Floskeln, wie “Du hat getan, was Du konntest” oder “Du wirst drüber wegkommen” Trost spendet, sondern ihr Mut macht, nach Vorne zu blicken und ihr, meiner Meinung nach, sagt, dass sie die Vergangenheit und die Dinge, die sie nicht ändern kann, ruhen lassen muss. Claire gibt ihm recht und mir wird ganz warm ums Herz, wenn ich sehe, mit wie viel Liebe Jamie sie in diesem Moment ansieht und auch ihr Blick sagt mehr als tausend Worte. Vielleicht sind die Flitterwochen doch noch nicht vorüber, sondern nur unterbrochen? Claire entschuldigt sich dafür, dass sie Jamie und viele andere Menschen durch ihr Handeln in Gefahr gebracht hat (es war ja nicht das erste Mal und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein) und Jamie antwortet darauf:

“Ye came thousands of miles and two hundret years to find me.
I’m grateful that ye`re here, no matter the cost.
I would give up everything I have for us to be together again.
Don’t ye see?  Ever since you left, I I’ve lived in the shadows.

And when ye walked into the print shop, it was as if the sun returned
and cast out the darkness.”
(Jamie Fraser)

Ich liebe diese Worte, die Jamie zu Claire sagt und sie rühren mich fast zu Tränen – das ist MEIN JAMMF! Obwohl diese Sätze ganz allein aus der Feder von Karen Campbell stammen, könnten sie auch von Diana sein, denn sie sind so wundervoll und einfühlsam und lassen ganz tief in Jamies Seele blicken und sowohl uns als auch Claire sehen, wie sein Leben ohne sie gewesen ist. Auch mag ich es, dass es eine Erinnerung an ihre Hochzeitsnacht ist, denn damals hat Jamie zu ihr Folgendes gesagt: “It was as if I stepped outside on a cloudy day and suddenly the sun came out.” Ich hätte mir gewünscht, dass Claire Jamie nach diesen wunderbaren Worten umarmt, so wie es auch im Drehbuch steht. Trotzdem finde ich, dass ihre intensiven Blicke und die Art und Weise, wie sie sich an den Händen halten, auch sehr viel Gefühl ausdrücken. Ich weiß nicht genau, warum die Umarmung geschnitten wurde und kann daher nur mutmaßen, dass die Serienverantwortlichen damit zeigen wollten, dass Jamie und Claire gefühlstechnisch zwar auf einer Ebene, aber sie im Umgang miteinander immer noch gehemmt sind. Claire erweckt bei mir den Eindruck, dass, obwohl sie Jamies Worte sehr berühren, ihr die ganze Situation zu viel ist und sie mit den Gefühlen, die in ihr aufkeimen, am hellichten Tag, wenn sie sich nicht mehr im Schutz ihrer Seifenblase aus Glückseligkeit befindet, noch nicht umgehen kann. Bestimmt ist es für sie nach all den Jahren, in denen sie ihre Gefühle hat verstecken müssen, schwierig, von jetzt auf gleich diese wieder zuzulassen. Jamie hat zwar weniger Probleme damit, sich Claire emotional zu öffnen, aber auch er ist sich ihrer immer noch nicht sicher und hat vor allem große Angst, sie wieder zu verlieren. Daher kann ich seine Frage “You will return afterward?” gut verstehen. Claire berührt Jamies Unsicherheit so sehr, dass ihr Tränen in die Augen steigen, wenn sie ihm zweifelsfrei versichert, dass sie zu ihm zurückkommen wird.

