Review Folge 204 La Dame Blanche

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Episode 204 
La Dame Blanche
(La Dame Blanche)

Drehbuch: Toni Graphia
Regie: Douglas Mackinnon

“Weißt Du noch, wie verloren ich war.
Nun glaube ich,
dass Du mir vielleicht einen Verschlag errichtet hast, 
eine Art Dach, als Schutz vor dem Regen.“
(Jamie Fraser)

 

ACHTUNG: Der folgende Text enthält Spoiler. Nicht nur Spoiler zur Serie und der aktuellen Folge, sondern auch zu Diana Gabaldons Büchern, die bis zum heutigen Datum erschienen sind.

Mein erster Gedanke zu dieser Folge ist, dass ich sie wirklich genossen habe und die Stunde Sendezeit gefühlte 10 Minuten gedauert hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich irgendwo im Outlander-Universum ein schwarzes Zeitloch befinden muss.
Die Folge hat, wie auch schon 202 und 203, die Handlung des Buches sehr gut wiedergegeben und reflektiert. Dabei wurden viele Handlungsstränge direkt aus dem Buch übernommen. Aktuell haben die Serienverantwortlichen es geschafft, achtzehn Buchkapitel aus Dianas zweitem Buch „Die geliehene Zeit“ in die bis jetzt ausgestrahlten vier Episoden zu packen und sie werden, meiner Meinung nach, immer noch dem Buch gerecht. Die vorgenommenen Änderungen zur Buchhandlung haben sich auch in dieser Folge wieder nahtlos in das Gesamtkonzept eingefügt.
Die Episode kommt mit einer sehr guten Mischung aus Spannung, Intrige, Tragik, Action, Humor und zärtlichen Momenten daher, bei der natürlich Vorahnungen und die Entwicklung der Charakter nicht fehlen dürfen. Die Kostüme und die Sets, allen voran die toll gedeckte Tafel der Dinnerparty, sind wie immer atemberaubend und äußerst liebevoll und detailreich gestaltet.

In der Eröffnungssequenz, kurz bevor der Episodentitel eingeblendet wird, sehen wir, wie ein Mann einen Stab aus der Achse eines Kutschenrads entfernt und dann wieder die Kappe auf das Rad setzt. Und wer genau hinschaut, sieht auf der Hand des Mannes ein Feuermal. Gute Beobachter werden im Laufe der Folge wissen, bei welcher Szene diese kurze Sequenz eine Rolle spielen könnte.

Last but not least muss ich noch erwähnen, dass ich sehr froh und erleichtert bin, dass wir ihn wieder haben: unseren allseits geliebten und geschätzten James Alexander Malcolm MacKenzie Fraser. Und Sam liefert uns ein perfektes Portrait von Jamie, mit vielen seiner Facetten und Emotionen. Als Jamie über die Tatsache, dass Black Jack Randall (BJR) noch lebt, gelächelt hat, habe ich mich mit ihm gefreut und dabei ein paar, aber wirklich nur ein paar, Tränen verdrückt. 

Bibliothek von Versaille
Ich liebe die Außenaufnahme von Versaille, die eine Illusion und nur am Computer entstanden ist
(https://www.outlandercommunity.com/insideoutlander/video/episode204/01_video.mp4
und ich liebe die Kulisse, die die Bibliothek von Versaille darstellen soll. Das Kleid, das Claire in dieser Szene trägt, mag ich sehr und mir gefallen die türkisen Steine, die das Oberteil dekorieren, wirklich gut. Dasselbe Kleid trägt Cait auch beim Fotoshoot für das EW Magazin.(/http://www.ew.com/gallery/outlander-ew-portraits/2497708_all-crops-gallery-outlander-caitriona-balfe-and-sam-heughan-photographed-outlander-set)

Jamie ist sichtlich von Claires Anwesenheit und von der Diskussion über Babynamen abgelenkt und verliert das Schachspiel gegen Duverney. Die Babynamen-Diskussion ist süß und es ist schön mitanzusehen, wie Claire und Jamie miteinander umgehen. Offensichtlich haben sie es zum Ende der letzten Folge doch geschafft, die Kluft, die zwischen ihnen geherrscht hat, zu überwinden.
Die Babynamen-Diskussion zwischen Jamie und Claire, ob nun Lambert oder Dalhousie, kommt übrigens direkt aus dem Buch. Es ist einer dieser kleinen, liebevollen Momente, die zu Hauf in Dianas Büchern zu finden sind und die leider, in meinen Augen, in der Serie viel zu wenig Beachtung finden.

Der Comte betritt die Bibliothek und es wird in dieser gleich merklich kühler und dunkler. Wie immer ist Stanley Weber auf den Punkt: düster, bedrohlich und mysteriös.

Claire verlässt die Schachpartie, wandert ein bisschen  in der Bibliothek umher, nimmt ein Glas Wein vom Tablett und bricht Sekunden später, sich krümmend vor Schmerzen, zusammen. Jamie eilt ihr äußerst besorgt entgegen und trägt sie aus der Bibliothek. Der Comte sieht, nach Claires Zusammenbruch, sichtlich zufrieden und schadenfroh aus. Unverkennbar, dass er etwas damit zu tun hat.

