Review Folge 213 Die geliehene Zeit (Dragonfly in Amber)

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Episode 213
Die geliehene Zeit
(Dragonfly in Amber)

Drehbuch: Toni Graphia und Matthew B. Roberts
Regie: Philip John

„Herr, du gabst mir eine einzigartige Frau.
Und Gott, ich habe sie von Herzen geliebt.“
(Jamie Fraser)

 

ACHTUNG: Der folgende Text enthält Spoiler. Nicht nur Spoiler zur Serie und der aktuellen Folge, sondern auch zu Diana Gabaldons Büchern, die bis zum heutigen Datum erschienen sind.

 

Es waren die schnellsten neunzig Minuten in der TV Geschichte! Diese Episode war großartig, spektakulär, atemberaubend, herzergreifend, rührend, um es kurz zu machen eine emotionale Achterbahnfahrt. Sie hat meine Erwartungen übertroffen und hat (fast) jeden meiner Wünsche erfüllt. Ein großer Wunsch meinerseits war, möglichst viele Dialoge aus der Abschiedsszene aus dem Buch zu bekommen und bis auf eine Buchstelle habe ich das bekommen, was ich mir gewünscht habe. Ich bin immer noch von der Tatsache fasziniert, wie Matt und Toni die beiden Handlungsstränge miteinander verwoben und nahtlos in Einklang gebracht haben: eins-zwei-eins-zwei, wie die Schläge eines Herzens. Sowohl der deutsche Episodentitel „Die geliehene Zeit“ als auch der Englische „Dragonfly in Amber“ hätte für diese Folge nicht treffender sein können. Zum einen ist es in meinen Augen eine Hommage an Diana als Autorin und an ihr zweites Buch, denn ohne ihr Können hätten wir niemals diese tollen Bücher lesen und diese wunderschöne Buchverfilmung sehen können. Zum anderen treffen beide Episodentitel den inhaltlichen Kern dieser Folge auf den Punkt.
Es ist ein Geschenk zu sehen, wie Matt und Toni uns zeigen, wie Verlust und Trauer und Hoffnung und Liebe trotz der zweihundert Jahre Zeitunterschied so eng miteinander verwoben, so fest verankert und so unveränderlich sind, wie eine „Dragonfly in Amber“ (dt. Libelle in Berstein). Auch kann man das Symbol der „Dragonlfy in Amber“ auf Claires gesamtes Leben der vergangenen zwanzig Jahre beziehen, denn es ist genau das eingetreten, was sie zu Jamie in Folge 209 gesagt hat: Wenn ich nach Hause gehe, dann ist es, als würde ich wieder in diesem Graben liegen, hilflos und unfähig mich zu bewegen, wie eine Libelle in Bernstein.“  Claires Wenn ich nach Hause gehe,bezieht sich zwar darauf, dass Jamie sie nach Lallybroch schicken möchte, aber für mich ist es ein tolles Bild für ihr Zurückgehen ins 20. Jahrhundert. Ich denke, dass sie sich in den vergangenen zwanzig Jahren ohne Jamie sehr oft hilflos, kraftlos und vor allem alleine gefühlt hat.

Es ist wirklich erstaunlich, wie es die Serienverantwortlichen geschafft haben, wirklich alles, was an Buchmaterial noch gefehlt hat, in diesen – Starz sei Dank- neunzig Minuten zu zeigen.
Inhaltlich war es eine Menge Material, was noch verarbeitet werden musste. Um genau zu sein, waren es noch 83 Seiten der Handlung aus dem verbleibenden Buch und die ersten 82 Seiten zum Anfang des Buches, die noch nicht gezeigt wurden, da die erste Folge der Serie ja nicht, wie im Buch, mit Claire und Brianna 1968 beginnt, sondern mit Frank und Claire 1948.
Die Rahmenhandlung ist dieselbe wie im Buch, die einzelnen Szenen sind anders und teilweise inhaltlich auch stark abgeändert, aber sie haben alle Handlungsstränge von Punkt A nach Punkt B gebracht und die Essenz der Handlung aus dem Buch beibehalten und sind dieser, bis auf wenige Ausnahmen, treu geblieben. Wie zwei Straßen mit dem selben Start- und Zielpunkt, die aber parallel zueinander verlaufen. Je nachdem, welchen Weg man nimmt, sieht man am Straßenrand andere Dinge, kommt aber trotzdem immer am selben Ziel an.
Matt und Toni haben viele Buchdialoge eins zu eins übernommen, vor allem in den Szenen mit Jamie und Claire. Ich finde, dass sie Dianas Worte wunderbar mit ihren eigenen verwoben haben, so dass, wenn ich nicht die Buchdialoge fast auswendig könnte (Okay, ich gebe es zu, einige kenne ich auswendig), ich nicht hätte unterscheiden können, was Buch und was Drehbuch ist. Daneben haben sie in ihrer Folge eine Vielzahl von kleinen Brotkrumen versteckt, die sich auf Sachverhalte oder Dialoge aus den letzten 28 Folgen beziehen. Die Brotkrumen, die Claire noch in Folge 211 fehlten, finden wir jetzt hier zu Hauf.
Die ständigen Wechsel von 1968 zu 1746 waren sehr effektiv und haben für mich die Spannung, vor allem im 1746er Part, aufrecht erhalten. Die Zeiteinblendungen haben das Gefühl der Eile, der Unabdingbarkeit und der ablaufenden Zeit gegen den Punkt Null, den die Schlacht von Culloden, die laut Historikern an diesem April 1746 mit der ersten abgefeuerten Kanone auf Seiten der Jakobiten um 12:30 Uhr begonnen hat, sehr gut untermalt. Auch wurde, durch die Einblendung der Uhrzeit, die Unumgänglichkeit für das Ende am Craigh na Dun, auf das Jamie sich selbst und uns schon seit Folge 205 vorbereitet, effektiv hervorgehoben.

Bear McCreary hat in dieser Folge mal wieder sein Feingespür für die musikalische Untermalung der Handlung bewiesen. Ich mag die Mischung aus traditioneller schottischer Instrumentalmusik und moderner Popmusik. Wenn man sich den Text des Songs „Reach out, I`ll be there“ von Four Tops, der in der Szene, wo Brianna das erste Mal Gillian begegnet, gespielt wird und den des Liedes aus dem Abspann „Time has come today“ von The Chambers Brothers anschaut, dann denke ich, dass ich nicht übertreibe, wenn ich sage, dass seine Musik, so wie auch die Kostüme und die Sets, ihre eigene Geschichte erzählt.

Für alle BL, die in den Social Medias so oft die angeblich fehlende Verbindung und auch die fehlende Intimität zwischen Jamie und Claire bemängelt haben und die darüber diskutiert haben, ob auch NBL es nachvollziehen können, dass Claire nicht einfach so zu Frank zurückgehen und dort weiter machen kann, wo sie vor drei Jahren aufgehört hat, dürfte nach dieser Folge wohl klar sein, dass die Verbindung und die Liebe zwischen Jamie und Claire etwas Einzigartiges ist. Etwas, das einem, wenn überhaupt, nur einmal im Leben passiert. Sie sind Seelenverwandte, die das Universum oder eine höhere Macht füreinander bestimmt und die der Zufall oder das Schicksal zusammengebracht hat. Für mich persönlich war diese Verbindung schon in der gesamten Staffel vorhanden. Wenn man zwischen den Zeilen liest und mal hinter die Kulissen schaut, dann gibt es kleine Berührungen, kleine Gesten, kleine Blicke und viele kleine Momente, in denen diese besondere Liebe von Jamie und Claire zueinander zu sehen ist, wie zum Beispiel in der Fußstreichel-Szene, in der Apostel-Löffel-Szene, in der Szene, in der Claire Jamie von ihren Erlebnissen im zweiten Weltkrieg erzählt, in der Szene, in der Jamie das Gebet für Claire spricht und, und, und.

Sam und Cait waren in dieser Folge wieder auf den Punkt und haben beide eine außerordentliche und herausragende Leistung gezeigt. Sam hat mir in dieser Episode am besten in der Szene am Craigh na Dun gefallen, seine „Rare-Woman“ Rede und der Tanz mit Cait am Steinkreis waren so überzeugend, so Jamie-like, ich weiß nicht, was ich noch anderes sagen soll. Außer, dass ich immer wieder von der Tatsache fasziniert bin, welche Palette an Emotionen dieser Mann nur durch seine Mimik, seine Wangenknochen, seinen Adamsapfel und seine Augen ausdrücken kann, ohne ein einziges Wort zu sagen. Cait hat mich insbesondere in Lallybroch und in der Szene auf dem Culloden Moor emotional abgeholt. Auf ihre überaus herausragenden Leistungen in Bezug auf ihren Alterungsprozess gehe ich später noch einmal ein.

Ich habe mir im Vorfeld schon große Sorgen gemacht, wie ich wohl auf die Szene am Craigh na Dun reagieren werde, denn im Buch bringt mich diese Stelle JEDES EINZELNE MAL, wenn ich sie lese, an den Rand der Verzweiflung und löst mich in Tränen auf. Und seit Wentworth weiß ich, dass es schlimmer ist, etwas zu sehen, als es zu lesen. Von daher war ich auf das Schlimmste vorbereitet. Keine Frage, die Szene am Craigh na Dun hat mir fast das Herz gebrochen und sie war wirklich schwer zu ertragen. Je öfter ich diese Szene gucke, desto trauriger finde ich sie, aber komischerweise habe ich am emotionalsten auf die Szene mit Claire in Lallybroch und auf dem Culloden Moor reagiert. Das war wirklich schlimm mit anzusehen und auch jetzt, wo ich dieses Szenen zum Schreiben vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, stehen mir Tränen in den Augen. Meine Erklärung dafür ist ganz einfach: die Trennung zu sehen und nachzuempfinden ist schon schlimm, aber mir bricht es wirklich das Herz, wenn ich sehe, was diese Trennung aus Claire (und natürlich auch aus Jamie) gemacht hat, wie einsam und unvollständig sie ohne Jamie ist, wie verloren und verzweifelt, wie Kummer und Schmerz ihr die letzten zwanzig Jahre über zugesetzt haben. Wenn ich mir vorstelle, dass ich so ein Leben leben sollte, dann kann ich verstehen, dass Claires erste Sätze in 201 „Ich wünschte, ich wäre tot. Und hätte ich meine Augen geschlossen gehalten, hätte ich fast den Rand des Vergessens berühren können.” sind.

