Episode 511: Journeycake


Episode 511

“Journeycake”

Drehbuch: Diana Gabaldon
Regie: Jamie Payne

„And even though I may never see any of you again, you have made my life whole.”
(Jamie Fraser)

 

 

ACHTUNG: Der folgende Text enthält Spoiler. Nicht nur Spoiler zur Serie und der aktuellen Folge, sondern auch zu allen Büchern von Diana Gabaldon, die bis zum heutigen Datum erschienen sind.

Die Titel Card zeigt Claire in ihrem “Batsuit” (uns bestens bekannt aus Staffel 3) direkt nach ihrer Ankunft in Edinburgh, kurz bevor sie Jamie in seiner Druckerei nach 20 jähriger Trennung wiedersieht. Claire wickelt ein Erdnussbutter-Marmeladen Sandwich (EMS) aus der Frischhaltefolie, die dann versehentlich vom Wind über die Royal Miles geweht wird. Das Sandwich ist das letzte übrig gebliebene Stück ihres alten Lebens, das sie jetzt, wo sie Jamie treffen wird, hinter sich lässt. Das ist genau die Szene auf “Ferne Ufer” (Kapitel 24 “A. Malcolm Printer”), die ich in Staffel 3 vermisst habe und über die ich mich an dieser Stelle sehr gefreut habe. Habt Ihr euch auch gefragt, was wohl der Finder der Frischhaltefolie gedacht haben muss?

Jetzt, wo das große Haus fertig ist und auch das Gästezimmer und Jamies und Claires Schlafzimmer im Obergeschoss bewohnbar sind, muss ich unbedingt kurz vor Staffelende ein Resümee ziehen und dem Set Departement ein riesengroßes Lob aussprechen. Gary und sein Team haben sich wirklich ein wiederholtes Mal übertroffen und sowohl das Wohnzimmer als auch die Küche, Claires Sprechzimmer, das Esszimmer und alle anderen Räume sind ein Traum aus Farbe, Stoffen und Materialien – sehr luxuriös und sehr exquisit. Die Einrichtung erinnert mich mehr an River Run als an das Haus, das ich mir immer beim Lesen vorgestellt habe, denn das sah eher wie die Hütte der MacKenzies in groß aus und nicht so opulent und kostspielig wie in der Serie. Aber ich liebe das große Haus trotzdem, auch wenn es mit dem, wie es sein sollte, nicht viel zu tun hat.

Noch ein paar kurze Worte zu der Musik, die Bear für diese Folge gewählt hat:
Ist euch aufgefallen, dass in der Szene, wenn die Familie bei Rogers und Briannas Abschiedsessen die EMS essen, die Melodie des Liedes “Loch Lomond” gespielt wird? In diesem geht es um zwei Freunde, die beide in Culloden gekämpft haben und der eine aus dieser Schlacht lebend und der andere nur tot zu den Ufern des Loch Lomond zurückkehrt und der Gefallene es bedauert, dass er die Frau, die er liebt, nicht mehr treffen kann. Ich finde, dass sowohl ein Teil des Refrains ye’ll take the high road and I’ll take the low road, And I’ll be in Scotland afore ye, but me and my true love will never meet again…,”  als auch diese Strophe But the broken heart will ken nae second spring again, Tho‘ the waeful may cease frae their greeting.” sehr gut beschreibt, wie sich die Familie fühlen wird, wenn die MacKenzies gegangen sind, denn sie werden sich nie wiedersehen, werden niemals wieder zusammen sein und ihr Herz wird an der Stelle, wo sich die Liebe für die drei befindet, immer eine offene Wunde haben und schmerzen. Die Melodie, die Bear für den Moment gewählt hat, in dem Jamie das flammende Kreuz entzündet, passt wie die Faust aufs Auge, denn die Snare Drums rufen musikalisch zu Jamies persönlichsten Kampf auf. Auch liebe ich es, dass ich so viele dieser liebgewonnenen musikalischen Themes in der vorletzten Folge dieser Staffel wiederfinde, wie das CnD Theme, zum einen, wenn YI von Claire erfährt, dass sie aus der Zukunft kommt und zum anderen, wenn die MacKenzies den Stein erreichen. Das William Theme wird in der Szene gespielt, wenn LJ Jamie das Portrait ihres gemeinsamen Sohnes überreicht und auch das Jamie & Claire Theme finden wir als zarte Melodie in der Fenster-Sex Szene und düster und bedrohlich im Abspann wieder.