Schlafzimmer von Jamie und Claire
Claire liegt in Jareds Haus im Bett und Jamie bringt ihr eine Tasse Tee. Rührend wie liebevoll er sich um seine Frau kümmert. Claire sieht zwar besser aus als noch in Versaille, scheint sich aber immer noch unwohl zu fühlen. Sie erklärt Jamie, dass sie nicht vergiftet wurde, sondern ihr nur „Bitteres Cascara“ verabreicht worden ist, das in seiner Wirkung zwar sehr krankmachend, aber nicht weiter schlimm ist. Jamie sorgt sich um das Baby, aber Claire versichert ihm, dass es dem Baby gut geht, sie aber im ersten Moment besorgt war, dass sie eine Fehlgeburt haben könnte. Wir können in dieser Minisequenz sehr gut nachempfinden, dass beide die Vorstellung, das Baby verlieren zu können, sehr ängstigt.
Jamie und Claire erörtern mögliche Täter, die für den Pseudogiftanschlag auf Claire in Frage kommen könnten und der Comte steht bei beiden ganz oben auf der Liste. Aber, obwohl Jamie und Claire auf Rache sinnen, verwerfen sie diesen Gedanken wieder. Denn eine öffentliche Anschuldigung könnte sich negativ auf ihre gesellschaftliche Stellung im Paris auswirken und somit ihr Vorhaben, den Jakobitenaufstand zu verhindern, gefährden.

Kleine Randnotiz:
Ich bin sehr froh, dass die Serie Claires „Vergiftung“ so gezeigt hat und sie nicht, wie im Buch, vor ca. zwanzig Anwesenden von Magenkrämpfen geschüttelt, die Kontrolle über ihre Darmfunktion verliert. Danke, Ron!

Jamie hat eine super Idee: eine Dinnerparty, bei der der Duke of Sandringham (DoS) und Bonnie Prince Charlie (BPC) sich das erste Mal im Leben persönlich treffen sollen und der DoS erkennen wird, dass seine Investition in den Jakobitenaufstand, mit BPC als Anführer, so wäre, als wenn er Perlen vor die Säue wirft. Claire findet die Idee so mittelprächtig, insbesondere, da der DoS Jamie garantiert BJR Überleben unter die Nase reiben wird und sie fasst einen schweren Entschluss und sagt zu Jamie: „Jack Randall ist noch am Leben.“

Ich sitze äußerst gespannt und angespannt vor dem Fernseher und halte die Luft an, weil ich schon Jamies rasende und tobende Reaktion befürchte. Und was dann passiert, schockt Claire genauso wie mich. Auf Jamies Gesicht zeichnet sich etwas ab, wofür ich keine Worte finden kann. Innerhalb von Sekunden durchläuft seine Mimik alle Gemütszustände, die man kennt: Überraschung, Wut, Trauer, zwischenzeitlich habe ich gedacht, er fängt aus lauter Verzweiflung an zu weinen und dann…Freude, ja, wirkliche, echte Freude, und Erleichterung. Für diese Mienenspiel, innerhalb von drei Sekunden eine Palette von verschiedenen Emotionen darzustellen, hat Sam Heughan, meiner Meinung nach, alle Golden Globes, Emmys und Oscars dieser Welt verdient. Sowohl Claire als auch ich haben mit allem gerechnet, nur nicht hiermit:

„Das ist eine wundervolle Neuigkeit. Wieso hast Du mir es erst jetzt erzählt. …..
Verstehst Du nicht, Sassenach, das quält mich seit Monaten. Der Gedanke, dass ich Jack Randalls Tod versäumt habe, zu wissen, dass ich ihm nicht ins Gesicht sehen konnte, während das Leben aus seinen Körper weicht, wie er seinen letzten Atemzug tut. …. Aber Du hast mir etwas gegeben, an dem ich mich festhalten kann, etwas auf das ich mich freuen kann. Das ist ein Geschenk von Dir. Ich danke Dir von Herzen.“
(Jamie Fraser)