Nachdem Claire bei den Campbells gewesen ist, kehrt sie zu Jamie ins Bordell zurück und gibt ihm das, auf das er schon längere Zeit wartet. Eine Art Garantie, dass sie, trotz aller Schwierigkeiten der letzten paar Stunden und trotz ihrer Erkenntnis, wie das Leben im 18. Jahrhundert wirklich ist, bei ihm bleiben und auch mit ihm leben möchte, denn sie schmiedet Zukunftspläne für einen Neuanfang. Dass Jamie vorerst mit Claire bei Madame Jeanne wohnen bleiben will, da sie dort alles haben, was sie brauchen und das Zimmer kostenlos ist, kann ich nicht so ganz glauben. Erstens hat Jamie in der letzten Folge mehrmals gesagt, dass es wohl keine gute Idee gewesen ist, Claire in das Bordell zu bringen und zweitens würde meiner Meinung nach weder TV-Jamie noch  Buch-Jamie mit Claire in einem Bordell leben wollen, denn im Buch mietet er für Claire und sich für ihre zweite gemeinsame Nacht ein Zimmer in „Moubray’s Speisewirtschaft“. Ich schiebe seine fragwürdige Entscheidunge mal darauf, dass Jamie an dieser Stelle immer noch nicht weiß, wie er Claire von seiner zweiten Frau erzählen soll und dass er, solange er Claire keinen reinen Wein eingeschenkt hat, keine Zukunftspläne machen kann und auch nicht möchte, weil seine Angst, dass sie ihn wieder verlassen könnte, wenn sie von seiner anderen Heirat erfährt, einfach zu groß ist.
Was ich auch an diesem Dialog nicht mag, ist Jamies Reaktion, wenn Claire ihm den Vorschlag unterbreitet, dass sie als Heilerin arbeiten könnte, um damit ihre Haushaltskasse etwas aufzubessern. Jamie hört ihr zwar sehr aufmerksam zu, aber seine Körpersprache drückt Ablehnung aus, da er seine Arme vor der Brust verschränkt. Ich kann das nicht so ganz glauben, denn diese Grundsatzdiskussion, dass Claire ihrer Bestimmung nachgehen muss, haben sie bereits vor mehr als zwanzig Jahren in Paris geführt und sowohl in dieser als auch in der letzten Folge hat Jamie Claires Bestimmung gesehen und anerkannt, denn er sagt zu ihr in Episode 306 “Oh, you’re a doctor now? … Oh, you always were one. Now you have the title to go wi‘ it.” Daher finde ich Jamies Körpersprache und seinen etwas suspekten Gesichtsausdruck ein klein wenig befremdlich und ich hätte nur allzu gern seine Antwort gehört, aber leider werden sie von Madame Jeanne unterbrochen.