Die Handlung der Serie startet im Herbst 1772 und seit der letzten Folge ist ungefähr ein Jahr vergangen, weil Rogers Trauma nach seinem Hängen im September 1771 spielt und sich dann Jamies Schlangenbiss im selbigen Herbst und der Tod von Bonnet wahrscheinlich zum Frühjahr des Jahres 1772 ereignet hat. Hin und wieder musste ich in dieser Folge schon überlegen, wann ich welche Szene in welchem Buch gelesen habe, denn Diana hat die Handlung dieser Episode wie eine Quiltdecke aus vielen kleinen Stoffstücken so zusammengesetzt, dass man am Ende nicht mehr die einzelnen Teile erkennt, sondern nur noch die Schönheit des Ganzen sieht. Für alle von euch, die sich auch etwas in der Timeline der Bücher verloren haben, habe ich einige der Buch-Szenen den entsprechenden Büchern zugeordnet: die Mikroskop-Szene stammt aus Buch 5 Kapitel 36 “Unsichtbare Welten”, genauso wie der Fenster-Sex in Kapitel 107 “Zugunruhe” zu finden ist. Jamie und Roger finden die abgebrannte Hütte in Band 6 im Kapitel 25 “Asche zu Asche”, auch wird Claire in diesem Buch in Kapitel 27 “Die Mälzerei” entführt und die MacKenzies gehen ebenfalls in “Ein Hauch von Schnee und Asche” in Kapitel 120 “Ginge es nur um mich selbst…” durch die Steine zurück – übrigens ziemlich am Ende des Buches, um genau zu sagen laut meinem Kindle bei einem Lesestand von 97%.
In dieser Folge liebe ich besonders die kleinen, aber wundervollen Szenen des alltäglichen Lebens auf FR und es macht mich sehr glücklich durch die Gespräche, auch wenn deren Inhalt oft sehr traurig ist, da es um die Rückkehr der MacKenzies geht, und die kleinen zufälligen Berührungen zu sehen, dass dies eine große Familie ist, in der sich alle Mitglieder gegenseitig respektieren, akzeptieren und bedingungslos lieben. Die Episode hat mich lachen und weinen lasse und all das manchmal zur selben Zeit. Auch hat es mich sehr fasziniert, wie nahtlos Diana LJ und William in diese Folge eingefügt hat, so als ob sie immer schon in diesem Moment da gewesen wären.
Ich bin wirklich froh, dass Herself dieses Drehbuch geschrieben hat, denn was wäre wohl passiert, wenn jemand anderes, schlimmstenfalls ein noch nicht so etablierter Drehbuchautor, es geschrieben hätte? Ich glaube, da wäre von Seiten der BL in den Social Medias die Hölle los gewesen, obwohl dieser Autor genauso wenig etwas an der Handlung dieser Folge hätte ändern können, wie Diana, denn der Rahmen und die Plots sind bereits vor langer Zeit im Writers Room festgelegt worden. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie ich den vorzeitigen Rückgang der MacKenzies bewerten soll – vielleicht habe ich nächste Woche, wenn ihr Handlungsstrang weitergeführt wird, eine Meinung – weiß ich eins: Diana hat den festgelegten Rahmen an vorgeschriebenen Handlungen vollends perfekt gefüllt und ich habe sie in allen Dialogen wiedererkannt, denn niemand kann besser für und über unsere Protagonisten schreiben als Herself.  

 

Was sonst noch wichtig ist….
Ulysses
Nachdem Ulysses in der letzten Folge Gerald Forbes getötet hat, versteckt er sich auf FR, weil er weiß, dass, obwohl er Jocasta das Leben gerettet hat, ihm als Sklaven, auch wenn er schon vor langer Zeit seine Freiheit geschenkt bekommen hat, niemand ihm diese Tötung aus Notwehr verzeihen wird. Daher finde ich es eine wunderbare Idee, dass LJ Ulysses mit nach England nimmt und er dort als wirklich freier Mann ein neues Leben beginnen kann.
Das dicke Buch, das ihm Jamie und Claire mitbringen, trägt den Namen „Pamela“ und BL werden sich bestimmt an eine Debatte zwischen Jamie und LJ in Ardsmuir erinnern, wo es im Kapitel 11 „Die Torremolinoseröffnung“ um die Länge genau dieses Romans von Samuel Richardson geht. Mich bringt der Witz in diesem Dialog bei jedem Reread immer wieder aufs Neue zum Schmunzeln, weil dieses Gespräch genauso über die immensen OL-Romane geführt werden könnte und ich denke, dass sich Diana mit dieser Szene in ihrem Buch selber auf die Schippe nimmt.