Ich war erst über Jamies Reaktion sehr überrascht und konnte mir keinen Reim auf diesen emotionalen Wendepunkt machen, den Claires Nachricht über BJR ausgelöst hat. Aber dann habe ich es verstanden und es ist so glasklar, wie es nur sein kann.
In Dianas erstem  Buch “Feuer und Stein” gibt Claire Jamie die Möglichkeit, sich gegen BJR wortwörtlich zu wehren und so sein Trauma zu überwinden. Seine nicht vorhandene Möglichkeit sich jemals gegen BJR wehren zu können und seine Rache, für das, was er ihm angetan hat, zu bekommen, war im Buch, wie auch in der Serie, Jamies größtes Problem. Claire hat das erkannt und hat getan, was getan werden musste. Sie ist in BJR Rolle geschlüpft und so konnte Jamie im Fieber- und Opiumwahn gegen BJR kämpfen, sich wehren und den ersten Schritt in Richtung Heilung machen.
Aber in der Serie hatte Jamie diese Möglichkeit nicht und ist somit weiterhin in seinem Albtraum von Hilflosigkeit, Scham- und Schuldgefühlen, sich nicht gewehrt zu haben, gefangen. Er hat aber jetzt, durch die Neuigkeit, dass BJR noch lebt, endlich eine theoretische Möglichkeit erhalten, irgendwann gegen ihn zu kämpfen, sich zu wehren, ihm zu zeigen, dass er ihn nicht besiegt hat und letztendlich seine Rache zu bekommen. Diese Option gibt ihm das Gefühl, wieder die Kontrolle über sein Leben zu bekommen, die er nach Wentworth verloren hat.
Im Grunde ist das Ergebnis, wie Jamie sowohl im Buch als auch in der Serie sein Trauma überwindet, dasselbe, obwohl die Voraussetzungen unterschiedlich sind. Wirklich clever gelöst von Ron & Co.
Sam liefert hier eine fantastische schauspielerische Leistung ab und ich kann Jamies Freude und seinen  Enthusiasmus förmlich fühlen. Auch Claires Reaktion auf Jamies überschwängliche Freude ist sehr gut von Caitriona Balfe interpretiert. Claire war so besorgt, was BJR Überleben mit Jamie macht und wie sie es ihm sagen soll und dann so etwas. Sie kämpft mit den Tränen und lächelt vor Erleichterung. Jamie küsst sie und dann ihren Babybauch und beide strahlen vor Freude. Was für eine wundervolle Szene!

Die Szene zwischen Murtagh und Claire am nächsten Morgen ist auch großartig. Er sagt ihr, dass Jamie heute gut drauf ist, worauf sie antwortet: „Ja, ich habe ihm erzählt, dass Jack Randall am Leben ist.“ Murtaghs Augenbraue haben in dieser kleinen Sequenz den meisten Text und er und Claire gehen ihres Weges.

Bei Master Raymond
Claire trifft bei Master Raymond ein, um ihn zu ihrer „Vergiftung“ zu befragen und als er sich ahnungslos über den Urheber der Attacke gibt, ist sie relativ schnell überzeugt und besänftigt.
Meiner Meinung lässt sich Claire hier viel zu schnell überzeugen. Ich hätte gerne die Claire aus dem Buch erlebt, die wutentbrannt in die Apotheke stürmt:

»Ihr!«, sagte ich und schritt drohend auf Meister Raymond zu, der unter der schützenden Ägide seines ausgestopften Krokodils defensiv hinter seinem Werktisch hockte. »Ihr! Ihr verdammter, froschgesichtiger kleiner Wurm!«
(“Die geliehene Zeit” von Diana Gabaldon, Kapitel 16 “Des Sulfus Natur”)

Weil sich Master Raymond sorgt, dass die Spione des Königs sie beobachten könnten, führt er Claire durch eine kleine Tür in einen separaten Raum, das “Schädelkabinett, welches uns BL wohl bestens bekannt ist. Was soll ich sagen? Wieder eines dieser  faszinierenden, detailreichen und großartigen Sets und Master Raymonds Schädelkabinett ist genauso, wie ich es mir immer vorgestellt habe.
Ich liebe seine Aussage: „Ich bin fasziniert von Dingen, die nicht aus dieser Zeit stammen.“ 
und sein wissendes Lächeln. BL, die auch die Beulenbücher gelesen haben, wissen, was er meint.
Claire sorgt sich immer noch um Franks Zukunft und Master Raymond lässt die Knochen über Claires Zukunft entscheiden und was er sieht, „Sie müssen sich keine Sorgen machen. Sie werden ihn wiedersehen.“gefällt mir so gar nicht und Claire ist wirklich schockiert. Wer hat auch bemerkt, dass im Hintergrund das Frank Theme gespielt wird?
Am Ende der Szene schenkt Master Raymond Claire  einen magischen Stein, der in Gegenwart von Gift seine Farbe wechseln soll.

Bei Louise
Wir treffen Mary und Claire bei Louise an, die stolz ihre neue Kuckucksuhr präsentiert. Mary ist sehr begeistert, Claire hingegen hat so etwas schon einhundertmal gesehen. Der Großteil der Dialoge in dieser Szene sind direkt aus dem Buch. Mary wird von Louise  aus dem Zimmer geschickt, damit sie unter vier Augen mit Claire sprechen kann. Louise ist von ihrem Liebhaber schwanger und überlegt die Situation zu korrigieren und bittet Claire um ihre Hilfe.
Am Schluss beschließen sie, dass Louise ihrem Mann das Kind sozusagen unterjubelt, „Du meinst, ich soll mit meinem Mann schlafen? Mein Geliebter wäre außer sich.“, denn Claire überzeugt mit ihrem Argument: „… es kommt nur darauf an, dass das Kind bei liebenden Eltern aufwächst.“ Oh mein Gott, das aus Claire Mund zu hören, ist wirklich sehr skurill. Wer von Euch hat hier noch einen Flashback zu 201 und gibt es so etwas wie eine nachgelagerte Vorahnung.
Die Symbolik in dieser Szene finde ich auch wieder einzigartig: die Kuckucksuhr und das Kuckuckskind!