Nachdem sie Ian getroffen haben, kehren Jamie und Claire auf ihr Zimmer zurück und Jamie bemerkt sofort, dass mit Claire etwas nicht stimmt, zwanzig Jahre Trennung hin oder her. Sie ist über die Tatsache, dass Jamie Ian angelogen hat, mehr als verstimmt und erwartet von ihm eine Erklärung. Jamie sagt zu Claire: „Jenny and Ian dinna ken what’s best for the lad. I’m the only one teachin‘ him the ways of the world.“ Ist das so, Jamie? Ich finde, dass seine Aussage furchtbar arrogant ist und ich kann nicht glauben, dass diese Worte wirklich aus seinem Mund kommen. Es kommt aber noch schlimmer, denn wenn Claire ihm vorhält, dass er Ian und Jenny anlügt, sagt er, dass Claire und er sich schließlich auch ihren Weg durch die Pariser High Society gelogen haben und er ist wirklich überzeugt, dass beide Situationen vergleichbar sind. Ich sehe da schon Unterschiede, ob man lügt, um eine Rebellion zu verhindern oder ob man seinem besten Freund, der einem seine rechte Seite (in der Serie wohl eher linke Seite) schützt, frech ins Gesicht lügt, wenn dieser krank vor Sorge um seinen Sohn ist. Im Buch hat Jamie Ian zwar auch über den Verbleib von seinem Sohn angelogen, aber nur, weil er Young Ian vorher ein Versprechen gegeben hat, dass er ihn nicht verrät, sondern nach Lallybroch zurückbringt. Auch nicht wirklich schön, aber wenigstens hatte Buch-Jamie einen triftigen Grund.
Aber auch Claire bekleckert sich in dieser Szene nicht gerade mit Einfühlungsvermögen und auch sie erkenne ich kaum wieder. Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass sie Jamie absichtlich verletzt, indem sie ihn daran erinnert, dass er nicht der Vater von Young an ist und dass er auch nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich als Eltern um sein Kind sorgt. Wie kann sie so etwas zu Jamie sagen, wo sie doch ganz genau weiß, dass er seinen leiblichen Sohn verlassen musste, er bereits eine Tochter verloren hat und seine andere Tochter nur durch seine Selbstlosigkeit gerettet hat? Wenn Jamie Claire mit seinen Worten „I had a daughter, but I didn’t get to raise HER, did I?“ vorwirft, dass er Brianna nicht großziehen durfte, schreit alles in mir “Out-of-Charakter”, denn ich kann nicht glauben, dass er an dieser Stelle sein selbstloses Opfer Claire zum Vorwurf macht. Er hat damals, vor mehr als zwanzig Jahren, die Entscheidung getroffen, seine schwangere Frau durch die Steine zurückzuschicken und egal, was es ihn gekostet hat, Buch-Jamie würde Claire das niemals vorhalten.
Der nachfolgende Wortwechsel, in dem es erst um Briannas Bikini geht, wenn es eigentlich gar nicht um den Bikini, sondern um Jamies Eifersucht auf Frank und Claires Leben mit ihm geht, kann ich schon eher nachvollziehen. Claire hat Jamie bereits die Frage aller Fragen gestellt, nämlich, ob er sich, nachdem sie gegangen ist, noch einmal verliebt hat. Aber Jamie hat Claire diese Dinge noch nicht gefragt und von daher bricht seine Eifersucht und seine Unsicherheit in diesem Streit aus ihm heraus. Auch Buch-Jamie ist, obwohl er Frank dafür sehr dankbar ist, dass er Claire ein guter Ehemann gewesen ist und Brianna großgezogen hat, eifersüchtig auf ihn, vor allem auf die Zeit, die er mit Claire und auch mit Brianna hatte und dieses Gefühl kommt durch die gesamte Buchreihe hinweg immer mal wieder zur Sprache. Bis auf den Streit, der im Buch auf die Enthüllung von Jamies größten Geheimnis folgt und der uns in der nächsten Folge noch bevorsteht, wird Frank aber niemals wieder in dieser Heftigkeit thematisiert.  
In den letzten Minuten haben sich Jamie und Claire so viele Dinge an den Kopf geworfen, die sie sich meiner Meinung nach im Buch niemals gesagt hätten, dass ich mir mein Mantra ins Gedächtnis rufe, aber irgendwie fühle ich mich nicht besser. Ich muss in dieser Szene leider feststellen, dass die Verantwortlichen im Writer`s Room nicht nur Jamie und Claire adaptiert, sondern komplett an dem vorbei geschrieben haben, was sie im Kern sind. Ich bin sehr froh, dass Madame Jeannes Nachricht, dass Jamies Druckerei brennt, dieses schreckliche emotionale Gemetzel beendet, bevor es noch unerträglicher wird.
Ich verstehe, dass die Sereinverantwortlichen uns zeigen wollen, dass sich Jamie und Claire in den zwanzig Jahren ihrer Trennung verändert haben, dass sie andere Menschen sind, als die, die sich am Craigh na Dun getrennt haben und dass sie sich weniger kennen, als am Tage ihrer Hochzeit. Aber ich denke, dass sie es mit der letzten Streitszene etwas zu weit getrieben haben. Ich habe an dieser Stelle nicht mit einem so heftigen Streit gerechnet und niemals gedacht, dass Jamie und Claire sich so viele Vorwürfe machen und sich absichtlich so sehr verletzten können. Ich dachte, sie heben sich ihren großen Streit für die nächste Folge auf, wenn Jamie Claire seine andere Frau vorstellen wird, aber wenn sie sich jetzt schon so an die Gurgel gehen, dann mache ich mir um nächsten Montag ernsthaft Sorgen und ich hoffe, dass Jenny alle scharfen Messer gut versteckt hat.