Lord John
Auch LJ verweilt in dieser Episode wieder einmal für einen Besuch auf FR und er bringt Jamie Neuigkeiten aus England – Lord Dunsany ist gestorben und somit ist William jetzt der 9. Graf von Ellesmere. Bevor er nach Helwater aufbricht, überreicht er Jamie ein Porträt ihres Sohnes mit den Worten „The older he gets, the more he looks like his father.“
Wer hätte gedacht, dass wir in dieser Folge wirklich, also auch in der Realität, Abschied nehmen müssen ? Ich habe heute über einen Post von David auf seinem Instagram Account erfahren, dass diese Folge für seinen Charakter LJ nicht nur ein Abschied auf Zeit ist, sondern dass David und somit LJ in Staffel 6 nicht mehr zurückkehren wird. Ich bin sehr traurig und auch ein bisschen geschockt, denn als bekennender LJ-Fan fand ich jede noch so kleine Szene mit David sehenswert, aber für ihn muss es bestimmt sehr ernüchternd gewesen sein, dass er immer den ganzen Weg von Australien gekommen ist, um seine kleinen Szenen zu drehen, die in der Serie dann durch den Schnitt oftmals noch kleiner wurden oder es gar nicht in die Folge geschafft haben. Vielleicht sehen die Serienverantwortlichen in Staffel 6 keine Notwendigkeit für LJ, denn wir BL wissen, dass er erst in Band 7 und Band 8 wirklich und dauerhaft in Erscheinung treten wird. Das wirft aber eine neue Frage auf, denn wenn David wieder in Staffel 7 gebraucht wird, warum sagt er der Serie jetzt Goodbye? Heißt das, dass es für Starz, Sony und Ron schon feststeht, dass es nach der sechsten Staffel keine mehr geben wird?
Ich für meinen Teil bedanke mich von ganzem Herzen bei David für seine wundervolle Interpretation meines zweiten Lieblingscharakters im OL-Universum, denn er hat meinen Buch-LJ jedes Mal aufs Neue zum Leben erweckt und diesen Charakter mit so viel Liebe, Hingabe und Tiefsinnigkeit gespielt, dass er mir mit LJs sehnsüchtigen Blicken, die er Jamie ab und an heimlich zugeworfen hat,  so manchen Seufzer des Schwermut und der Zufriedenheit über so viel Buchnähe entlockt hat.

Young Ian
Die Szene in der YI über seine zeitreisenden Familienmitglieder erfährt, ist Diana gut gelungen und wurde von allen Beteiligten auch exzellent umgesetzt. „Who, or what, are you?“ fragt er seine Auntie Claire und händigt ihr das Tagebuch von Otter Tooth aus, dessen Einträge mit einem Kugelschreiber geschrieben wurden. YI ist über die Geschehnisse aus FR sehr verwundert und man kann seine Millionen Fragen, die er seit dem Zwischenfall mit Jemmy und dem Opal hat, in seinem Gesicht lesen. Jamie und Claire tauschen einen kurzen Blick aus und es ist klar, dass sie ihm die Wahrheit über die Herkunft seiner Auntie erzählen müssen und ich denke, dass er nach allem, was die drei miteinander erlebt haben und was sie jetzt schon für immer verbindet, ein Recht darauf hat. „I knew you were a fairy, Auntie.“ sagt YI und ich liebe in diesem Augenblick den Ausdruck in seinem Gesicht. Jamie schließt die Tür, so dass Claire seinem Neffen in Ruhe ihre ganze Geschichte erzählen kann, inklusive der von Brianna und Roger. Das wird ein langer Tag werden, denke ich, aber danach ist YI in den kleinen elitären Kreis der Vertrauten aufgenommen.
In der späteren Szene, wenn Claire, Brianna und YI am Fluss sind, versucht er zu verstehen, wie Zeitreisen funktioniert und er wirft die Frage in den Raum, wenn sie nicht große geschichtliche Ereignisse ändern können, könnte es doch vielleicht mit kleineren Vorkommnissen funktionieren. Aber Claire und Brianna müssen YI leider sagen, dass Zeitreisen so nicht funktioniert und seine Enttäuschung darüber, dass seine plötzlich auflodernde Hoffnung just im Keim erstickt wird, steht ihm ins Gesicht geschrieben. Mir bricht es das Herz, wenn er mit den Worten „I can’t go, Auntie. So what difference does it make?“ auf Claires Frage, ob sein Wunsch Dinge zu ändern damit etwas zu tun hat, warum er die Mohawks verlassen hat, reagiert und sich tief erschüttert von seiner Tante und Cousine abwendet, damit diese nicht sehen, wie schwer ihn die Unmöglichkeit, Ereignisse zu verändern, getroffen hat. Mir wird schmerzlich bewusst, dass YI bereits seit mehr als einem Jahr wieder im Kreise seiner Familie lebt, sich aber immer noch niemanden anvertraut hat.

Fenster-Sex
Die sehr gelungene Fenster-Sex-Szene, die zwischen Jamie und Claire in „Das flammende Kreuz“ passiert, hätte man meiner Meinung nach in der Serie wunderbar mit dem Moment aus Band 6 kombiniert werden können, in dem Claire den Edelstein aus dem Fenster wirft, den Jamie ihr gegeben hat, damit sie zusammen mit der Familie ihrer Tochter durch die Steine zurückreisen kann, wenn sie es möchte. Bedauerlich, dass diese Szene jetzt, wo die MacKenzies weg sind, für immer verloren ist, denn dieser Moment sagt so viel über die Liebe zwischen Jamie und Claire aus und ist ganz nebenbei für mich ein Highlight aus Band 5.