Claires und Jamies Wiedervereinigung
Claire liegt bereits im Bett als Jamie nach Hause kommt und sie küsst. Er ist augenscheinlich über ihre Anwesenheit sehr begeistert, setzt sich auf sie und beginnt sein Hemd auszuziehen, „Heute Nacht wirst Du bestimmt nicht zappeln, Sassenach.“, und ich denke nur still und heimlich: „Das wurde jetzt auch mal, nach fast dreieinhalb Folgen in dieser Staffel, Zeit.“
Dann sieht Claire eine Bisswunde auf seinem Oberschenkel. Jamie erklärt in einem miserablen und komödienhaften Versuch, dass ihn im Bordell eine Hure in den Oberschenkel gebissen hat, aber nichts weiter passiert ist. 69, Du verstehst Claire? 

Ich habe lauthals lachen müssen, denn Jamies Erklärungsversuche sind so niedlich tollpatschig und, im positiven Sinne, kindlich naiv. Sie erwecken im mir Erinnerungen an Szenen aus den Büchern, wie sich Buch Jamie auch ab und an um Kopf und Kragen redet, wenn er versucht Claire Dinge zu erklären, die für ihn glasklar sind, für sie aber nicht. In dieser Szene hätte ich mir gewünscht, dass er ihr sagt, dass die Hure ihn durch die Hose gebissen hat, denn irgendwie hinterlässt es den Eindruck, als ob er sich vorher dieser entledigt hätte.

Claire ist wirklich, wirklich wütend und ich denke zwischendurch: Oh Mann Jamie, egal, was Du jetzt sagst, Du machst es nur noch schlimmer.“ Claire hält eine sehr emotionale Rede, wie allein sie sich in den letzten Monaten gefühlt hat und man kann jeden einzelnen dieser verzweifelten und einsamen Momente in ihren Augen ablesen.
Jamie antwortet: „Ich versuche seit vielen Wochen zu Dir zurückzufinden und nicht das Gesicht dieses Mistkerls zu sehen, wenn ich Dich in meinen Armen halte. Doch seit heute Nacht kann ich mich wieder wie ein Mann fühlen.“

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Sequenz mit den Bisswunden und Jamies Erklärung dazu erst nach dem zweiten Anlauf so wirklich verstanden habe, obwohl mir als BL diese Szene bestens bekannt ist. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass erstens die Szene im Buch in einem komplett anderem Zusammenhang als in der TV Serie passiert und zweitens es mich auch im Buch mehrere ReReads gekostet hat, bis ich wirklich verstanden habe, was da bei Maison Elise mit der Prostituierte und Jamie vorgefallen ist. Und im Buch bestehen zu diesem Zeitpunkt keine emotionalen und sexuellen Beziehungsprobleme zwischen Jamie und Claire.
Als ich das erste Mal diese Episode gesehen habe, war ich emotional total auf Claires Seite. Ich hätte Jamie am liebsten an den Schultern gepackt, kräftig durchgeschüttelt und ihn mit ungläubigen Augen gefragt: „Du hast was getan, James Alexander Malcolm MacKenzie Fraser!” Aber, Gott sei Dank, sehe ich nach dem zweiten Mal, das, was Toni uns mit ihrem Drehbuch sagen wollte. Jamie hat wirklich ernsthaft erwartet, dass sich Claire genauso über seine Entdeckung freut, wie er und wahrscheinlich waren das seine Gedanken, aber er konnte sie nicht so ganz in Worte fassen, obwohl er doch sonst immer so wunderbar seine Gefühle mitteilen kann.

„Sassensach, seitdem ich weiß, dass BJR lebt und ich irgendwann meine Rache bekommen werde, fühle ich mich besser und bin nicht mehr so bedrückt. Ich habe mir dann gedacht, dass, jetzt wo es mir besser geht, bin ich vielleicht auch wieder in der Lage Dir ein vollwertiger Ehemann zu sein. Aber für diese Theorie brauchte ich erst noch einen kleinen Beweis und habe es erst bei einer anderen Frau versucht, nur für den Fall, dass die BJR Flashbacks wieder auftauchen. Ich musste das erst auf diese Weise überprüfen, denn wenn ich direkt mit dieser Theorie zu Dir gekommen wäre und wir hätten mit Mmmmmpfff angefangen und dann wären die Flashbacks wiedergekommen, wärest Du enttäuscht und traurig gewesen und ich auch. Ich hätte mich so mies und schlecht gefühlt, wie in dem Moment mit Deinem „Honeypot“. Und das wollte ich Dir und mir nicht schon wieder antun, auch weil wir uns doch gerade wieder ein bisschen besser verstehen. Bevor Du mir erzählt hast, dass BJR lebt, hatte ich null Interesse an den Prostituierten und ich konnte es auch nicht ertragen, wenn sie mich berührt haben. Aber heute Abend habe ich bemerkt, dass irgendwas anders ist. Also musste ich erst probieren ob ich Lust empfinden kann, ohne an BJR zu denken. Und ja ich kann es wieder ertragen und empfinde auch wieder Lust und ich bin direkt mit diesem Wissen zu Dir gekommen, um Dir endlich wieder ein Ehemann sein zu können. Ich schwöre, mit der namenlosen Prostituierten ist nichts passiert.“
(Jamie Fraser)

Vielleicht hätte Claire Jamie eher geglaubt und mehr Verständnis entgegengebracht, wenn er ihr es so erklärt hätte. Männer, tststs!