Mir hat das Feuer in Jamies Druckerei sehr gefallen, nicht, dass Jamies Existenz zerstört wird, sondern wie es visuell dargestellt wird. Matt und Toni erklären in dem “Inside the World of Outlander Video” zu dieser Folge etwas mehr zu den Dreharbeiten und ihr könnt hier und hier  BTS-Videos dazu finden. Die Außenfassade der Druckerei wurde im Studio nachgebaut, da sie ja schlecht das echte Haus in der Bakehouse Close abbrennen konnten. Ihr findet Fotos vom Nachbau hier und hierObwohl Sam es sehr anmutig schafft, seine Batman-Erfahrung von der Bühne in die brennende Druckerei zu transportieren, ist Jamies Sprung über die Brüstung doch etwas zu Super-Hero-mäßig, aber er ist trotzdem nett anzuschauen und laut Matt hat Sam neunzig Prozent seiner Stunts selber gespielt.
Da ich als Buch-Leser weiß, dass in dieser Folge irgendwann Jamies Druckerei in Flammen aufgehen wird, habe ich mir im Vorfeld sehr gewünscht, dass er erstens das Porträt von Willie und zweitens seine “Bonnie” retten kann. Leider konnte Jamie nur das Bild seines Sohnes aus den Flammen bergen, aber „Bonnie“ hat dafür Young Ian und ihm das Leben gerettet, weil sie über sie in die erste Etage klettern konnten. Matt und Toni haben im Podcast erklärt, dass es ihnen sehr wichtig gewesen ist, dass Jamie seine Druckerpresse vor den Flammen bewahrt, es technisch aber leider unmöglich war. Erstens ist die Druckerpresse viel zu schwer, um von nur einem Mann getragen zu werden und zweitens hätte sie an einem Stück nicht durch die Tür, geschweige denn durch ein Fenster gepasst. Ich kann beide Gründe, die gegen die Rettung von „Bonnie“ gesprochen haben, sehr gut nachvollziehen und ehrlich gesagt, kam es mir im Buch auch immer ein bisschen Spanisch vor, dass Jamies seine Druckerpresse aus den Flammen befreit hat. Aber ich frage mich, wie die Serienverantwortlichen die Handlung rund um “Bonnie” in den kommenden Büchern handhaben wollen, falls die Serie über Staffel 5 hinausgehen wird. Aber ich denke, dass ihnen da schon etwas Passendes einfallen wird – kreativ genug sind sie ja!
Als Claire sieht, dass Jamie ins Feuer rennt, ruft sie seinen Namen und steht Todesängste um ihn aus und es tut gut zu sehen, dass sie sich um ihn sorgt. Nicht, dass ich an ihren Gefühlen für Jamie jemals gezweifelt hätte, aber vielleicht hat es der ein oder andere Zuschauer getan und hier wird gerade der Gegenbeweis angetreten. Dass Claire sich zuerst um Young Ian und nicht um Jamie kümmert, als beide der Flammenhölle entkommen sind, liegt einzig und allein daran, dass es Jamie offensichtlich gut bzw. viel besser geht, als Young Ian. Laut Drehbuch atmet dieser nämlich erst nicht, wenn Jamie mit ihm in Arm aus den Flammen kommt und Claire versucht ihm mit Mund-zu-Mund-Beatmung zu helfen, nur leider wurde diese in meinen Augen wichtige Kleinigkeit geschnitten.