Spermien
Die Szene, in der Jamie seine Spermien unter Claires Mikroskop betrachtet, ist eine meiner Lieblingsmomente aus Band 5 und zwar aus der Kategorie „Wie mich Diana auch nach dem x-ten Reread immer wieder zum Lachen bringt“ und ich habe mich wirklich sehr gefreut, diesen Moment endlich live und in Farbe sehen zu können. Jamies und Claires Reaktionen sind perfekt und Jamies Beschreibung in Form von „handsomely thrashing tails” ist göttlich, genau wie sein Gesichtsausdruck sowohl auf Claires Aussage „They’re not germs. They’re sperms.“ als auch darauf, wenn er realisiert, wessen Spermien das sind. Diese Szene bringt mich zum Lachen, denn sie spiegelt genau Dianas trockenen Humor aus den Büchern wider, der in der Serie bedauerlicherweise immer zu kurz kommt.

Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwiches
Auch wenn es das Abschiedsessen der MacKenzies ist, bei dem Claire ihre Sandwiches mit den Worten Meet the future’s answer to journeycake.” serviert, gefällt mir dieser Moment sehr gut. Zum einen, weil sich damit der Kreis schließt, denn so wie einst Brianna ihrer Mutter zwei EMS als Reiseproviant mitgegeben hat, so bereitet jetzt Claire für die Reise ihrer Tochter welche zu. Zum anderen ist diese Sequenz sehr unterhaltsam, vor allem Jamies Reaktion auf diese ominösen Brote ist genauso unbezahlbar wie die in der Szene mit den Spermien und ich habe mich köstlich darüber amüsiert, dass er sein EMS mit Gabel und Messer isst.

Claires Entführung
Die Entführung von Claire passt meiner Meinung nach gut in diese Staffel, denn warum sollte man die Browns noch unnötig in die nächste mitziehen, wenn deren Story, so wie die von Bonnet, nicht auch in dieser Staffel beendet werden kann? Und warum fangen eigentlich alle Bösewicht im OL-Universum mit dem Buchstaben „B“ an – BJR, Stephen Bonnet und Lionel Brown?
Ich habe immer geahnt, dass Claire der versehentlich veröffentlichte Zeitungsartikel unter ihrem Pseudonym Dr. Rawlings irgendwann in dieser Staffel einholen wird. Aber ich denke, dass Browns Entdeckung, dass Claire hinter diesem Pseudonym steckt, nur der Funke ist, der seine eh schon kurze Lunte an Geduld und Empathie vollends entzündet hat, damit er in Form von Claires Entführung explodiert. Offensichtlich mag er keine starken, intelligenten und frei denkenden Frauen und daher ist ihm Claire von Anfang an ein Dorn im Auge. Abgesehen davon, dass sie Partei für Alicia ergriffen hat, hat sie ihn mehr oder weniger beschuldigt, Josiah in den Rücken geschossen zu haben und hält ihn für den Verursacher der Verletzung seiner Frau. Da Vergewaltigung und körperliche Misshandlung in den meisten Fällen eine Demonstration der Macht und Stärke ist, die ein Mann über eine Frau meint hat zu haben, ist es für Brown ein angebrachtes Mittel, um Claire so ihren Platz in der Gesellschaft zu zeigen und sie zum Schweigen zu bringen.
„The bad men took Grandmama,“ flüstert Germain seinem Vater ins Ohr und somit endet diese Folge mit Jamie, wie er das brennende Kreuz entzündet, um seine Männer, seinen Clan zum Kampf zu rufen – einen Kampf, in dem es für ihn diesmal nicht um Land, Freiheit oder eine politische Haltung geht, diesmal steht viel mehr auf dem Spiel. Das Wohlergehen seines Lebensinhaltes ist bedroht, seine Sassenach ist in Gefahr und Dianas Originaltitel von Buch 8 “Written in my own hearts blood” könnte Jamies Angst und Sorge, seine Panik und Hilflosigkeit nicht besser beschreiben. Wenn er Claire verliert, weil er sie nicht hat schützen können, so wie er es ihr in ihrer Hochzeitsnacht geschworen hat, was wird aus ihm werden, denn er wäre jetzt, wo Murtagh gestorben und seine Tochter mit ihrer Familie für immer fort ist, einsam und verloren und ich weiß nicht, ob er diese Leere, die durch Claires Verlust entstehen würde, mit dem, was ihm an Menschen wie YI, Fergus und Marsali bleiben würde, füllen könnte.

 