Um in meiner Review nicht ständig zwischen den Zeiten hin und her springen zu müssen, habe ich mich dazu entschieden, die einzelnen Erzählstränge
* Roger und Brianna auf der Suche nach der Wahrheit
* Claire auf der Suche nach ihren Geister
* Jamie und Claire 1746
* Claire auf der Suche nach Gillian
in größere Abschnitte zusammenzufassen, um so den Überblick zu behalten.

Die Titelkarte und die Anfangsszene dieser Folge ist eine Sequenz aus der bekannten amerikanischen TV Serie „The Avengers“, bei uns besser bekannt unter dem Titel „Mit Schirm, Charme und Melone“.
Die Episode startet mit der Trauerfeier von Reverend Wakefield. In dieser Szene gibt es so viel Neues zu entdecken, viele Dinge, auf die ich schon seit dem Staffelstart hingefiebert habe und über die in meiner Outlander-Gruppe oft spekuliert wurde: Wie mag Claire mit 50 Jahren aussehen? Wie ist Roger? Wie verhält sich Brianna? Ich kann gar nichts anderes sagen, als, dass meine Erwartungen in allen Bereichen fast zu 100% erfüllt worden sind.

Claire:
Zu Claires Alterungsprozess kann ich nur eins sagen: brilliant umgesetzt, sowohl vom Hair- und Make-Up Department, als oder auch insbesondere von Cait. Die Alterung im Gesicht ist gar nicht so signifikant, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine zeitgemäße Frisur, ein bisschen Lidschatten, Eyeliner, Lippenstift und die grauen Strähnen sind alles, was ich an veränderten Äußerlichkeiten bemerkt habe. Ich denke, allein das Augen-Make-Up lässt Claire schon etwas älter aussehen, denn in ihrer Zeit, im 18. Jahrhundert, trägt sie kein Make Up. Es ist für eine Frau in den Highlands auch eher ungewöhnlich, dass sie morgens, bevor sie die Bannocks im Ofen bäckt, erst einmal ihr Tages-Make-Up auflegt. Die grauen Strähnen vorne an den Schläfen finde ich persönlich nicht so gut gelungen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sie ein paar silberne Reflexe im Haar gehabt hätte und nicht zwei dicke Blocksträhnchen. Aber das ist jetzt wirklich Nitpicking!
In meinen Augen vollzieht sich die eigentliche Alterung durch Caits Schauspiel. Ihre Stimmlage und die Stimme an sich ist tiefer, tragender und ihre ganze Körperhaltung ist steifer und strenger als zu Jamies Zeiten. Man sieht ihr das Schicksal der letzten zwanzig Jahre an und ich finde, dass auch ihre Augen trauriger sind, als zu der Zeit, als sie noch bei Jamie war. Claire bewegt sich, wie eine Frau es in ihrem Alter machen würde, sie strahlt Reife, mütterliche Liebe und Sorge aus. Hochachtung vor Cait schauspielerischen Fähigkeiten, denn ich denke, dass es gar nicht so einfach ist, einen Charakter hauptsächlich durch Stimme und Körperhaltung altern zu lassen.

Roger:
Richard Rankin hat in meinen Augen einen großartigen Job als Roger Wakefield gemacht. Er sieht irgendwie so gar nicht wie mein Buch Roger aus, aber er hat mich in der ersten Sekunde seines Auftrittes überzeugt, als er mit Tränen in den Augen auf den Fernseher starrt. Im Laufe der Folge, vor allem durch seine sanften Gesten Brianna gegenüber, seine witzigen Sprüche und seiner manchmal auch unfreiwilligen Komik, hat er sich direkt in mein Herz gespielt. Ich liebe Riks schottischen Akzent, seine sanfte, melodische Stimme und singen kann er auch. Was will frau mehr?
Ich freue mich schon auf viele wunderschöne und auch emotionale Szenen aus Band 3 und Band 4 mit ihm. Er wird Roger rocken, so wie Sam Jamie rockt, da bin ich mir ganz sicher.

Brianna:
Sophie Skelton hat mir als Brianna sehr gut gefallen, aber mich noch nicht zu einhundert Prozent überzeugt. Ich glaube, dass sie, genau wie Cait zu Beginn von Staffel 1, vielleicht noch ein oder zwei Folgen braucht, bis sie ihre Brianna gefunden hat.  Aber ich finde, dass die Chemie zwischen ihr und Rik stimmt und das ist die Grundvoraussetzung für viele tolle Szenen zwischen Roger und Brianna. Sie entspricht teilweise nicht der Beschreibung im Buch, weil sie zu klein ist und keine blaue Augen hat, aber solche Äußerlichkeiten kümmern mich nicht, denn ansonsten sieht sie mit ihren roten Haaren schon sehr wie meine Brianna aus. Ich hätte mir ihr Haar nur etwas lockiger gewünscht.

Trotz ihrer begrenzten Screen Zeit haben sowohl Rik als auch Sophie uns schon wichtige Charaktereigenschaften von Roger und Brianna gezeigt. Die Grundsteine für Staffel 3 und 4 sind gelegt und ich bin so gespannt, wie sich die beiden zusammen entwickeln werden.
Welcome to Clan Outlander, Rik und Sophie!!

Inverness 1968
Der erste Blick auf Claire, die sich im Hintergrund der Trauergäste aufhält, sagt mir alles, was ich wissen muss. Diese Frau hat in den letzten zwei Jahrzehnten mehr Leid und Kummer ertragen müssen, als ein Mensch ertragen kann und sollte. Schaut Euch ihre Augen an, sie sind so unendlich traurig und ich denke, dass sie in den vergangenen zwanzig Jahren oft so geschaut hat, wenn sie sich unbeobachtet gefühlt hat. Cait hat mich emotional schon mit dieser Minisequenz von 10 Sekunden abgeholt und ich bin bereits voll im Claire-ich-kann-Deinen-Schmerz-Deine-Einsamkeit-und-Deine-Leere-der-letzten-20-Jahre-nachempfinden-Empathiemodus gefangen.
„Mrs. Graham hatte mich gewarnt, nicht zu versuchen, einem Geist hinterherzujagen und das tat ich auch nicht. Aber jetzt, da ich hier war, fingen die Geister an, mir hinterherzujagen.“ und genauso sieht sie aus, nur dass ich denke, dass die Geister sie nicht nur hier in Schottland verfolgt haben, sondern sie schon fast ihr halbes Leben begleiten und sie nur, da sie jetzt in Schottland ist und so viele Erinnerungen auf sie einstürmen, diese Geister nicht mehr verdrängen kann. Im Hintergrund wird instrumental das Craigh na Dun Theme gespielt und unterstreicht die melancholische Stimmung dieser kurzen Sequenz.
Wir erfahren, dass die Randalls bei Verwandten in London waren, als sie vom Tod des Reverends erfahren haben und Claire und Brianna nur nach Inverness gekommen sind, damit Claire dem Reverend die letzte Ehre erweisen kann. Ich frag mich bei dieser Szene, wie Claire ohne Handy, WhatsApp oder Internet überhaupt vom Tod des Reverends erfahren hat? Ich stufe das einfach mal als künstlerische Freiheit oder als einen dieser vielen gabaldonischen Zufälle ein. Vielleicht hat Claire in London auf einer Parkbank eine Zeitung aus Inverness gefunden, in der die Todesanzeige des Reverend war? Man weiß es nicht und es wird immer ein Geheimnis von Ron, Toni und Matt bleiben. Roger lädt die beiden ein, noch ein paar Tage zu bleiben, damit sich Brianna die Highlands ansehen kann.
Rogers Blick, wenn er Brianna das erste Mal sieht und sein fast unmöglicher Versuch zu ihr zu kommen, ist wundervoll von Rik umgesetzt worden. In dieser Szene hat ausnahmsweise nicht Murtagh den besten Satz sondern Brianna: „Brianna. … Die Tochter.“

 

Was mir an dieser Anfangsszene nicht gefällt, ist, dass sie impliziert, dass Claire niemals, so wie im Buch, vorgehabt hat, Brianna die Wahrheit über Jamie zu erzählen. Im Buch ist sie mit der Absicht nach Schottland gekommen, um mit Hilfe von Roger das Schicksal der Männer aus Lallybroch zu klären und Brianna über Jamie aufzuklären. Hier in der Serie ist der gesamte Plot über Jamies Vaterschaft eher einem Zufall, einem Unfall zu verdanken. Versteht mich nicht falsch, ich bin von den Handlungssträngen und Ereignissen, die dazu führen, dass Brianna erfährt, dass Frank nicht ihr leiblicher Vater ist, vollends überzeugt, sie passen nahtlos aneinander und funktionieren in dieser Folge wunderbar. Nur hätte ich mir gewünscht, dass TV Claire die Notwendigkeit sieht, dass Brianna von Jamie erfahren muss.

Kleine Randnotiz:
Bis jetzt war ich, bis auf Lord John, immer mit dem Cast einverstanden. Aber was ist denn mit Fiona passiert? Sie war im Buch nie ein kleines, graues, verhuschtes Mäuschen, sondern ich habe sie mir eher immer etwas burschikoser und forscher vorgestellt, mit Dauerwelle und Körbchengröße C-D. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass dieses graue Mäuschen vor der Badezimmertür steht, wenn Roger in der Badewanne liegt und ihm Handtücher und weiß Gott noch was reinbringen möchte? Ich nicht! Die TV Fiona würde eher im Erdboden versinken und vor Scham rot anlaufen, als einen Gedanken an den nackten Roger zu verschwenden. Aber ich denke, dass sie und Young Simon ein wunderbares Paar abgeben würden.