„Milady does not yet know about your other wife?“ Ich kann es nicht glauben, dass sie diesen Satz hier, an dieser Stelle ins Drehbuch geschrieben haben. Grundsätzlich wissen die Nicht-Buchleser seit der letzten Folge bereits, dass Jamie noch ein kleines oder wohl eher großes Geheimnis vor Claire verbirgt, aber sie wissen nicht was. Daher frage ich mich, warum sie die überraschendste und explosivste Szene im gesamten Buch und somit auch in der ganzen Staffel entschärfen, in dem sie alle TV Zuschauer vorwarnen. Was mich sehr freut, ist, wenn Jamie Fergus mit „Mon fils“  anrspricht und mir wird warm ums Herz, da er doch eines seiner Kinder bei sich haben kann.
Es ist so traurig mitanzusehen, wie die Druckerei brennt und wenn wir dieses wunderschöne “A. Malcom-Schild” sehen, wie es auf dem Boden liegt und brennende Trümmerteile auf dieses hinabfallen, wird es mir ganz schwer ums Herz. Ich liebe die letzte Einstellung, wenn die Kamera auf Jamie schwenkt, der gerade hilflos dabei zusehen muss, wie seine Druckerei, seine Druckerpresse, die in den letzten Jahren für ihn seine Waffe gegen die Briten gewesen ist und seine Identität als Alexander Malcolm und somit sein Leben, dass er sich in Edinburgh aufgebaut hat, wortwörtlich in Flammen aufgeht und zu Asche zerfällt. Wieder einmal muss er nach Culloden von Vorne beginnen, aber diesmal hat er Claire an seiner Seite, das Einzige, was für ihn im Leben wirklich zählt. Ich denke, auch wenn es für Jamie schmerzlich ist, dass er im materiellen Sinne alles verloren hat, kann er diesen Verlust besser ertragen, denn er hat auf der anderen Seite im emotionalen Sinne alles wiedergefunden. Im Drehbuch endet diese Folge nicht mit Jamies Blick auf die brennende Druckerei, sondern damit, dass Claire zu ihm geht, um ihm Trost zu spenden. Jamie sagt ihr, dass er davon ausgeht, dass sie sich das alles wohl nicht so vorgestellt hat, als sie zu ihm zurückgekehrt ist. Darauf antwortet Claire, dass für sie nur zählt,  dass sie zusammen sind. Ich hätte es besser gefunden, die Folge so wie im Drehbuch enden zu lassen, denn es hätte uns Zuschauer nicht mit diesem leicht schalen Gefühl der Disharmonie zwischen Jamie und Claire zurückgelassen. Zeit genug für diese Sequenz wäre jedenfalls gewesen, denn diese Folge hat gerade einmal eine Sendezeit von 48 Minuten (im Durchschnitt ist eine Episode ca. 55 Minuten lang). Der Tenor dieser Folge sollte aber wohl eher auf Jamies und Claires Differenzen liegen und nicht auf Jamie und Claire haben zwar Differenzen, aber eine tiefes emotionales Band, das sie verbindet. Daher wundert es mich nicht, dass es diese Szene sowie auch einige verständnisvolle Worte und auch zärtliche Momente, die im Drehbuch zu finden sind, es nicht in der veröffentlichten Folge geschafft haben.  