Die MacKenzies – Ein Abschied in mehreren Akten
Die Storyline der MacKenzies ist in dieser Episode eine eigenständige Geschichte mit einem Anfang, einem Hauptteil und einem Ende und sie fühlt sich irgendwie wie eine Mini-Folge in dieser Episode an. Rückblickend haben die Serienverantwortlichen über die gesamte Staffel Rogers und Briannas Rückkehr in die Zukunft vorbereitet und in fast jeder Folge ist Rogers Wunsch nach einem Leben im 20. Jahrhundert angesprochen worden, Aber als BL habe ich das immer abgetan und sein Drängen für nicht wirklich plotrelevant gehalten, weil ich mich als BL sicher gefühlt habe und dachte zu wissen, dass es noch lange dauern wird, quasi bis zum Ende von Staffel 6, bis Roger und Brianna durch die Steine zurückgehen werden. Daher hat mich das Ende und der Cliffhanger sehr getroffen, denn bis zum Schluss habe ich immer gehofft, dass es sich die MacKenzie doch noch anders überlegen werden oder dass Claires Entführung ihre Pläne durchkreuzt.
Das ganze Geschehen nimmt seinen Anfang, wenn YI und Jemmy mit dem Otter Tooths Opal spielen. Jemmy greift nach dem Stein und sobald er ihn berührt, sagt er, dass er heiß ist und der Opal zerbricht, wenn er ihn in die Hand nimmt. Auch alle anwesenden Zeitreisenden empfinden den Stein als warm und hören sein Summen, nur für Jamie und YI fühlt sich der Opal normal an und bleibt für sie stumm. Diana ist es in dieser Szene gut gelungen, auch den NBL ohne große Worte und langen Abhandlungen zu zeigen, dass Jemmy die Zeitreise-Gene seiner Eltern geerbt hat, die seine Kräfte noch verstärken, so wie wir BL es schon seit Jahren in Bezug auf Jemmys und Mandys Fähigkeiten annehmen. Auch Brianna verfolgt abends, wenn sie mit Roger in ihrer Hütte ist, diesen Gedanken, denn sie sagt Maybe Jemmy is especially sensitive because both his parents are time travelers.” und erwähnt auch, dass das vielleicht der Beweis ist, dass er Jemmys biologischer Vater ist. Am Ende dieser Szene steht der Entschluss der MacKenzies fest, dass sie in einem Monat, nachdem sie sich von allen mit ihrer erfundenen Background Story, dass Roger an der Universität von Boston als Professor arbeiten wird, verabschiedet haben, in ihre Zeit zurückreisen werden.
Die emotionalen Abschiede zwischen Roger und Brianna und ihrer Familie nehmen einen Großteil der Sendezeit in dieser Folge ein. Alle letzten Worte, alle letzten Umarmungen, alle Abschiede sind sehr individuell und jeder für sich sehr emotional und bewegend, einige haben mich mehr berührt, als andere, aber alle waren großartig von Diana geschrieben und schauspielerisch umgesetzt.

Abschied von Lizzie
Obwohl die Beziehung zwischen Brianna und Lizzie keine ist, die für mich auf der emotionalen Ebene eine wichtige Rolle spielt, hat mich ihr Abschied seltsamerweise mit am meisten berührt und getroffen. Vielleicht weil Lizzie genauso wie ich nicht verstehen kann, warum die MacKenzies gehen und sie sie nicht mit nach Boston begleiten kann, sondern auf FR bleiben muss, obwohl sie doch immer seit ihrer Überfahrt von Schottland an Briannas Seite gewesen ist.

Abschied von Fergus und Marsali
Während eines Spaziergangs durch den Wald verabschieden sich die MacKenzies auch von Fergus und Marsali. “Boston – that`s so far away.” sagt Fergus und ich denke, wenn er wüsstest, wie weit Roger und Brianna wirklich reisen, dann ist Boston quasi gleich um die Ecke. „What will your parents do without you?” – fragt Marsali und sie ist die Einzige, die in all den Abschiedsszenen anspricht, dass Roger und Brianna, obwohl sie erwachsen sind und ein eigenes Leben mit eigenen Entscheidungen und eigenen Konsequenzen führen, trotzdem auch eine Verantwortung für ihre Eltern haben. Jamie und Claire würden ihre Tochter niemals bitten zu bleiben, aber Marsali darf als Schwester durch Freundschaft diese Verantwortung auf den Plan bringen.
Habe ich richtig gehört, dass Fergus und Marsali wieder Nachwuchs erwarten? Das wird dann wohl Henri Christian sein und ich frage mich, ob jemand Lauren, als sie für die Rolle der Marsali gecastet wurde, verraten hat, dass sie 80% ihrer Screentime als schwangere Frau verbringen wird?

Abschied von YI
Roger bittet YI, dass er sie zum Steinkreis begleiten soll, da sie jemanden brauchen, der den Wagen und Pferde zurück nach FR bringt und weil Brianna’s afraid that if her  parents are there, that she might not find the courage to leave them.” können sie Jamie und Claire nicht mitnehmen. Braucht man wirklich Mut seine Eltern zu verlassen, wenn man nicht an seinem Vorhaben zweifelt und aus tiefstem Herzen bereit ist, für immer zu gehen, um ein neues Leben zu beginnen? Ich denke nicht und von daher bin ich nicht wirklich überzeugt, dass Brianna auch wirklich gehen möchte. Rogers letzten Worte an YI sind “ I hope you find happiness.“ und abgesehen davon, dass es gut tut zu sehen, dass auch sie sich im vergangenen Jahr näher gekommen sind, ist es ein von Roger sehr einfühlsam, YI das zu wünschen, was er mehr als alles auf dieser Welt braucht.