Aber Claire hat wenig Verständnis für Jamie und fühlt sich von ihm und in ihrer Schwangerschaft allein gelassen und sagt: „Aber dann erzähle es mir doch, verdammt. Rede mit mir, so dass ich es verstehen kann.“
Und dann kommt das, worauf Millionen von BL gewartet haben: Die Festungsansprache aus Dianas erstem Buch. Sam trifft es hier auf den Punkt und es ist wunderbar traurig und herzergreifend ihm zuzuschauen:

„Ich hatte einen Ort, tief in mir. Einen Ort, wie in jeder hat, an dem man sich zurückzieht. Eine Festung. Dort wo sich Deine Persönlichkeit befindet. Vielleicht Deine Seele, das was dich ausmacht und von allen anderen unterscheidet. Aber nach Wentworth war es, als ob meine Festung in sich zusammengebrochen wäre. Das was sich dort befand, war auf einmal bloßgestellt, freigelegt, ganz ohne Schutz, ganz ohne…und seit diesem Tag fühle ich mich so unsäglich nackt, allein und ich versuche mich, unter einem Grashalm zu verstecken.“
(Jamie Fraser)

Und bevor Claire überhaupt verarbeiten kann, was Jamie ihr da gerade gesagt hat, sagt er ihr, dass er woanders schläft und verlässt das Zimmer.

Kleine Randnotiz:
Bin mal eben weg, Nase putzen und Tränen trocknen.

Grotten-Ersatz-Szene
Claire folgt ihm nach kurzer Zeit mit dem Entschluss, ihn zu „heilen“. Jamie lässt Claire wieder in sein Leben und sie kommen endlich wieder zusammen.
Sie flüstert ihm „Komm und finde mich, Jamie. Finde uns.“ zu und ich denke, sie meint mit dem „uns“ Jamie und sich und das Baby und sich. Sie küssen sich und Jamie küsst Claires Babybauch. Wie lange wird sie sich danach gesehnt haben? Es ist so schön, sie nach all der langen Zeit endlich wieder zusammen zu sehen und zu sehen, dass Jamie endlich einen Weg gefunden hat, mit seinem Trauma umzugehen. Ich schwöre, ich bin nicht die einzige die gerade Tränen in den Augen hat.
Und vielen Dank an die Serienverantwortlichen, die uns hier einen kleinen Ersatz für die Grotte aus Band 1 geliefert haben.
Ich finde, dass das leicht bläuliche Licht und diese behagliche Abgeschiedenheit dieses Nischenbetts große Parallelen mit der Grotte aus Dianas erstem Buch aufweist.

Nach ihrer Wiedervereinigung (ha, schöne Doppeldeutigkeit) küsst Jamie Claire auf die Stirn, streichelt zärtlich ihren Babybauch und sagt: „Weißt Du noch, wie verloren ich war. … Nun glaube ich, dass Du mir vielleicht einen Verschlag errichtet hast … eine Art Dach, als Schutz vor dem Regen.“ Oh, das ist so schön und unglaublich romantisch und ich frage mich, wo verdammt nochmal meine Taschentücher sind.
Die Serienverantwortlichen an dieser Stelle zeigen, dass Outlander eine, in meinen Augen, mutige und vor allem moderne Serie ist und sich nicht, genauso wie die Bücher, am allgemeinen TV Klischee  “Krieger und Held der Serie rettet und beschützt die Dame seines Herzens” orientiert. Hier in diesem Moment rettet eine mutige und starke Frau die Seele oder auch die Identität ihres Ehemanns. Sie beschützt ihn davor in einem Strudel aus Wut, Trauer und Scham zu versinken und baut für ihn sogar einen Zufluchtsort, wo er sich zurückziehen kann, bis Jamie mit Claires Liebe, Unterstützung und Verständnis seine Festung wieder aufbauen kann, anders als sie vor Wentworth war, aber intakt und vollständig.

Nächtlicher Besuch
Der ominöse nächtliche Besucher, der diese romantische Szene im Nischenbett stört, ist kein geringerer als BPC, perückenlos und emotional ziemlich angeschlagen. Seine Geliebte hat ihm gerade den Laufpass gegeben und er musste vor dem verfrüht nach Hause kommenden Ehemann flüchten.
Claire bemerkt eine Bisswunde an seiner Hand, die von dem bissigen Haustier seiner Geliebten stammt. Sehr witzig, dass Claire die Bisswunde als, „das kommt hier wohl öfter vor“, bezeichnet und der Seitenblick, den sie Jamie zuwirft, ist einfach göttlich.
Es ist so typisch für BPC, dass er ausgerechnet den für Jamie und Claire so wichtigen Moment nach ihrer Wiedervereinigung stört. Er ist noch flegelhafter, arroganter und überheblicher als in den vorangegangenen Szenen und ich bin der Meinung, dass Andrew Gower ihn so großartig auf den Punkt spielt, dass ich ihm den verwöhnten kleinen Jungen zu jeder Zeit abnehme.

Kleine Randnotiz:
„Ihr Haustier. Jedem beißt es in die Hand, außer ihr.“ 
Denk nach Beauchamp, denk nach…
Bissiges Haustier? Louise schwanger von ihrem Geliebten? BPC Bisswunde?…
Bingo: Louise und der Prinz!