Die Bibliothek des Reverend habe ich mir immer genauso chaotisch und mit Büchern und Kartons vollgestopft vorgestellt. Schade nur, dass es die tolle Pinnwand aus dem Buch nicht in die Szene geschafft hat. Claire erfährt, dass Rogers Eltern, Jerry and Marjorie MacKenzie, im zweiten Weltkrieg gestorben sind und der Reverend ihn adoptiert hat. ClairesMacKenzie. Ich kannte eine Menge MacKenzies… Vor langer, langer Zeit.“ ist der erste Brotkrumen in dieser Episode und stimmt mich auf das ein, was noch kommen wird. Roger fragt Claire, wie man sich von der Person, die man am meisten liebt, verabschieden soll und meint damit seinen Vater, den Reverend. Claires Antwort bezieht sich nicht auf den Tod des Reverend oder auf den von Frank, sondern wir alle wissen, dass sie in dem Moment an Jamie denkt und in Bezug auf das, was nachher am Clan Fraser Gedenkstein auf dem Culloden Moor passiert, bekommt ihre Antwort noch einmal ein ganz anderes Gewicht.
„Die Wahrheit ist, ich war nie besonders gut darin, Abschied zu nehmen. Was am meisten schmerzt, ist, egal ob man Abschied nehmen will oder nicht, sie sind nicht mehr da und man muss ohne sie weiterleben, weil es das ist, was sie von dir erwarten.“ Jamie wollte, dass Claire und das Baby weiterleben, dass sie ihn gehen lässt, aber sie hat es bis zum heutigen Tag, auch zwanzig Jahre nach ihrem Abschied am Craigh na Dun, nicht geschafft. Manchmal kann man einfach nur weitermachen, jeden Tag aufs Neue aufstehen, einen Schritt vor den anderen setzen und hoffen, dass es irgendwann besser wird und die Toten einen nicht mehr verfolgen, sondern nur noch begleiten werden. Mal klappt es und mal klappt es nicht, so wie bei Claire, die immer noch jeden Morgen aufsteht, einen Schritt vor den anderen setzt und auf den Tag wartet, an dem sie sich nicht mehr wie ein halber Mensch fühlen wird.

Claire geht in das Gästezimmer und betrachtet die schlafende Brianna. „Gott, du bist ihm so ähnlich.“ und sowohl die musikalische Untermalung mit dem Jamie und Claire Theme als auch die filmische Überleitung von Briannas zu Jamies Hinterkopf finde ich wirklich sehr gut gelungen.

Culloden House 16. April 1746
07:23 Uhr
Jamie und der Rest der Jakobitenarmee sind gerade vom gescheiterten nächtlichen Überfall auf das Lager von Cumberland in Nairn zurückgekommen. Jamies Anblick ist stellvertretend für die gesamte Situation der Jakobiten: zu Tode erschöpft, hungrig, ausgemergelt, übernächtigt und demoralisiert. Er trifft auf BPC und sein letzter Auftritt in dieser Staffel zeigt ihn genauso selbstherrlich, egozentrisch und unfähig, wie schon in der gesamten Staffel und „Your Royal Highny“ wird zum Schluss noch biblisch melodramatisch. Sein letztes Mark me wird wohl unerfüllt bleiben, denn er wird aus Jamie keinen Apostel Thomas und keinen Überzeugten machen, denn Jamie wird leider recht behalten „Ich sage Euch, die Armee ist heute nicht bereit für die Schlacht. Wir müssen uns an einen sicheren Ort zurückziehen, bevor die Briten ihren Vorteil erkennen und uns alle vernichten.Die Jakobitenarmee und die Clans werden in gut 5 1/2 Stunden nicht mehr existieren und BPC wird, seines Charakters entsprechend, wie ein Feigling nach verlorener Schlacht fliehen. Ich verabscheue ihn für seine Überheblichkeit zutiefst und bin froh, dass Claire noch ein Ass im Ärmel hat.

07:36 Uhr
Claire und Jamie befinden sich alleine in einem Raum im Culloden House und Claire macht Jamie den Vorschlag, BPC mit Yellow Jasmin zu töten, denn sie geht davon aus, dass, wenn BPC jetzt stirbt, die Schlacht nicht stattfinden wird. Nebenbei erfährt Jamie, dass Claire dieses Gift auch Colum gegeben hat, weil dieser sie darum gebeten hat, um in Frieden sterben zu können.

08:17 Uhr
Jamie ist, genau wie im Buch, von der Idee eher erschüttert, als überzeugt, aber ist bereit, diese Möglichkeit mit Claire durchzusprechen und er sagt, dass sie einen kaltblütigen Mord begehen. Und in diesem Fall bin ich ganz bei Claire, denn, wie schon in Paris, heiligt der Zweck manchmal die Mittel und ich hätte dieser Ausgeburt an Überheblichkeit und Selbstverherrlichung schon viel eher das Licht ausgeknipst oder Murtagh geholt, denn er kann so schön mit einer Axt umgehen. Die Frage, ob Jamie und Claire sich für den Mord oder sollte ich besser Tötung aus Notwehr sagen, entschieden hätten oder nicht, bleibt in der Serie offen, was mich ein bisschen nachdenklich stimmt. Da fand ich die Variante im Buch besser, denn dort sprechen beide zwar, wie in der Serie auch, die Möglichkeit durch, BPC zu töten, aber am Ende entscheiden sie sich bewusst dagegen. Bevor sie also endgültig die Frage klären können, werden sie von einem vor Wut rasendem Dougal, der schon eine Zeit lang an der Tür steht und lauscht, unterbrochen „Du undankbarer Sohn eines Bastards. Du verfluchte Hexe, du Hure.“

08:18 Uhr
Jamie versucht alles, um Dougal zu beruhigen und bittet ihn zuzuhören, doch er ist von seinem Hass und Jamies Verrat so geblendet, dass er nicht zuhören kann und will. Er beschimpft Jamie als Verräter an allen und an Schottland. Dougal will Jamie töten, aber Jamie versucht immer noch, die ganze Situation durch Reden zu beruhigen. An dieser Stelle zeigt sich, wie recht Colum hatte, Jamie und nicht Dougal zu Hamishs Vormund zu ernennen, denn Dougal ist einfach in emotional stressigen Situationen unberechenbar und vor allem denkt er nicht mehr nach, sondern lässt seinen Gefühlen unkontrolliert freien Lauf. Und so kommt es zu der körperlichen Auseinandersetzung, die Jamie nicht haben will und an deren Ende Dougal sterben wird. Nach einem harten Kampf, in dem Dougal Jamie an der Hand verletzt, liegt Dougal auf dem Boden und Jamie hat für einen Augenblick die Oberhand. Er zögert, als der Dolch über Dougals Brustkasten schwebt und Claire sieht sein Zögern und kommt hinzu. Sie stützt sich auf Jamies Schulter und es ist letztendlich ihr Gewicht, das den Dolch in Dougals Brustkorb schiebt. Jamie kann Dougal in dem Moment, in dem er ihm zusammen mit Claire ersticht, nicht ins Gesicht schauen und er sieht extremst geschockt und schuldbewusst aus. Wer kann es ihm verdenken? Es ist sein Onkel, der ihn für eine Weile großgezogen hat, der ihm gezeigt hat, wie man kämpft und Shinty spielt und den er trotz aller Differenzen und Schwierigkeiten aufrichtig liebt und respektiert, den er gerade aus Notwehr getötet hat. Sein verzweifeltes „Du hast mir keine Wahl gelassen. Es tut mir so leid, Onkel.“, seine Tränen und sein entsetzter Gesichtsausdruck unterstreicht das noch einmal. Claire sieht nicht minder entsetzt und schockiert aus über das, was sie gerade getan haben.
Als ich die Folge das erste Mal gesehen habe, hat mich die Art und Weise, wie Dougal stirbt und vor allem auch Claires Interaktion sehr gestört und ich habe das wieder mal als eine komplette Out-of-Character-Handlungsweise abgestempelt. Aber mir hat diese Szene keine Ruhe gelassen und ich musste sie mehrfach gucken und habe einen Weg gefunden, mit ihr in Einklang zu kommen. Im Buch ist, so wie in der Serie auch, ganz klar zu erkennen, dass es sich bei der Auseinandersetzung zwischen Jamie und Dougal um einen Kampf auf Leben und Tod handelt, denn Dougal hat Jamie angegriffen und ihn auch mit seinem Dolch verletzt. Der im Buch tödliche Stich in den Hals passiert dann im Kampfgerangel, aber ich habe es immer so gesehen, dass Jamie auch ohne diesen “Unfall” keine Wahl gehabt hätte und Dougal hätte töten müssen, da er sonst ihn und Claire umgebracht hätte. Auch Claires Reaktion ist für mich jetzt nachvollziehbarer, denn welche Frau würde schon tatenlos mit ansehen, wenn ihr Mann in Gefahr ist, so dass ihre Aktion, eine Holzkiste über Dougals Kopf zu zertrümmern, durchaus eine logische Konsequenz ist und nichts mit Superwomen zu tun hat. Bedenkt, dass sie Jamie auch bei dem Kampf mit dem Bären in Buch 4 geholfen hat. Dass sie dabei mit dem Fisch Jamie auf den Kopf geschlagen hat und dass ein Fisch wahrscheinlich keine gute Verteidigung gegen einen Bären ist, sei mal dahingestellt (hach, was freue ich mich diese Szene in Staffel 4 zu sehen). Dass Claire zusammen mit Jamie den Dolch in Dougals Brust stößt, ist für mich, nach mehrmaligen Gucken, jetzt auch verständlich. Sie sieht, dass Jamie zögert und greift mit ein, weil sie Angst hat, dass, wenn Dougal die Kontrolle über den Dolch bekommt, er Jamie ohne Zögern erstechen wird. Sie hilft Jamie dabei, das für ihn unmögliche zu tun und bewirkt, dass sie mit ihm die Schuld an Dougals Tod tragen kann und muss. Und mit dieser Interpretation der Szene kann ich gut leben. Im Buch hat sie auch aus der Not heraus die beiden englischen Soldaten getötet hat, um Jamie zu retten und jetzt rettet sie ihren Mann vor der Klinge seines Onkels und vielleicht seine Seele vor den Schuldgefühlen.

08:26 Uhr
Und, habe ich es nicht von Anfang an gesagt, dass Rupert anstelle von Willie der MacKenzie sein wird, der Jamie sieht, wie er sich über die Leiche von Dougal beugt?
Guter Satz von Rupert „Ich hätte mein gutes Auge rausgerissen, wenn es mich daran gehindert hätte, das zu sehen. Doch nun habe ich es gesehen.“ Jamie bittet Rupert um zwei Stunden, um einige Dinge zu regeln und dann will er sich für seine Tat verantworten. Rupert gibt ihm diese zwei Stunden, wegen der Freundschaft, die Jamie und er einmal geteilt haben. So, wer jetzt noch Zweifel hat, wohin die Reise gehen wird, dem ist nicht mehr zu helfen.