Abschied von Claire
Mir bricht das Herz, wenn ich sehe, wie Claire im Flur steht und sie Brianna beobachtet, die sich gerade von Marsali verabschiedet. In ihren Augen kann man den Schmerz sehen, den ihr der bevorstehende Abschied der MacKenizes bereit. Auch wenn sie weiß, dass es für sie in der Zukunft sicherer ist und dort ihre Möglichkeiten ganz andere sind, blutet ihr Mutter-Herz, denn sie muss sich erneut von ihrer Tochter trennen – etwas, das schon beim ersten Mal unmöglich gewesen und dass beim zweiten Mal nicht auszuhalten ist. Wie soll sie akzeptieren, dass Brianna erneut für immer aus ihrem Leben verschwindet, dass sie Jemmy niemals aufwachsen sehen wird und dass sie nie wissen wird, wie es ihnen geht oder ob sie überhaupt sicher in der Zukunft angekommen sind? Claire will dem Glück ihrer Tochter nicht im Weg stehen und so, wie Brianna sie damals zu Jamie zurückgeschickt hat, so muss sie sie jetzt auch gehen lassen, auch wenn es ihre gesamte Kraft kostet, Brianna nicht zu bitten, zu bleiben. Und so kann Claire sich in dem Augenblick, in dem der Abschied nicht mehr nur ein besprochenes Thema ist, sondern vor ihren Augen zur Realität wird, wenn sich ihre Tochter und Marsali herzlich umarmen, nur an sich selber festhalten und sie umschlingt sich mit ihren Armen.
Der eigentliche Abschied von Mutter und Tochter ist sehr kurz, aber sehr emotional und ich liebe es, dass sie wie zwei Magneten zueinander gezogen werden und sich ohne Worte in die Arme fallen und sich fest umarmen, wenn sie sich zufällig im Flur des großen Hauses begegnen. Eine Szene wie diese braucht keine Worte, denn die Gefühle, die wir in ihren Gesichter lesen können, sprechen für sich.
“We started our life on the ridge in this cabin. Now it’s just you and me again.” sagt Claire zu Jamie nach dem Weggang der MacKenzies, wenn sie sich in deren Hütte die Zeichnungen anschaut, die Brianna für ihre Eltern hinterlassen hat und sie sieht so traurig und einsam auch, dass ich denke, dass sie nichts und niemand auf dieser Welt sie trösten kann. Aber Jamie, der immer der optimistische Optimist von allen ist und die Fähigkeit besitzt, selbst aus der noch so traurigsten Suppe des Lebens das positive Haar zu finden, antwortet mit „We’re not alone, Sassenach.“ und schließt Claire fest in seine Arme, denn solange sie sich und die Erinnerungen an die Kinder haben, solange ist nichts verloren, denn es hat sich nur verändert (Ihr wisst schon,  der erste Hauptsatz der Thermodynamik!)