Nachdem BPC die Fraser wieder verlassen hat, besprechen Jamie und Claire, dass sie die Affäre von Louise  und BPC für ihre Zwecke nutzen wollen. Der Plan lautet wie folgt: beide werden zur Dinnerparty eingeladen, die Schwangerschaft von Louise wird enthüllt, BPC wird ausflippen, der DoS zieht seine finanzielle Unterstützung zurück und voila…Schottland ist gerettet! Wirklich ein sehr cleverer Plan den Jamie da hat, denn BPCs „gebrochenes Herz bringt ihn zu Fall“, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Claire merkt an, dass sie damit zu schlechten Menschen werden, aber Jamie relativiert das: „So wie ich das sehe, tun wir etwas Schlechte für eine gute Sache.“ Ob ich das gutheiße? Mark me, ja das tue ich, denn manchmal heiligt einfach der Zweck die Mittel.

L`Hôspital des Anges
Eine Woche ist vergangenen und das Esszimmer in Jareds Haus wird gerade für die Dinnerparty hergerichtet. Claire muss vorher aber nochmal schnell ins Hospital, verspricht Jamie aber pünktlich zurück zu sein. Das Miteinander der beiden in dieser Hofszene ist so natürlich und selbstverständlich, dass ich nur eins dazu sagen kann: Team Fraser is back!

Es folgt eine super schöne Szene, in der der allseits etwas brummelige Murtagh mit dem Frauenversteher Fergus ein Gespräch über Frauen führt. Wer versteht die Frauen wohl besser, hmmmm? Fergus ist wirklich ein sehr einfühlsamer, pfiffiger und charmanter kleiner Kerl und seine Kindheit bei Maison Elise scheint ihm nicht geschadet zu haben. Ich finde, dass Fergus charakterlich von der Serie sehr buchnah getroffen wurde. Es ist toll, dass Murtagh ihn über Suzettes Verhalten befragt, „Suzette, Miladys Zofe. Ist sie in jemanden verliebt?“ Offensichtlich geht sein Interesse über eine Bettgeschichte hinaus und ich gönne ihm sein persönliches Glück von ganzem Herzen.

Im Hospital sehen wir Claire, Mary und Mutter Hildegard, die sich um einen Mann mit einem offenen Schienbeinbruch kümmern. Marys entsetzter Blick, als sie erfährt, aus was die Handcreme hergestellt ist, mit der sie sich gerade eingecremt hat, ist einfach göttlich.
Als Claire ihre Arbeit erledigt hat und sie nach Hause zurückfahren wollen, teilt Murtagh ihnen mit, dass das Rad der Kutsche gebrochen ist  und weil Claire nicht noch später zur Dinnerparty kommen will, beschließen alle Anwesenden zu Jareds Haus zu laufen. 
Wer sich von Euch jetzt fragt, wieso das Kutschenrad gebrochen ist, dem lege ich nahe, sich das Ende der Eröffnungssequenz, in der die Hand mit dem Feuermal gezeigt wird, noch einmal anzuschauen.

Dinnerparty die Erste
Die ersten Gäste kommen und Jamie muss sie alleine empfangen, da Claire noch nicht zurück ist. Er scheint aber über ihre Verspätung nicht verärgert zu sein, so wie er es in der letzten Folge war, sondern hat dafür Verständnis, denn sie wird wohl einen guten Grund haben. Und ich sagte es ja bereits, aber ich sage es gerne erneut: Team Fraser is back!
Der DoS kommt in Begleitung seines Sekretärs und er streckt Jamie seine Hand entgegen und erwartet ernsthaft von Jamie, dass er seinen Ring küsst. Jamies Gesichtsaudsruck ist einfach unbezahlbar, so nach dem Motto: In Ordnung, wenn Du meinst, dann spiele ich dieses lächerliche Spiel mit.“
Der DoS stellt Jamie seinen Sekretär als Alexander Randall, Bruder von BJR, vor. Und liebe BL, wer hat in diesem Moment als Alex vorgestellt wird, das Jamie typische Schulterzucken erkannt, das er immer dann macht, wenn er sich sehr unwohl fühlt? Und ich schwöre, dieser süffisante Blick vom DoS untermauert meine Theorie, die ich in der Review zur Folge 202 aufgestellt habe, dass er ALLES über BJR und Jamie weiß.
Silas Hawkins, Marys Onkel, und das „Warzengesicht“, Marys Zukünftiger, kommen hinzu. BPC betritt, hochmütig wie eh und je, den Raum und Jamie stellt ihm den DoS vor.
Eine ganze Stunde vergeht, Jamie begrüßt sehr galant gefühlte einhundert Dinnergäste und schwups ist es 20:00 Uhr. Ich frage mich, wo Claire bleibt und wie weit das Hospital eigentlich von Jareds Haus entfernt ist. 
Jamie fragt sich auch, warum seine Frau sich so sehr verspätet und wirkt doch langsam etwas beunruhigt. Gott sei Dank taucht in der Originalfassung Fergus wie aus dem Nichts aus, um Jamie den Grund für Claires Verspätung mitzuteilen.