08:34 Uhr
Murtagh ist immer für einen Schmunzler, auch in dramatischen Situationen, gut. Er hebt, in Anbetracht von Jamies Geständnis, dass er Dougal getötet hat, beide Augenbrauen an und sagt ganz trocken: „“Nicht, dass mich das überrascht. Nur, dass es erst jetzt geschah. Was werden wir jetzt tun?“
Jamie holt eine vordatierte Übertragungsurkunde hervor, durch die er Lallybroch an seinen Neffen, James Jacob Fraser Murray, überträgt. Jamies Gesichtsausdruck, als er sagt, dass die Urkunde ein Jahr zurückdatiert ist, auf einen Zeitpunkt, als er noch kein Verräter war, ist so unendlich traurig und verzweifelt. In den letzten zwei Jahren hat er zusammen mit Claire und Murtagh erst in Paris und dann in Schottland versucht, diesen Aufstand und die Schlacht von Culloden zu verhindern, aber er ist gescheitert. Jetzt ist er an einem Punkt angekommen, wo es kein zurück mehr gibt und Jamie ist all das, was er als Ehrenmann niemals sein wollte: ein Lügner, ein Betrüger, ein Verräter und ein Neffe, der seinen Onkel getötet hat. So, wie er es in Episode 201 vorhergesehen hat, hat er einen Teil seiner Seele für dieses gescheiterte Unterfangen verkauft.
Fergus soll die Urkunde nach Lallybroch bringen und Jamie sagt zu ihm, dass diese mehr wert ist, als Fergus oder sein Leben, weil sich jemand an das, was heute geschehen ist, erinnern muss und es ist wieder einer dieser für Outlander-typischen Vorahnungen. Wenn dieser Tag vorbei ist, wird es nicht mehr viele Menschen geben, die sich an das, was auf dem Culloden Moor passiert ist, erinnern können. Fergus stimmt zwar nur ungern zu, aber er stimmt zu.

08:37 Uhr
Claire und Murtagh unterschreiben als Zeugen die Übertragungsurkunde und wir sehen, dass der Fleck, der auf der Urkunde im Stadtarchiv Claires Unterschrift an einer Stelle unleserlich macht, kein Fleck ist, sondern dass eine Träne von Claire die Tinte an dieser Stelle verwischt hat. Die Übertragungsurkunde in Groß und ohne Tränenspur könnt ihr hier bewundern: http://www.outlandercommunity.com/index.php?f=insideoutlander&s=213
Wie muss es sich wohl für Claire im Archiv angefühlt haben, als sie die Spuren ihrer Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer gesehen hat, die ganze zweihundert Jahre überdauert haben?
„Du bist jetzt Soldat. Ich liebe dich, wie meinen Sohn.“ und Jamie weiß in dem Moment, dass es eigentlich ein Abschied für immer sein soll, denn sein Entschluss, Claire nach Hause zu bringen und danach auf dem Schlachtfeld zu sterben, ist gefallen. Und Claire kommt hinzu, umarmt Fergus und sagt, dass Fergus auch für sie wie ein Sohn ist. Ich denke, auch sie weiß tief im Innern, dass sie Fergus niemals wiedersehen wird, denn sie wird bereits ahnen, was Jamie vorhat, denn so gut sollte sie ihn eigentlich kennen. Wie Jamie und Claire im Türrahmen stehen und Fergus sich auf den Weg nach Lallybroch macht, bricht mir fast das Herz und Murtaghs Verbeugung vor Fergus macht es auch nicht besser. Er drückt dadurch seinen großen Respekt vor diesem kleinen, großen Jungen aus, der sich als genauso loyal und ergeben zu Milord und Milady erwiesen hat, wie er selbst.
Ein letzter Blick auf Fergus mit und ohne visuellen Effekte: http://www.outlandercommunity.com/insideoutlander/video/episode213/vfx03.mp4

08:43 Uhr
Nachdem Fergus gegangen ist, beauftragt Jamie Murtagh, die Männer aus Lallybroch vom Schlachtfeld wegzubringen und sie nach Lallybroch zu schicken, weil die Schlacht von vornherein verloren ist und dann fügt er resigniert hinzu: „Egal wie gerecht unser Kampf war, er war immer zum Scheitern verurteilt. Wir haben alles getan, was wir konnten. Aber nun ist es vorbei.“ Jamie sagt, dass er Claire in Sicherheit bringen will und dann auf das Schlachtfeld zurückkehren und bis zu seinem Ende kämpfen wird. Meine Augen füllen sich mit Tränen und Murtaghs Antwort: „Aber lass dir gesagt sein, wenn du zurück bist, bin ich hier, um mit dir Seite an Seite zu kämpfen. … Das werde ich nicht. Ich sterbe mit dir.“ bringen diese zum Überlaufen. Verdammt, kann Murtagh nicht einfach Culloden überleben? Jamie und ich und wir Zuschauer brauchen ihn wirklich! Wer genau hingehört hat, hat bestimmt bemerkt, dass im Hintergrund das Jacobite Theme gespielt wird.
Ich finde es schade, dass Claire keine richtige On-Screen Verabschiedung von Murtagh bekommen hat, denn über die gemeinsame Sorge um Jamie und die Suche nach ihm in Episode 114, hat sich auch zwischen ihr und Murtagh eine besondere Verbindung entwickelt. Aber ich denke, ich habe bereits genug Tränen vergossen und die Szene hätte wahrscheinlich nur noch zu einem weiteren Tränenausbruch geführt.

Was soll ich noch über Murtagh sagen, das ich in den letzten zwölf Reviews nicht schon gesagt habe? Jamie kann sich sehr glücklich schätzen, solch einen treuen, ehrenhaften, vertrauenswürdigen, loyalen, herzensguten und vor allem ihn liebenden Patenonkel zu haben. Murtaghs Aussage gegenüber BPC in Folge 202, fasst Murtagh Loyalität zu Jamie kurz und knapp zusammen: „„Wo er hingeht, gehe ich auch hin.“ Und wenn Jamie in den Tod geht, dann geht Murtagh mit. Ich verneige mich vor Duncan, dass er diesen wunderbaren Charakter mit einer solchen Überzeugung, Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit zum Leben erweckt hat. Ich werde für den Rest meines Lebens ein dFoM (delighted Fan of Murtagh) sein.

Roger und Brianna auf der Suche nach der Wahrheit
Brianna unternimmt mit Roger einen Ausflug nach Fort William. Man kann sehen, dass sich da etwas zwischen ihr und Roger entwickelt.  Sie wirkt gelöst, plaudert unbeschwert mit ihm und beide necken sich. Wir erhalten einen ersten Einblick in die Beziehung zu ihren Eltern. Über Frank sagt sie „Der netteste Mann auf Erden.“  und über Claire „Meine Mutter lebt in einer anderen Welt.“
Den nächsten Dialog finde ich sehr gut gelungen und ich liebe diesen Brotkrumen, der dort versteckt ist. Brianna sagt zu Roger, als sie am Pranger von Fort William stehen „An diesem Ort kriege ich Gänsehaut.“ und Roger antwortet „Hier wurden viele schottische Gefangene ausgepeitscht. In diesen Boden ist viel Blut gesickert.“ Wenn Brianna wüsste, wer vor über zweihundert Jahren hier ausgepeitscht wurde und sein Blut vergossen hat, was würde sie dann wohl sagen? Oder was würde sie empfinden, wenn sie wüsste, dass ihr Großvater nur ein paar Meter von der Stelle entfernt, an der sie gerade steht, an einem Schlaganfall gestorben ist?
Und noch ein Brotkrumen ist in dieser Szene versteckt. Brianna erzählt Roger von ihren Kindheitserinnerungen und sie kann sich daran erinnern, dass ihr Eis auf die Befestigungsmauern von Fort Ticonderoga getropft ist. Wie wir wissen, werden Jamie, Claire und Young Ian im siebten Buch auch dort sein.


Roger und Brianna halten an einem See und machen ein Picknick. Wir erfahren, dass sich Roger daran erinnert, dass Frank, bei seinem letzten Aufenthalt beim Reverend im Jahre 1948, seine Beherrschung verloren und Gegenstände im Gartenhäuschen zertrümmert hat. Brianna erzählt Roger von einer Schachtel, mit persönlichen Unterlagen ihres Vaters, in der sie einen Brief des Reverends gefunden hat, in dem der Reverend einen Vorfall zwischen ihren Eltern erwähnt hat. Brianna hat den Eindruck, dass so, wie er es geschrieben hat, es etwas furchtbares gewesen sein muss. Roger merkt an, dass sein Vater Tagebuch geführt hat und sie vielleicht dort weitere Hinweise finden werden. Damit ist klar, dass Roger und Brianna ab jetzt als Sherlock Wakefield und Dr. Randall unterwegs sind.


Brianna kommt, nach einem ereignisreichen Tag mit Roger, nach Hause und Claire zieht sie ein bisschen damit auf, dass Roger ihr offensichtlich gefällt. Brianna fragt sie, ob sie Frank vermisst und sie sagt, dass es manchmal so aussieht, dass Claire ihn nicht vermissen würde. Brianna fragt ihre Mutter: „Und hast Du? Ihn geliebt?“ Claire antwortet „Das habe ich.“ und ich kann ihr unausgesprochenes „früher“ laut und deutlich hören und in ihrem Gesicht sehen. Diese Szene ist ein klarer Hinweis, dass Brianna, wie im Buch auch, die Spannungen, die zwischen ihren Eltern geherrscht haben, mitbekommen hat. Kinder haben für solche Dinge ganz feine Antennen.