 

Der Hashtag für diese Episode lautet #StartingAgain, aber ich sehe hier keinen Neuanfang zwischen Jamie und Claire, sondern ich sehe gerade durch den letzten Streit, dass sie noch viele Dinge auszuarbeiten haben, bis sie neu starten können. Sowohl Jamie als auch Claire haben sich in den letzten zwanzig Jahren verändert, denn sie haben beide lernen müssen, ein Leben ohne den anderen zu führen und sich mit dem zufriedenzugeben, was ihnen das Leben bietet. Beide haben in einer emotionaler Wüste gelebt und gelernt, ihre Trauer und ihren Schmerz in sich einzuschließen. Jamie befindet sich, seitdem Claire nicht mehr bei ihm ist, in einem permanenten Überlebenskampf und ist wahrscheinlich, bis auf die Zeit, die er mit Willie auf Helwater hatte, nie mehr richtig glücklich gewesen. Er ist über die Jahre härter geworden und hat auch einen großen Teil seiner jugendlichen Unschuld verloren. Er hat immer wieder Rückschläge ertragen müssen und die Trennung von Willie hat ihn ein zweites Mal in seinem Leben mit Nichts zurückgelassen. Claire hatte zwar über all die Jahre Brianna an ihrer Seite und somit einen Teil von Jamie immer bei sich, aber diese permanente Erinnerung war in oft bestimmt auch sehr schmerzlich. Claires Leben war zwar komfortabler und einfacher als das von Jamie, aber es war nicht minder einsam. Da wo Jamie ganz offen um Claire getrauert hat, musste sie diese Gefühle in sich einschließen und alleine mit ihrem Schmerz und ihrer Einsamkeit klar kommen. Auch sie ist härter geworden und hat eine Mauer um sich errichtet. Sowohl Jamie als auch Claire konnten in ihrer ersten gemeinsamen Nacht das erste Mal, seit sie sich vor mehr als zwei Jahrzehnten am Craigh na Dun getrennt haben, wieder sie selbst sein. Aber nachdem beide aus ihrer Seifenblase herausgekommen sind und die erste Euphorie vergangen ist, hat sie die Realität eingeholt. Sie müssen sich der Tatsache stellen, dass sie sich in einigen Dingen verändert haben, aber sie werden feststellen, dass der andere im Kern immer noch derselbe Mensch ist, der er an diesem schicksalhaften Tag am Craigh na Dun war.
Cait hat in diversen Interviews immer wieder betont, dass Jamie und Claire sich gegenseitig in den Jahren ihrer Trennung auf einen Sockel gestellt haben und dass diese Person, die auf dem Sockel steht, nicht der Realität entspricht. Sie können erst wieder eins werden und zueinander finden, wenn sie den anderen von seinem Podest heben und ihn so annehmen, wie er wirklich ist. Sam hat während der Promotour zum Staffelstart auch mehrfach angemerkt, dass für ihn nicht in den Szenen im Print Shop und im Bordell die Wiedervereinigung stattfindet, sondern dass das erst im späteren Verlauf passiert.
Den ersten Schritt haben Jamie und Claire also in dieser Folge gemacht, denn ich glaube, dass ihre Podeste erhebliche Risse bekommen haben und anfangen zu bröckeln. Ich gehe davon aus, dass der Zeitpunkt, an dem sie wieder eins werden, dann gekommen ist, wenn alle Karten auf dem Tisch liegen und sie keine Geheimnisse mehr voreinander haben. Wenn Jamie und Claire dann immer noch die selben Entscheidungen ohne Reue treffen würden, die sie bereits getroffen haben, dann ist der Punkt erreicht, an dem sie wieder zueinander finden werden. Ich denke, dass genau dann auch Jamie Claire die Frage stellen wird, auf die ich schon in der letzten Folge gewartet habe: “Sassenach, wirst du mich nehmen-und das Risiko eingehen mit dem Mann der ich bin, um des Mannes willen, den du einmal kanntest?” Und wenn Claire dann, wenn sie alle Geheimnisse von Jamie kennt, diese Frage mit einem uneingeschränkten “JA” beantworten kann, dann ist Team-Fraser back! Die eigentliche Wiedervereinigung  hat also nicht in der letzten Folge stattgefunden, sondern wird wohl nach den Ereignissen in der nächsten Folge passieren und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, dabei zu sein, wenn Jamie und Claire endlich von ihrem Sockel gefallen sind und sich ein zweites Mal rettungslos ineinander verlieben und zwar nicht in einen Geist und in eine Erinnerung aus der Vergangenheit, sondern in einen Menschen aus Fleisch und Blut.

Je suis prest!

@ Yvonne Pirch

 


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