La Dame Blanche die Erste
Claire, Mary und Murtagh sind zu Fuß zu Jareds Haus unterwegs und dafür, dass Claire es gerade noch sehr eilig hatte, scheinen sie regelrecht durch die Straßen zu schlendern und es ist mittlerweile dunkel. Mary erzählt Claire, dass sie seit einiger Zeit in Alexander Randall verliebt ist und man kann in Claires Mimik die Frage, die sich ihr stellt, nicht übersehen: „Wenn Mary Alex liebt, wieso heiratet sie dann in ca. einem Jahr BJR und schenkt ihm einen Sohn?“
Ist Euch auch aufgefallen, dass Mary gar nicht stottert, wenn sie über Alex redet?
Plötzlich erscheinen aus der Dunkelheit mehrere vermummte Gestalten und schlagen Murtagh bewusstlos.

Dinnerparty die Zweite
Der DoS hat netterweise den Comte nebst Frau zur Dinnerparty der Fraser eingeladen. Ich liebe Gäste, die eigenmächtig noch andere Leute zu einer Party mitbringen – Jamie augenscheinlich auch, besonders, da der ungebetene Partygast kein geringer ist, als der Typ, der noch vor einer guten Wochen versucht hat, seine Frau zu vergiften. 
Aber eins muss man dem Comte wirklich lassen, er hat sich für die Dinnerparty im Hause Fraser wirklich herausgeputzt. (Auf Terrys Blog findet ihr viele wundervolle und detailreiche Bilder zum Outfit vom Comte: http://www.terrydresbach.com/details-st-germain-dinner-party/)

La Dame Blanche die Zweite
Einer der Angreifer vergewaltigt Mary und der andere versucht Claire zu überwältigen und reißt ihr die Kapuze vom Kopf. Als er Claire erkennt, hält er inne und ruft: „Mein Gott! Lauft! Es ist La Dame Blanche !“ 
Man beachte das Feuermal auf der Hand von einem der Angreifer. Es ist dasselbe, das auch schon im Vorspann zu sehen ist.

Kleine Randnotiz:
Der Überfall und Marys Vergewaltigung sind sehr nah an der Handlung des Buches verfilmt worden und ich finde es gut, dass diese kurz und knapp gehalten und nicht künstlich fürs TV aufgebauscht wurde. Auch an dieser Stelle bleiben Ron & Co. sich treu.

Dinnerparty die Dritte
Letztendlich erreichen auch Louise und ihr Ehemann die Party und Jamie stellt beide BPC vor, dessen Handkuss wohl als der längste Handkuss in die Geschichte des Films eingehen wird, so dass es nicht nur für Louise peinlich wird.
Magnus, einer der Diener,  informiert Jamie, dass Claire und die Dinnerparty in Gefahr sind. Jamie macht sich unauffällig aus dem Staub und trifft im Hof auf Claire und Murtagh, der die bewusstlose Mary trägt. Nur Augenblicke später taucht Alex auf, der sehr um Mary besorgt ist.
Jamies einzige Sorge gilt Claire und dem Baby, aber Claire versichert ihm, dass es ihr und dem Baby gut geht und Murtagh und sie fassen kurz den Überfall zusammen. Jamie will sich auf den Weg machen, um die Angreifer zu finden, aber Claire interveniert und sagt, dass sie an ihrem Plan und der Dinnerparty festhalten müssen.

Kleine Randnotiz:
Wie zärtlich und liebevoll sich Suzette um Murtagh kümmert, der sichtlich niedergeschlagen ist, da er die Frauen nicht beschützen konnte. Wirklich gut gespielt von Duncan Lacroix.

Mary wird ins Bett gebracht und Alex erhält den Auftrag auf sie aufzupassen, weil Claire sich fürs Dinner umziehen muss. Jamie spricht sich gegen ihre Idee aus, die Polizei zu alarmieren, denn wenn irgendjemand mitbekommen würde, dass Mary keine Jungfrau mehr ist, dann ist ihr guter Ruf hin, Vergewaltigung hin oder her. Claire schluckt diese bittere Pille und ergibt sich den Konventionen des 18. Jahrhunderts.
Jamie erwähnt, dass der Comte anwesend ist und Claire gerät sichtlich in Panik. Sie stählt sich mental, „Tief durchatmen. Also gut, dann wollen wir mal.“, setzt ihr Pokerface auf und erscheint auf der Dinnerparty, als wäre  nichts geschehen. Hut ab vor soviel Selbstbeherrschung, Claire.