Abschied von Jamie
Die Abschieds-Szene zwischen Jamie und seiner Tochter ist wundervoll und entschädigt all diejenigen von uns, die emotionale Jamie und Brianna Momente seit ihrer Hochzeit in Folge 501 vermisst haben. Auch den Zeitpunkt, den Diana dafür gewählt hat, dass Jamie seiner Tochter kurz vor ihrem Weggang von ihrem Halbbruder erzählt, finde ich sehr passend. Briannas Reaktion ist sehr zurückhaltend und sie wirkt weder böse noch enttäuscht, dass ihr Vater erstens mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt hat und zweitens ihr diese Tatsache vorenthalten hat.Can I see him?” fragt Bree Jamie und ihre Stimme ist so voller Wärme, Interesse und Verständnis dafür, dass William niemals erfahren darf, wer sein wirklicher Vater ist, dass ich diese Version ihrer Reaktion auf ihren Halbbruder wesentlich besser mag, als die, die sie im Buch gezeigt hat. Der Stolz in Jamies Augen und in seiner Stimme, wenn er seiner Tochter über William erzählt, bewegt mich sehr und zeigt, dass er, obwohl seine Tochter seit einiger Zeit an seiner Seite ist und ihm zu einem Vater und Großvater gemacht hat, niemals seinen Sohn vergessen hat und er immer einen Platz in seinem Herzen haben wird.
Auch wenn mich Briannas Abschiede von Lizzie und Claire am meisten berührt haben, fühle ich am stärksten mit Jamie, der in seinem Leben so viel erdulden und erleiden musste, weil er viele seiner Träume, besonders den ein Ehemann, Vater und auch Großvater sein zu dürfen, lange Jahre ungeträumt lassen musste und er sich schon so oft für immer verabschiedet hat, sei es von Freunden und Kampfgefährten, von seinen Eltern, von seinem Patenonkel und auch schon  einmal von Claire – sein schlimmster und schwerster Abschied. All die einsam Jahre ohne seine Seelenverwandte und ohne eine Chance auf eine Familie mit vielen Kindern, haben ihn gezeichnet und haben ihm niemals dieses innere Glück und die tiefe Zufriedenheit spüren lassen, die er erst durch Claires Rückkehr wieder empfinden konnte. Niemand kann nur ansatzweise seine unbeschreibliche Freude nachfühlen, die er verspürt hat, als er das erste Mal seine Tochter in die Arme schließen durfte und die sein Glück mit Claire und sein Leben perfekt gemacht hat, denn Brianna halten zu dürfen, sie berühren zu können und eine zeitlang mit ihr zu leben, ist für ihn der Beweis, dass er damals am CnD die richtige Entscheidung getroffen hat. Jede schmerzliche, einsame und verzweifelte Sekunde in seinen zwanzig Jahren ohne Claire und all die Opfer, die er für das Leben seiner Tochter und das Überleben seiner Frau erbracht hat, sind es für diesen einen Augenblick, in dem Brianna vor ihm steht und ihn das erste Mal “Da” nennt, wert gewesen. Der Moment, wenn Jamie in dieser Folge seinen Enkelsohn mit seinem Pferd vertraut macht, ist bittersüß und mir bricht es das Herz, weil Jamie jetzt einen Teil seiner Familie für immer verlieren wird und dass, wo er sich immer so sehr eine große Familie mit vielen Kindern und Enkelkindern gewünscht hat, so wie er es auf Lallybroch bei seiner Schwester Jenny und Ian erlebt hat. So wie er schon damals den Schmerz über den Verlust seiner Seelenverwandten und seines ungeborenen Kindes lautlos und ohne Klagen ertragen hat, so würdevoll und regungslos nimmt er auch diesmal die Trennung von seiner Tochter, seinem Enkelsohn und seinem Roger Mac hin.We’ll leave in a week.” sagt Brianna zu ihrem Vater und mir zerreißt es das Herz, wenn ich sehe, dass Jamie in diesem Moment für seine Tochter stark ist, so wie er es in vielen anderen Momenten in dieser Folge auch für seine Frau ist und beiden seine wunde Seele nicht zeigt, die man einen kurzen Moment in seinen Augen sehen kann, sondern in all diesen schmerzlichen Situationen immer die richtigen Worte findet – “After your mother left me with you in her belly, I never thought I’d see you, but I kent you were there. I was a husband, a father, and now I’m a grandsire. And even though I may never see any of you again, you have made my life whole.”. Jamies Worte rühren mich zu Tränen und ich wünsche mir in diesem Moment so sehr, dass Brianna Roger überreden würde, zu bleiben. (Übrigens, wenn ihr an dieser Stelle in der Review weinen solltet, das macht nichts, denn ihr seid nicht allein – ich habe beim Schreiben auch ein paar Tränen vergossen.)