Am nächsten Tag fahren Roger und Brianna zusammen zum College von Inverness. Roger möchte mit dem Kurator sprechen und Brianna streift durch die Gänge. Der Moment, in dem ich Geillies Stimme höre, bevor ich sie sehe, lässt mich, wie einen kleinen Flummi auf der Couch auf und ab hüpfen. Ich finde diese Sequenz, in der gezeigt wird, wie Geillis alias Gillian Edgar, als engagierte Nationalisten ihre Karriere als Jakobitin begonnen hat, sehr gut gemacht. Ihr „“Ich bin der Schöne Prinz Charlie….Ihr seid der Schöne Prinz Charlie….Wir sind der Schöne Prinz Charlie.“ verursacht bei mir eine Gänsehaut. Mark me und Gott bewahre, bitte nicht noch mehr selbstherrliche und selbstverliebte Thronanwärter, denn ein BPC hat doch schon gereicht, um die gälische Kultur und die Clans zu zerstören.
Anders als im Buch begegnen Brianna und Roger in der Serie Gillian und ich finde diese Änderung wirklich gelungen. Findet Ihr es nicht auch ein bisschen creepy, dass Roger seiner siebenfachen Uroma Auge in Auge gegenüber steht? Hier haben Matt und Toni mal wieder einen Brotkrumen fallen lassen. Gillian fragt Brianna: „Und wieso bist du hierhergekommen“ ?“ Genauso, wie sie Claire in Folge 111 gefragt hat: “ Warum bist du hier?“
Auch die Musikauswahl von Bear McCreary passt in dieser Szene wie die Faust aufs Auge, denn sie beschreibt genau, wie sich Brianna in den kommenden Wochen fühlen wird, wenn sie die Wahrheit über ihren eigentlichen Vater erfährt. Gut, dass sie Roger gefunden hat und dass er in der schweren Zeit für sie da sein wird und nicht nur in dieser, sondern auch in allen kommenden schweren Zeiten.

Now if you feel that you can’t go on, because all of your hope is gone.
And your life is filled with much confusion, until happiness is just an illusion.
And your world around is crumbling down, darlin‘. Come on girl reach on out for me,
Reach out for me, I’ll be there with a love that will shelter you.
I’ll be there with a love that will see you through.
(„Reach out I`ll be there“ by Four Tops)
(dt. Übersetzung: „Wenn Du jetzt das Gefühl hast, dass Du es nicht mehr schaffst, weil Du keine Hoffnung mehr hast. Und Dein Leben sehr durcheinander ist, bis das Glück nur noch eine Illusion ist. Und Deine Welt zusammenfällt, Darlin`. Komm Mädchen, streck` die Hand nach mir aus, streck `die Hand nach mir aus. Ich werde mit einer Liebe für Dich da sein, die Dich schützt. Ich werde mit einer Liebe für Dich da sein, die Dir helfen wird.”)

Roger und Brianna sind wieder zurück im Haus des Reverend und stöbern auf dem Dachboden. Er ist genauso staubig, unordentlich und durcheinander, wie ich mir die Garage vom Reverend immer vorgestellt habe. Und es gibt Ratten, aber zum Glück kann jeder Schotte ein gutes Ratten-Vertreib-Lied singen und ich finde es toll, Roger in dieser Szene singen zu hören, was Rik in der englischen Originalfassung übrigens sehr gut macht. Ich liebe es zu sehen, wie Roger und Brianna wie wild miteinander flirten und bin höchst erfreut, dass wir Augenzeugen von ihrer sich entwickelnden Romanze sein dürfen. Sie finden eine Box mit der Aufschrift „Randall“ und darin befindet sich ein Armeepatent, ausgestellt für BJR und unter anderem ein Brief, in dem Frank den Reverend bittet, mit den Nachforschungen über BJR aufzuhören, denn er ist nicht der Mann für den er ihn gehalten hat. Ups, da hat Claire Frank ja doch einiges am Kaminfeuer, damals 1948, erzählt. Auch hier können wir wieder einen Brotkrumen finden, nämlich das Spielzeugflugzeug, das Roger in 201 in der Titelkarte in der Hand hat, liegt hier auf dem Dachboden auf dem Tisch.

Sie nehmen die Schachtel mit in die Bibliothek und dort entdeckt Brianna den Zeitungsartikel „Von Feen entführt?“ aus dem Jahre 1948. Roger und sie haben offensichtlich einen Volltreffer gelandet. Brianna will weiter nachforschen und Roger warnt sie, dass sie vielleicht Dinge erfährt, die sie nicht erfahren möchte, aber Brianna antwortet „Ich will die Wahrheit wissen, egal wie hart sie ist.“

Brianna konfrontiert Claire mit dem Zeitungsartikel und ihrer wundersamen Rückkehr 1948. Sie sagt, dass sie im November 1948 geboren wurde und dass Claire im dritten Monat schwanger gewesen ist, als sie die Feen zurückgebracht haben.
Claire fasst sich ein Herz und erzählt Brianna die Wahrheit über ihren leiblichen Vater. Ihre Aussage „Es gab einen anderen Mann. Und ich habe ihn geliebt, über alle Massen. Und ja, er war dein leiblicher Vater.“ rührt Claire und mich zu Tränen. Sie sagt Brianna, dass Frank sie als ihre Tochter aufziehen wollte und sie ihm versprochen hat, ihr nichts über ihren leiblichen Vater zu erzählen. Claire sagt weiter: …und seit zwanzig Jahren habe ich seinen Namen nicht mehr ausgesprochen.“ und dann spricht sie Jamies Namen das erste Mal seit zwei Jahrzehnten laut aus. Es ist so bewegend und gleichzeitig auch schmerzvoll zu sehen, wie sich Claires Blick aufhellt, wie ein leichtes Lächeln über ihr Gesicht fährt und ihre unendliche Erleichterung, endlich über Jamie sprechen zu können und seinen Namen aussprechen zu dürfen, ist wirklich herzzerreißend. Man sieht in diesem Moment, wie auch schon in so vielen anderen in dieser Folge, wie schlimm diese Trennung für beide gewesen sein muss und wie es sich angefühlt haben muss, nur die Hälfte zu sein, von dem, was man mit dem anderen hätte sein können. Jamie beschreibt Claire dieses Gefühl sehr eindrucksvoll in einer Szene in Band 3:
„Weißt du, was es bedeutet, zwanzig Jahre ohne Liebe zu leben, wie ein halber Mensch? Sich daran zu gewöhnen, mit dem kläglichen Rest seiner Selbst zu leben und die Leere mit dem zu füllen, was einem gerade begegnet?“ („Die geliehene Zeit“ von Diana Gabaldon Kapitel 34 Papa) Auch in „Fackeln der Freiheit“, einem von Dianas Lord John Romanen, gibt es so viele kleine Szenen, in denen man Jamies Einsamkeit förmlich durch das Buch spüren kann. Auch Claires Leben als nur ein halber Mensch wird in den Büchern immer mal wieder aufgenommen. Am einprägsamsten finde ich dazu den Prolog in Dianas zweitem Buch „Die geliehene Zeit“.
Es scheint, dass in Claire eine Tür aufgegangen ist und sie erzählt Brianna fast schon überschwänglich „Am Wichtigsten ist, dass Jamie dich sehr geliebt hat. Auch wenn er dich nie kennengelernt hat. Er liebte dich von ganzem Herzen und hätte dich gern großgezogen…“ Brianna glaubt natürlich kein Wort von dem, was Claire über Culloden und ihre Zeitreise sagt. Kann man es ihr verdenken? Wer würde so eine Geschichte schon glauben? Okay, ich und vielleicht auch alle anderen Outlander Fans, denn wünschen wir uns nicht alle insgeheim, dass wir das Zeitreise-Gen hätten, durch die Steine reisen könnten und unseren JAMMF finden würden?
Claire sagt zu Brianna, dass Frank in allen Punkten ihr Vater gewesen ist, bis auf einen und zwar, dass Jamie und nicht Frank sie gezeugt hat und dass Brianna wie Jamie ist. Brianna macht ihrem Vater und dem Frasertemperament alle Ehre „Gesteh` dir ein, dass du mit irgendwem gef*ckt hast, während du verheiratet warst, wie Millionen andere gelangweilte Hausfrauen auch.“ Auch hier finden wir wieder einen Brotkrumen zur Folge 201, in der Frank zum Reverend genau in diesem Raum sagt: „… sondern ein Mann, der meine Frau gef*ckt hat. “  In dieser Sequenz, in der Caire die Beherrschung verliert, sieht man, was sich in all den Jahren in ihr aufgestaut hat und ich glaube, sie ist selber sehr erstaunt über ihren lange fälligen Ausbruch: „Ich war nicht gelangweilt und was Jamie und ich hatten, war so viel mehr als f*’cken. Er war die Liebe meines Lebens.“ Ich kann mir nur im Entferntesten vorstellen, was es Claire an Energie, an Selbstbeherrschung und an Kraft gekostet hat, ihre Gefühle für Jamie die ganze Zeit zu verstecken, zu verbergen und niemals über ihn sprechen zu können. Mein Gott, stellt Euch vor, dass der Mensch, den ihr am meisten auf der Welt liebt, stirbt und ihr dürft und könnt mit niemandem, wirklich mit niemandem über ihn sprechen. Seelenqual!
Brianna ist wütend und sagt Claire, dass nur zwei Menschen wirklich wissen, wie die Wahrheit lautet und einer davon tot ist und sie es bedauert, dass es nicht Claire ist. Sehr hart, was sie ihrer Mutter da ins Gesicht sagt, aber ich kann sie in diesem Moment auch verstehen.

Kleine Randnotiz:
Ich mag es, dass Brianna darauf besteht, dass Roger an ihrer Seite bleibt und für sie eine Unterstützung in diesem schweren Moment ist, der ihre gesamte Welt auf den Kopf stellt und ich summe in Gedanken „Reach out,… I`ll be there“.
Rik hat in dieser Szene sehr gut das Unbehagen von Roger wiedergegeben und nur durch seine Körpersprache und seiner Mimik gezeigt, dass er eigentlich gar nicht da sein will und sich gerade ein Loch wünscht, dass sich im Erdboden für ihn auftut. Ich liebe es, wie er in dem Moment, in dem Brianna wutentbrannt von der Couch aufsteht, seine Hand über ihre legt und diese kurz mit dem Daumen streichelt, um sie von einer Dummheit abzuhalten. Wie oft in ihrem gemeinsamen Leben wird er, durch diese kleinen Gesten, das aufbrausende Temperament seiner Frau versuchen zu zügeln? Bestimmt drei Zillionen Mal.

In der Szene im Pub ist Roger, wie auch so oft in den Büchern, derjenige, der versucht die Situation analytisch und objektiv zu betrachten, während Brianna eher emotional und hitzköpfig an die Sache herangeht. Ich finde, dieser kurze Dialog zeigt eindeutig, wie unterschiedlich die beiden vom Charakter sind, aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Gillian taucht, nach dem gabaldonischen Zufallsprinzip, im Pub auf und berichtet, dass sie die Stadt verlässt.