Dinnerparty die Vierte
Claire nimmt wohl an der besten Dinnerparty des Jahrhunderts, mit den weltschlimmsten Tischgästen teil, rechts und links von ihr das Ehepaar Comte und dann noch Sandringham, der mit seinen schlechten Witzen, die ganze Party zu sprengen droht. BPC und der DoS werden an diesem Abend wohl keine beste Freude mehr.
Claire wirft Jamie über den Tisch einen Blick zu und……boom….Jamie lässt die Babybombe platzen. Mark me, im ersten Moment dachte ich, dass sich BPC an seinem Wein verschluckt und ausflippt, aber er hat sich besser im Griff als gedacht und gratuliert den werdenden Eltern.
Ich liebe den Seitenhieb, dem er dem Mann von Louise erteilt: „Ja, ich glaube, sie sind ein Mann der wirklich im Dunkeln gelassen wird.“
Claire wirft indessen ein paar spitze Bemerkung in Bezug auf ihren neuen Anhänger, den magische Giftdetektor von Raymond, in Richtung Comte und was er antwortet ist einfach göttlich: „Wenn die Dame Angst vor dem Essen hat, welches in ihrem eigenem Hause zubereitet wird, sollten wir vielleicht alle so einen Stein tragen.“ Und Claires Antwort ist noch besser: „Vielleicht sollten SIE das.“

Kleine Randnotiz:
Mal Hand aufs Herz, also ich habe diese Dinnerparty genossen, sie hatte alles was man braucht, vor allem viel Witz und Esprit, tolle Gäste, eine großartige Ironie und so viele unterschwellige Sticheleien.

Das Beste kommt zum Schluss
Es ist schön, Mary und Alex zusammen zu sehen, auch wenn die Umstände eher schlecht sind und wie fürsorglich er sich um sie kümmert und sie nach der Vergewaltigung nicht im Stich lässt, sondern ihr noch seine Liebe gesteht. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dieser sanfte, verständnisvolle und liebende Mann den größten und widerwärtigsten Sadisten auf Erden zum Bruder hat.
Mary wird wach, erkennt aber nicht, dass es Alex ist, der an ihrem Bett sitzt, gerät in Panik und rennt aus dem Raum. Alex verfolgt sie, um sie wieder ins Bett zu bringen, sie fallen auf den Boden, er über ihr liegend und die anwesenden Gäste, durch Marys Geschrei aufgeschreckt, eilen ins Wohnzimmer und finden den armen Alex auf der sich wehrenden und kreischenden Mary. Die Gemüter sind erhitzt, Silas Hawkins beschuldigt Alex Mary zu vergewaltigen und binnen Sekunden bricht im wahrsten Sinne das Chaos aus. 
Während Jamie und Murtagh sich prügeln, macht sich der DoS aus dem Staub und ich glaube sein „Und ich habe mich so auf das Dessert gefreut. … Es wird wohl etwas später serviert.“  ist einer der besten Sätze dieser Episode. Es sieht so aus, als ob der Comte und BPC Freundschaft geschlossen haben.

Das Ende der Dinnerparty hat alle Pläne und Taktikten, die Jamie und Claire sich zurechtgelegt haben, wie eine Seifenblase zerplatzen lässt. Wenigstens Fergus hat noch etwas vom Abend und macht es sich an der verlassenen Festtafel genüsslich gemütlich. Bon Appetit!

Kleine Randnotiz:
Wer liebt es nicht Jamie kämpfen zu sehen? 
Murtaghs Gesichtsausdruck, als er den Raum betritt und sich ins Getümmel stürzt, war toll, so wild, entschlossen und erfreut, endlich mal wieder seinem Highlander Gemüt freien Lauf zu lassen. Als er seinen Dolch zieht, gibt Jamie ihn diesen das-ist-sehr-nett-von-Dir-aber-nicht-der-richtige-Ort-Blick und Murtagh benutzt stattdessen seine Fäuste. Aber irgendwie kann ich diese Szene nicht kaufen. Das sieht mir alles ein bisschen zu sehr einstudiert aus und erinnert mich ein wenig an Prügeleien in alten Wild West Filmen. Da habe ich schon bessere Schlägereien in dieser Serie gesehen, wie zum Beispiel die Wirtshausschlägerei in 105 oder der nächtliche Überfall in 108.
Ron hat im Podcast zu dieser Folge, zu der doch eher flapsig wirkenden Prügelszene gesagt, dass sie absichtlich so ausgefallen ist, um zu zeigen, dass Jamie und Murtagh die Schlägerei nicht wirklich ernst nehmen, da sie ansonsten die französischen Dinnergäste mindestens schwer verletzt hätten, wenn nicht sogar Schlimmeres passiert wäre.


Zusammen mit Jamie und Claire hoffe ich, dass sich ihre gerade wiedergefundene Zweisamkeit in der nächsten Folge weiter nach vorne entwickeln kann und wird und dass wir Antworten auf einige Fragen erhalten werden.
Was wird die Konsequenz aus Marys Vergewaltigung und der Prügelei sein? Was hat es mit „La Dame Blanche“ auf sich? Wer ist für den Überfall verantwortlich? Was bezweckt der Comte mit einer Verbindung zu BPC?
Ja, ich weiß, dass ich als BL alle Antworten auf die Fragen kenne. Trotzdem bin ich immer wieder gespannt, wie die Plots in der Serie eingebaut und umgesetzt werden.

@ Yvonne Pirch 01.05.2016 / 14.09.2016
@ Foto von Lady Dagmar of Lochaber 


Inside the World of Outlander Folge 204:
 https://www.starz.com/video/ff7d8742f3ab44ddb55abcaaced3376d

Behind The Scences (Drehbuch, Videos, etc.) Folge 204:
 http://www.outlandercommunity.com/index.php?f=insideoutlander&s=204

Podcast Ron D. Moore Folge 204:
http://assets.starz.com/stzcom/outlander/204_Podcast.mp3

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