Obwohl ich es mit eigenen Ohren höre und mit meinen Augen sehe, dass Brianna dem Vorhaben “Zurück in die Zukunft” zustimmt, wirkt sie in allem, was sie sagt und wie sie sich verhält, für mich wenig überzeugend. Auch wenn sie weiß, dass Roger mit seiner Behauptung And now we will be — safer, at least.” Recht hat und sie ihm nicht widerspricht, wenn er von einem Leben in ihrer Zeit spricht, kann ich nicht glauben, dass Brianna wirklich aus tiefstem Herzen und größter Überzeugung ihre Mutter, ihren Vater und alle Menschen, die ihre Familie sind und die sie über alles liebt, verlassen möchte. Für mich sieht es eher so aus, als ob sie sich verpflichtet fühlt, das Versprechen, das sie Roger gegeben hat, einzulösen. Auch in den Büchern fürchtet sich Brianna manchmal vor ihrem Leben im 18. Jahrhundert, ganz besonders, wenn sie sieht, wie wenig man gegen Krankheiten oder die herrschende Ungerechtigkeiten ausrichten kann, aber niemals denkt sie darüber nach zu gehen, denn ihre Familie, ihr Herz ist auf FR und nichts und niemand kann sie von dort wegbringen, nicht einmal die Sicherheit eines sicheren Lebens in der Zukunft – außer Mandy, die sonst durch ihren Herzfehler gestorben wäre und nur um das Leben ihrer Tochter zu retten, sind Roger und Brianna überhaupt bereit, ihre Familie zu verlassen. Für mich ist das Leben ihres Kindes der einzige plausible und nachvollziehbare Grund, warum die MacKenzies zurück durch die Steine reisen, denn da diese keine Tür sind, durch die man kommen und gehen kann, wie man möchte und weil eine Reise durch dieses Portal immer auch ein Spiel mit dem eigenem Leben ist, ist es eine Entscheidung eigentlich für immer, denn wenn man geht, dann geht man und kommt nicht sonntags zum Kaffee bei Mama und Papa vorbei. Außerdem weiß Brianna, wie es sich anfühlt, ihre Mutter zu verlieren und die Vorstellung, dass sie sich niemals wiedersehen werden und sie diesmal auch ihren Da verlieren wird, ist für sie wirklich schlimm. Warum also all das riskieren und aufs Spiel setzen, wenn es nur darum geht, dass sie und Roger ein Leben leben, für das sie nicht bestimmt gewesen sind, aber in dem sie sich gut eingerichtet haben. Nein, ich denke, Brianna ist nicht wirklich bereit, ihre Familie und FR zu verlassen.
Und Roger? “It’s living a life we weren’t meant to.” – damit knüpft Roger in dieser Folge an all die anderen unzähligen über die bisherige Staffel verstreuten Bemerkungen an, dass er nur solange im 18. Jahrhundert bleibt, bis es bewiesen ist, dass Jemmy reisen kann. Etwas, das für mich als BL sehr unverständlich ist und einen faden Beigeschmack hinterlässt, denn es charakterisiert nicht den Roger, den ich aus dem Buch kenne und der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten an das Leben auf FR gewöhnt und auch dort seinen Platz und seine neue Bestimmung gefunden hat. Ich finde es aus Sicht eines BL sehr schade, dass er jetzt, wo Jamie und er sich als Familie “gefunden” haben, er Bonnet besiegt hat und sich langsam aber sicher vielen der alltäglichen Herausforderungen gestellt hat, deutlich zeigt, dass er niemals ins 18. Jahrhundert hat gehören wollen, sondern nur auf sein Rückfahrtschein in Form von Jemmys Zeitreise-Gen gewartet hat. Auch frage ich mich, ob die NBL Roger dafür verantwortlich machen werden, dass er mit seiner Familie zurückgekehrt ist. Ich bedaure es sehr, dass Serien-Roger wieder einmal viel schlechter wegkommt, als sein Buch-Charakter und ich weiß ehrlich nicht, ob NBL denselben wunderbaren, großherzigen, güten Mann in ihm sehen, wie wir BL. Ich kann verstehen, dass es sein oberstes Anliegen ist, seine Frau und sein Kind zu beschützen und dass er das seiner Meinung nach besser im 20. Jahrhundert kann als auf FR, aber ist das Leben in seiner Zeit wirklich so viel sicherer, als dass es sich dafür lohnt, seine Familie zu verlassen? Roger hat auf FR alles, was er sich als Waise und vor allem nach dem Tod des Reverends immer gewünscht hat – eine eigene Familie, eine Mutter, einen Vater, viele Schwestern und Brüder und ganz viele Menschen, die ihn als Roger Mac mögen. Ist es am Ende wirklich Rogers größter Wunsch, zu gehen und ein sicheres, aber dafür an Menschen ärmeres Leben zu führen? Oder hat sich seit Folge 501 eine fixe Idee in ihm festgesetzt, die sich im Laufe dieser Staffel, besonders nach seinem Hängen in Alamance und nach Briannas Entführung durch Bonnet, manifestiert hat und von der jetzt nicht mehr ablassen kann oder will, weil er ansonsten immer die Verantwortung tragen würde, wenn Brianna oder Jemmy etwas zustoßen würde. Daher denke ich, dass Roger eigentlich tief in seinem Herzen nicht gehen möchte und außerdem kann ich mir eine Befreiung von Claire ohne Roger absolut nicht vorstellen. Mit wem soll Jamie dann all die Dinge, die ihn nach Claires Rettung beschäftigen, besprechen? Wer soll Jamie dabei helfen zu entscheiden, ob es moralisch vertretbar ist, mit Claire zu schlafen, damit sie nicht in das Loch eines Traumas fällt und sie vielleicht ihren Lebensmut verliert, so wie es ihm nach Wentworth passiert ist?
So kann ich nur hoffen, dass das Schicksal den MacKenzies die Reise durch die Steine verwehrt hat, weil sie mit der Vergangenheit noch nicht fertig sind, weil immer noch Dinge zu erledigen sind. In meiner Rechnung ist Jemmy die große Unbekannte, die das Blatt noch wenden könnte, denn an wen soll er denken, wenn er mit seinen Eltern durch die Steine geht, weil er ja nur die Familie, die er auf FR hat, kennt. Vielleicht wird er es am Ende sein, der verhindert, dass die MacKenzies jetzt schon reisen werden, denn das war mein erster Gedanke am Ende dieser Folge. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, ob es storytechnisch überhaupt vertretbar ist, dass die MacKenzies nicht gegangen sind, denn es macht doch keinen Sinn, dass wir fast eine komplette Folge wertvoller Sendezeit mit dem Abschied von Roger und Brianna verbracht haben und sie dann doch bleiben werden. Auch ist es für mich schwer vorstellbar, dass die Serienverantwortlichen das ganze Verabschiedungs-Prozedere erneut in Staffel 6 durchkauen werden. Also daher –  sie sind weg, wirklich weg!!!! Oder doch nicht??? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht und ich kann noch stundenlang über ein “sind sie oder sind sie nicht” spekulieren, aber Gewissheit bringt nur die nächste Folge, die gleichzeitig auch das Finale dieser außergewöhnlichen starken und oft sehr buchgetreuen Staffel ist. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Serienverantwortlichen mehr Herz haben als Diana, die Jemmy fast sechs Jahre in einen dunklen Tunnel hat warten lassen, und dass sie diesen Cliffhanger nächste Woche aufklären werden.

Je suis prest!
@ Yvonne Pirch


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