Brianna kommt aus dem Pub nach Hause und bittet Claire, ihr über Jamie zu erzählen und dieser Satz ist schon wieder ein Brotkrumen, denn in Folge 107 bittet Claire, mit den gleichen Worten, Jamie, ihr von sich und von seiner Familie zu erzählen. Es ist der Moment, in dem Claire und Jamie beginnen, sich anzunähern und Vertrauen zueinander aufbauen, so wie auch Brianna in diesem Moment eine Brücke zu ihrer Mutter schlägt, damit sie sich wieder annähern können. Brianna spricht in dieser Szene das erste Mal den Namen „Jamie Fraser“ laut aus und Claire erzählt ein wenig von Jamie. Auch versucht sie Brianna zu erklären, dass sie Frank nicht mit Vorsatz betrogen hat: „Ich hatte nicht die Absicht, mich zu verlieben. Ich habe mich sogar dagegen gewehrt. Aber ich konnte nicht leugnen, was ich für ihn empfand. Ich habe es versucht. Vergeblich. Es war das stärkste Gefühl, das ich jemals in meinem Leben empfunden habe.“ Claire sieht leichter und gelöster aus, wie schon in der Szene davor, als sie das erste Mal seit zwanzig Jahren über Jamie gesprochen hat. Claires Gesichtszüge werden weicher, ihr verhärmter Ausdruck in den Augen weicht einem Strahlen und ich finde, dass sich ihre Stimme auch etwas weniger tief anhört, wie schon am Fraser Gedenkstein. Es macht sie so glücklich, endlich über Jamie mit seiner Tochter sprechen können und es ist schön, es sehen und fühlen zu können. Im Hintergrund läuft das Jamie und Claire Theme. Und ja, ich habe in dieser Szene auch schon wieder Tränen in den Augen.

Claire auf der Suche nach ihren Geister
Die Szene in Lallybroch ist wunderschön und sehr herzergreifend. Dieses Anwesen als Ruine zu sehen und es für uns Zuschauer und für Claire, durch ihre Voice Over-Erinnerungen, als einen Platz voller Leben wieder zu erwecken, ist in meinen Augen sehr gut von Matt und Toni geschrieben. Es gibt mir einen Stich ins Herz, zu realisieren, dass dieser jetzt verfallene Ort sinnbildlich für all das steht, was Claire vor langer Zeit verloren hat. Lallybroch und Jamie haben ihr das erste Mal in ihrem Leben das Gefühl gegeben, ein Zuause für sich selbst, ihr Herz und ihre Seele zu haben. Als Claires Voice Over-Erinnerungen beginnen, erinnert mich das an ihre Aussage aus der allerersten Folge: “Schon merkwürdig, an welche Dinge man sich erinnert. Einzelne Bilder und Gefühle, die an einem über die Jahre hängen bleiben.”
Ihre Erinnerungen beginnen mit Jamies „Mein Vater hat all das hier gebaut. Sein Blut und sein Schweiß stecken in diesen Steinen.“ und gehen weiter mit Gedanken an „wee“ Jamie, Margarets Geburt und Kartoffeln. Claire erinnert sich an ihren Satz am Ende der Folge 112: “Ich fange an, zu fühlen, als würde ich hierhin gehören.” worauf Jamie antwortet „Ich wusste immer, dass du hier her gehörst, zu mir, schon seit unserer ersten Begegnung.“ In diesem Moment haben sich beide das erste Mal ihre Liebe füreinander gestanden und ich muss schon sichtlich ergriffen schlucken. Danach folgt eine Erinnerung, die wahrscheinlich viele BL, so wie mich, fast, im positiven Sinne, ausflippen lässt. Ich bin so dankbar, dass wir das Gedicht von Catull, das uns die Serienverantwortichen in Staffel 1 vorenthalten haben, hier als einen der vielen Brotkrumen in dieser Folge bekommen. Auch wenn das Zitat nicht die Inschrift in Claires Ring ist, ist der Moment, in dem Claire an diese Zeilen denkt, genauso ergreifend wie im Buch, als sie die Inschrift in ihrem Ring entdeckt. Claire erinnert sich, als sie auf der Treppe von Lallybroch sitzt, an die Zeilen aus dem Gedicht von Catull, das sie zusammen mit Jamie vor einer gefühlten Ewigkeit, in ihrem anderen Leben, das sie zusammen mit Jamie leben wollte, gesprochen hat.

Claire: „Lieben wir unsere Liebe Herz, ohne Furcht und ohne Schmerz.“
Jamie: „Lass Küsse die Süsstesten von allen, sanft auf meine Lippen fallen. Tausend und noch Hundert mehr sollen es sein, in ständ`ger Wiederkehr.

Der Moment, in dem diese Worte bei Claire Jamies Bild im Torbogen von Lallybroch hervorrufen, rührt mich endgültig zu Tränen und ich habe beim Schreiben dieser Zeilen auch schon wieder Tränen in den Augen. Claires unerschütterliche Liebe zu ihm, schafft in dem Torbogen von Lallybroch ein Trugbild von Jamie. Er ist durch Claires Vorstellungskraft keine schemenhafte Gestalt, die durch die Erinnerung der Jahre verwässert ist. Nein, Claire erschafft in diesem Moment keinen Geist, denn Jamie ist in ihrer Erinnerung, reell, leibhaftig und zum Greifen nah, so, als ob er sie nie an diesem schicksalhaften Tag am Craigh na Dun verlassen hätte. Und Sam schafft es, genau dieses Gefühl eins zu eins vom TV direkt in mein Herz zu transportieren. Obwohl er eigentlich nur eine Erscheinung sein soll, ist er so präsent, dass er den ganzen Torbogen mit seiner Performance einnimmt. Obwohl, Performance ist der falsche Ausdruck, er steht einfach nur da, bewegt sich nicht und ruft trotzdem eine ganze Palette an Gefühlen und Erinnerungen in mir hervor. Jamie ist immer noch bei Claire, obwohl er sie schon vor langer Zeit physisch verlassen hat und hier auf Lallybroch, dem Ort, der ihr gemeinsames Zuhause gewesen ist, scheint sie seine Anwesenheit wohl stärker zu spüren, als sonst wo. Claire ist von seiner Präsenz, ihren Erinnerungen und ihren Gefühlen so tief bewegt, dass all die Mauern, die sie um sich und um ihre Gefühle für Jamie gebaut hat, in diesem Augenblick zu Staub zerfallen und sie einfach nur überwältigt in Tränen ausbricht.

Kleine Randnotiz:
Ich habe mich sichtlich erschrocken, wie verfallen Lallybroch ist. Es ist wirklich nur noch eine Ruine. Wie können Brianna und Roger jemals dieses Haus wieder bewohnbar machen, wenn sie dorthin zurückkehren? Wie soll denn in dieser Ruine die Holztäfelung im Treppenhaus mit den Bajonetthieben der englischen Soldaten, der Schreibtisch und der Rest des Inventars, der noch da ist, wenn Bree und Roger das Haus kaufen, überlebt haben?
Und so macht man mit visuellen Effekten aus Midhope Castle, der Location für die Außenaufnahmen von Lallybroch, eine Ruine: http://www.outlandercommunity.com/insideoutlander/video/episode213/vfx01.mp4

Claire fährt nach ihrem Aufenthalt in Lallybroch zurück nach Inverness und die Momentaufnahme, wie sie am Auto lehnt, ist genauso wie die Szene aus Folge 101, als sie mit Frank in Inverness ankommt.
Die Angestellte des Stadtarchivs bringt die Übertragungsurkunde, in der Jamie seinem Neffen Jamie Lallybroch übertragen hat und die von Murtagh Fitzgibbons Fraser und Claire Beauchamp ?? (gute Dame, dass ist kein Schmutz auf Claires Unterschrift, sondern es ist eine Träne, die die Tinte verwischt hat), bezeugt wurde. Claire lächelt erleichtert und befriedigt, als die Dame sagt, dass Lallybroch über viele Generationen in den Händen der Familie Murray war und ich kann mir ein „Hail Mary“, in Anlehnung an die letzte Folge, nicht verkneifen. Jamie hat es am Ende doch geschafft, das zu beschützen und zu retten, was ihm am Wichtigsten war: seine Frau, sein Kind, ihren Zieh-Sohn, seine Familie, Lallybroch und seine Männer.

Claire besucht die Ausstellung auf dem Culloden Moor und als sie eine Abbildung von BPC in Lebensgröße betrachtet, die übrigens erstaunliche Ähnlichkeit mit „Your Royal Highny“ hat, wird sie von jemandem angesprochen: „Er war ziemlich groß, nicht wahr?“ und ihre Antwort ist eine versteckte Schimpftirade über BPC, in der so viel Verachtung steckt und ihr letzter Satz „So haben sie aus einen Narren einen Helden gemacht.“ trifft es wirklich. Ich habe aufgrund meiner geschichtlichen Zusammenfassung für meine Reviews viel über BPC gelesen und wenn er eins in meinen Augen nicht war, dann ein Held. Er hat so viele Fehlentscheidungen auf dem Weg nach Culloden getroffen und er hat dem Massaker an seinen Männer aus hundert Metern Entfernung zugeschaut, nur um sich dann aus dem Staub zu machen und seine Anhänger, seine Mitstreiter und sein Land im Stich zu lassen.
Ich liebe die „Dragonfly in Amber“ in der Vitrine. Als ich die Folge das erste Mal gesehen habe, habe ich gedacht, dass es wieder ein weiterer Brotkrumen ist, den Matt und Toni in diese Szene eingebaut haben. Einen Brotkrumen in Anlehnung an Hugh Munros Hochzeitsgeschenk für Claire, da ich bis dato noch nicht wusste, dass genau DER Bernstein in der Vitrine liegt, den Hugh Claire geschenkt hat und den Claire Jamie bei ihrem Abschied gegeben hat. Aber jetzt weiß ich, dass es für Claire der endgültige Beweis ist, dass Jamie auf dem Schlachtfeld von Culloden gestorben ist. Ich hätte gerne für sie die Vitrine geöffnet und den Bernstein herausgeholt und ihn ihr gegeben. Sie hätte dieses Erinnerungsstück wirklich verdient. Aber für mich hat dieser Bernstein noch eine weitere Bedeutung. So, wie dieses Stück zweihundert Jahre unverändert überdauert hat, so hat sich auch an Claires Liebe zu Jamie nichts geändert und sie wird auch in tausend Jahren noch genauso vorhanden sein, wie der Bernstein.

Für mich war die Szene mit Claire auf dem Culloden Moor am Gedenkstein des Clan Fraser eine der emotionalsten Szenen, wenn nicht sogar die emotionalste in dieser gesamten Folge. Franks Voice Over fasst die Katastrophe, der die Jakobitenarmee auf dem Culloden Moor ins Auge blicken musste, für uns Zuschauer noch einmal zusammen:
„Du siehst ja, wie weitläufig und sumpfig es ist. Die Highlander Armee konnte sich nirgendwo verstecken und befand sich auf einmal mitten im Musketenfeuer, Kanonen, Mörser. Es ging alles sehr schnell und war blutig. So war Culloden im Grunde das Ende der Clans und des typischen Highlander-Lebens.“ Der Blick auf das Moor zeigt, was für ein furchtbar matschiger Ort es ist. Verdammt seist Du, BPC, dass Du nicht ein einziges Mal auf Jamie gehört hast!
Eine Frau steht auf dem Feld vor dem Gedenkstein von Clan Fraser und fragt Claire, ob sie auch eine Fraser ist und Claires: „Ja, das bin ich. lässt mich mal wieder um Fassung ringen.
Claires Körperhaltung und ihre Stimme wirken weicher und gelöster, als sie an Jamies vermeintlichen Grabstein zu ihm spricht. Es ist das zweite Mal in dieser Folge, dass so etwas wie Zufriedenheit über ihr Gesicht huscht, auch wenn es ein sehr schmerzlicher und schwerer Moment für sie ist. Das erste Mal war im Stadtarchiv, als sie erfährt, dass Lallybroch viele Generationen in den Händen der Murrays war. Auf der anderen Seite, so traurig es ist, ich denke, die Möglichkeit, mit Jamie zu sprechen, ihm von Brianna und von ihrem gemeinsamen Leben der letzten zwanzig Jahre zu erzählen und Jamie somit an allen Dingen, die er verpasst hat, teilhaben zu lassen, wird für Claire auch eine zutiefst befreiende und befriedigende Situation sein. Sie konnte ihn zwanzig Jahre nicht besuchen, nur in Gedanken mit ihm sprechen und jetzt endlich, nach all der ganzen Zeit ihm wieder nah zu sein, muss für Claire wirklich überwältigend sein und ich habe Hochachtung vor ihr, dass sie in dieser Situation nicht weint. Ich mache das nur allzu gern an ihrer Stelle.
„Dieser Tag beim Craigh na Dun, wir haben uns viel gesagt, aber eines habe ich nicht gesagt. Ich konnte es nicht. Ich habe es zwanzig Jahre nicht gesagt. Aber ich bin hier und nun ist es an der Zeit.“ Am Ende dieser Szene verabschiedet sich Claire endlich von Jamie, etwas was sie ihm vor zwanzig Jahren versprochen hat. Sie hat ihm versprochen, ihn gehen zu lassen, aber sie hat es niemals gekonnt. Und an diesem Tag, auf diesem verdammten Moor, nachdem sie ihm alles gesagt hat, was ihr wichtig ist und er von Brianna weiß, da verabschiedet sie sich für immer von Jamie mit den Worten „Leb wohl, Jamie Fraser. Meine Liebe. Ruh` Dich aus, Soldat.“ Bear McCreary hat auch an dieser sehr emotionalen und zutiefst bewegenden Stelle das Jamie und Claire Theme sehr passend eingesetzt. Claire ist endlich bereit Jamie gehen zu lassen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Claires letzter Satz Ruh` Dich aus, Soldat. hat eine ganz besondere Bedeutung für die beiden und ist hier an dieser Stelle so extrem wichtig und zugleich herzergreifend. „Wegtreten, Soldat“ aus Folge 210 steht für mich als Verabschiedung bevor Jamie in die Schlacht zieht und sagt alle die Dinge, die Claire ihm nicht sagen kann. “Aufsetzen, Soldat.” aus Folge 101 bezeichnet den Moment, in dem sich Jamie unsterblich in Claire verliebt und sich für sie entschieden hat. „Aufstehen, Soldat.” aus Folge 111 steht definitiv für den Moment, als sich Claire für ein Leben mit Jamie entschieden hat. Und nun „Ruh` Dich aus, Soldat.“  als letzten Gruß und als eine ganz besondere Verabschiedung von Jamie, eine, deren tiefe Bedeutung nur die beiden verstehen können.

Culloden House 16. April 1746
08:54 Uhr
Claires Wo gehen wir hin?“ ist wohl eher eine rhetorische Frage, weil ich denke, sie weiß ganz genau, wohin Jamie sie bringen will und als sie ihn fast anfleht, dass sie irgendwohin fliehen können, sagt Jamie, dass sie nirgendwo hingehen können und sein einziger Ausweg der Tod sein wird. Claire will mit ihm in den Tod gehen, aber Jamie sagt ihr, dass das nicht geht. Es ist sehr bezeichnend für die Situation, dass Jamie Claire förmlich hinter sich herschleifen muss, damit sie überhaupt hinter ihm herkommt. Ihr verzweifeltes Argument, dass er sie auch nicht mit Geillies auf den Scheiterhaufen hätte gehen lassen, zeigt auch keine Wirkung. Jamie antwortet: „Dich verlassen? Ich wäre dir auf den Scheiterhaufen gefolgt, in die Hölle oder sonst wo hin, wenn es soweit gekommen wäre. Aber ich trug nicht unser Kind unterm Herzen.“ Claire sagt ihm, dass sie noch gar nicht sicher sein können, dass sie wirklich schwanger ist und Jamie antwortet, dass sie niemals überfällig war und es jetzt schon zwei Monate ist. Und Claires nachfolgender Satz hat sich bereits, als ich das Buch gelesen habe, in mein Gehirn eingebrannt. Ich weiß nicht warum, aber es ist so. „Du hast mitgezählt? Mitten in diesem verdammten Krieg hast du mitgezählt?“ Vielleicht deswegen, weil das genau eine von diesen besonderen Eigenschaften ist, die Jamie so einzigartig und so liebenswert macht. Er ist ein aufmerksamer Mann, dem Claire auch in Zeiten eines Krieges immer wichtiger sein wird, als alles andere auf der Welt und dem nichts entgeht, was sie betrifft. Auch inmitten eines verdammten Krieges hat er nie das aus den Augen verloren, was ihm wichtig ist: Claire und ihr gemeinsames Kind, das er sich so sehr wünscht, wie das Gedicht aus Folge 211 beweist. „Dieses Kind, unser Kind ist alles was von mir bleiben wird für alle Zeit. … Aber nur, wenn du in Sicherheit bist. Ich flehe dich an, Claire.“ und Jamie fleht sie nicht nur mit seinen Worten, sondern auch mit seiner ganzen Mimik an. Claires wiederholte Neins werden immer verzweifelter, je mehr sie erkennt, dass sie nicht gegen Jamie ankommen kann. Auch fehlen ihr die Argumente, denn was soll sie auch gegen Jamies Wunsch anführen, sie und das Baby lebend zu sehen. Jeder von uns ist sich bewusst, dass Claire lieber mit Jamie gestorben wäre, wenn da nicht das Baby wäre. Sie haben bereits Faith verloren und sie weiß, wie gerne Jamie Kinder gehabt hätte. Die Schwangerschaft ist Jamies letzte Trumpfkarte und Claire realisiert, dass sie diese Diskussion „verloren“ hat, denn Jamies letzter Wunsch, bevor er sterben wird, ist, dass das Kind und sie weiterleben und koste es, was es wolle. Diesen Wunsch kann sie ihm nicht abschlagen, denn ja, Claire wäre mit oder für Jamie gestorben, aber sie kann nicht ihr gemeinsames Kind, einen Teil von Jamie, töten.
Äußerlich macht Jamie in dieser ganzen Szene einen sehr gefassten und ruhigen Eindruck, sichtlich bemüht, Claire, die total verzweifelt und aufgelöst ist, zu beruhigen. Aber innerlich ist er genauso aufgewühlt wie Claire, was man sehr gut an seiner extrem zitternden Hand erkennen kann, als er diese auf Claires Hände legt, die sie in diesem Gespräch schützend auf ihren Bauch gelegt hat. Jamie fordert Claires Versprechen ein, das sie ihm in Paris in Folge 206 gegeben hat: „Du hast mir versprochen, dass du, wenn es soweit kommt, zurück durch die Steine gehst, zurück nach Hause.“ Aber Frank und die Zukunft sind nicht mehr ihr Zuhause, sondern Jamie. Claires „Aber du bist mein Zuhause.“ ist wieder einer dieser Brotkrumen, denn exakt das hat Jamie in Folge 109 zu ihr gesagt, nachdem sie, nach ihrer großen Auseinandersetzung, wieder einen Weg zueinander gefunden haben. Jamie antwortet „Und du bist meins, aber dieses Zuhause ist verloren. Und jetzt musst du und das Kind an einen sicheren Ort gebracht werden.“ Seine Aussage, dass dieses „Zuhause“ verloren ist, bezieht sich darauf, dass es für Jamie keine Zukunft geben wird. Kann sich einer vorstellen, was diese Erkenntnis für ihn bedeuten muss, für jemanden, der Claire in der Hochzeitsnacht versprochen hat, sie mit allem zu beschützen, was er hat: Du hast meinen Namen, mein Clan und meine Familie. Und, wenn es notwendig ist, auch den Schutz durch meinen Körper.“ Und er hat sie ja bereits schon einmal im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem Körper beschützt. Aber jetzt ist nichts mehr da, kein „guter“ Name, denn er ist jetzt „Red Jamie“, ein Verräter, kein Clan, denn nach Culloden wird nichts mehr so sein, wie es einmal war und seine Familie kann Claire und das Baby auch nicht vor Hunger und Kälte beschützen. Letztendlich kann er die beiden Menschen, die ihm am meisten auf der Welt bedeuten, auch nicht mehr mit seinem Körper beschützen, denn, wenn er nicht auf dem Schlachtfeld sterben wird, dann wird er entweder als Verräter „Red Jamie“ verurteilt oder vom MacKenzie Clan gejagt werden. So sorgt er ein letztes Mal für seine wichtigsten Menschen und bringt sie in Sicherheit, an einen Ort, wo es jemanden gibt, auch wenn es ein anderer Mann ist, der sich um beide kümmern wird. Ich habe Hochachtung vor Jamies Entscheidung und vor seiner Stärke, seine Gefühle und Bedürfnisse hinten anzustellen, damit die Liebe seines Lebens und sein Kind in Sicherheit sind.

Am Craigh na Dun angekommen, fragt Claire Jamie, wie sie das alles erklären soll, wie sie zurück gehen kann. Jamies sagt und dies ist fast eins zu eins aus dem Buch: „Frank. Erzähl ihm, was du willst über mich. Über uns. Wahrscheinlich wird er nichts davon hören wollen, aber wenn doch, sag ihm, ich bin dankbar und sag ihm, dass ich ihm vertraue. Und sag ihm auch, dass ich ihn hasse bis tief ins Mark.“
Claire, die die Steine summen hört, ist so verzweifelt und versucht mit aller Macht, Jamie zu halten, bei ihm zu bleiben und ihr „Ich bin nicht bereit, Jamie. Ich bin nicht bereit. Komm mit mir. Komm mit mir durch die Steine.“ bricht mir endgültig das Herz, denn wir wissen alle, dass Jamie nicht durch die Steine reisen kann. Claire weiß es auch, denn Jamie hat bereits in Folge 111 den großen Stein berührt und es ist nichts passiert. Sie wird immer verzweifelter und panischer und sie fleht Jamie an, dass er es versuchen könnte. Jamie erklärt ihr voller Geduld und Verständnis, dass er nichts hören kann, dass er nicht mit ihr kommen kann und dass sein Schicksal auf dem Culloden Moor liegt. Ich frage mich die ganze Zeit, woher er diese Selbstbeherrschung nimmt, um in dieser, für ihn auch so schlimmen Situation, so beherrscht zu bleiben, denn er schickt gerade die Liebe seinen Lebens und sein ungeborenes Kind zu einem anderen Mann, nur um anschließend auf dem Schlachtfeld von Culloden zu sterben.
Die Rare-WomenRede ist wortgetreu aus dem Buch und Sam ist so großartig in dieser Szene.

„Aber ich finde dich. Versprochen. Und wenn ich zweihundert Jahre im Fegefeuer erdulden muss. Zweihundert Jahre ohne dich. Dann ist das meine Strafe, die ich für meine Verbrechen verdient habe. Denn ich habe gelogen, getötet, gestohlen, betrogen und Vertrauen missbraucht. Doch wenn ich vor Gott trete, werde ich ihm eins sagen können, das all den Rest aufwiegt: Herr, du gabst mir eine einzigartige Frau. Und Gott, ich habe sie von Herzen geliebt.“
(Jamie Fraser)

Ein letztes Mal lieben sie sich und werden dabei musikalisch von einem abgewandelten, dramatischeren Jamie und Claire Theme begleitet. Es ist kein zärtlicher und langer Liebesakt, sondern eine schnelle und verzweifelte Vereinigung und sie ist genauso wie die Buchszene, in der sich Claire und Jamie ein letztes schnelles Mal finden, bevor Claire die Hütte verlässt und auf den Steinkreis zuläuft. Dieser Akt zeigt die große Verzweiflung und Not, die Jamie und Claire spüren und die sie versuchen, durch ein letztes Zusammensein, durch ein noch einmal eins sein zu können, zu verdrängen. Im Hintergrund kann man schon die ersten Kanonenschüsse hören und beiden ist klar, dass sie keine Zeit mehr haben. Es liegt förmlich unausgesprochen in der Luft, dass weniger Minuten übrig sind, als Dinge, die sie sich noch zu sagen hätten. Claire gibt Jamie die „Dragonfly in Amber“ und sie wiederholen beide ihren Hochzeitsschwur „Blut von meinem Blut. Und Fleisch von meinem Fleisch. Solange wir beide leben.“
Jamie gibt Claire einen Ring, den er im Sporran trägt und sagt zu Claire, dass sie den Ring seines Vaters ihrem Kind geben soll, wenn es alt genug ist. Es ist derselbe Ring, den Claire so verzweifelt im Steinkreis in Folge 201 sucht und den sie bei der Abreise aus Inverness in ihrem Koffer versteckt. Hier in diesem Moment, hat der Ring aber noch seinen Stein, der durch die Reise durch die Steine weggebrannt wurde. Claire sagt zu Jamie, dass sie ihr Kind Brian nennen wird, nach seinem Vater. Nur an dieser Stelle ganz kurz erwähnt: Das ist die einzige Änderung in Bezug auf die Handlung des Buches, die ich wirklich nicht gelungen finden, denn es war Jamies letzter Wunsch den Claire ihm erfüllt hat, sein Kind nach seinem Vater zu nennen. Schade, das es die Serienverantwortlichen geändert haben.
Dann beginnt der schlimmste, schmerzvollste und herzergreifendste Tanz der gesamten TV-Geschichte. Jamie zieht Claire zu sich heran, hält sie ganz nah und fest an sich gedrückt und schiebt sie langsam rückwärts auf den größten Stein zu. Claire weint die ganze Zeit über und beide sagen sich ein letztes Mal, dass sie sich lieben. Während Claire total verzweifelt und aufgelöst ist, ist Jamie die Ruhe selbst, so scheint es zumindest. Sein Blick ist starr auf ihr Gesicht gerichtet, aber seine Wangenknochen und seine Augen verraten ihn und ich weiß genau, was er da macht und es macht mich so unendlich traurig. Er prägt sich ihr Gesicht ein, so wie auch schon in der Verabschiedungsszene in Folge 210, damit er mit ihrem Bild im Kopf seinen letzten Kampf kämpfen kann. Jamie fühlt den gleichen Schmerz und die gleiche Verzweiflung wie Claire und so wie sie nicht bereit ist, ihn zu verlassen, ist er nicht bereit, sie und das Kind gehen zu lassen. Aber er hat keine Wahl und um Claire den Abschied nicht noch schwerer zu machen, setzt er seine undurchschaubare Maske auf. Wenn Jamie Claire zu dem großen Stein herumdreht, nickt er ihr fast unmerklich zu, so wie er es schon oft gemacht hat, wenn die Umstände eine Trennung erforderten, wie in Folge 113 als Jamie mit MacQuarrie geht oder auch in 210 bevor Jamie in die Schlacht von Prestonpans zieht oder in Folge 212, wenn er sich auf den Weg nach Nairn macht. Er legt seinen Arm um Claire, seine Hand über ihre und begleitet sie bis zur letzten Sekunde, bis Claire den Stein berührt und beendet mit ihr zusammen die härteste und schmerzlichste Herausforderung in ihrem Leben, die sie nicht alleine bewältigen kann. So wie Claire Jamie zur Seite gestanden hat, als er gezwungen war, Dougal zu töten.
In dem Moment, als er Claire zum Stein umdreht und sie ihn nicht mehr sehen kann, fällt seine Maske und wir können Jamies wahren Gefühle erkennen und diese einzelne Träne treibt mich fast an den Rand der Verzweiflung. Bis zur letzten Sekunde hält er Claire fest und in dem Moment, in dem ihre Hand den Stein berührt, sagt er „Good bye, Claire.“ und seine Stimme bricht. Claire kann sich nicht von Jamie verabschieden, weil sie sich nicht von ihm trennen will. Jamie hingegen kann es, denn er hat sich seit langer Zeit, um genau zu sein seit Folge 205, wo er Claire das Versprechen abgenommen hat, dass sie zurück zu Frank geht, wenn die Zeit kommen sollte, von ihr still und leise mit jedem seiner „Ich sorge für Deine Sicherheit.“ ein kleines Stückchen verabschiedet. Für Jamie ist das hier immer sein Plan B gewesen, sein Notfallplan, wenn Claire und er scheitern werden. Ich bin mittlerweile in heilloses Schluchzen aufgelöst und froh, dass ich nicht mehr sehen muss, was der Moment, in dem Claire durch die Steine verschwindet, mit Jamie macht, aber anhand von Claires verzweifeltem Schrei aus der ersten Folge kann ich mir vorstellen, wie er sich gefühlt hat.

Ich könnte an dieser Stelle Seiten mit Lobeshymnen über Sams schauspielerisches Talent und über seine Leistung, besonders in dieser Verabschiedungsszene füllen. Aber diese Review ist eh schon sehr lang geworden, also werde ich Euch das an dieser Stelle ersparen. Ich sage nur soviel: Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass Sam es schafft, seine Leistungen aus den Folgen 115, 116, 209 und 210 zu toppen, aber er hat es geschafft. Ich bin sprachlos und verbeuge mich vor ihm, denn niemand wäre in der Lage, diesen Buchcharakter mit so viel Tiefe, nonverbalen Emotionen und Leidenschaft zu spielen, wie er. Ich habe es bereits schon mehrfach gesagt: Sam spielt nicht Jamie, er wird zu Jamie!

Leider habe ich in der Szene am Craigh na Dun die Sequenz vermisst, an denen sich Jamie und Claire ihre Anfangsbuchstaben in den Daumenballen ritzen. Aber das war ja bereits in der Folge 201 abzusehen, dass das nicht geschehen wird und das habe ich bereits in meiner Review zu dieser Episode besprochen, daher an dieser Stelle nur das Zitat aus dieser Review:
„Mir ist aufgefallen, dass Claire keine sichtbare Verletzung an ihrer Hand bei ihrer Rückkehr hat und somit klar ist, dass sich Jamie und Claire nicht ihre Initialen in den Handballen geritzt haben. Diana Gabaldon hat dazu (ich meine auf Twitter) gesagt, dass es für die Verantwortlichen nicht möglich war, das in der Serie darzustellen, da es im weiteren Verlauf (also in Staffel 4, 5 usw., wenn diese denn kommen) in Vergessenheit geraten wird, denn man kann eine so dünne und fast unsichtbare Narbe schlecht im TV darstellen. Für uns BL sind die Buchstaben aber wichtig und eine Erinnerung an ihre unvergessliche Liebe. Schade, dass sie es nicht in die Show geschafft haben.“

Claire auf der Suche nach Gillian
Claire findet auf dem Tisch einen Flyer, den Brianna von ihrer Begegnung mit Gillian mitgebracht hat, auf dem ein Foto einer jüngeren Geillies abgebildet istSie stattet der Familie Edgars einen Besuch ab, aber laut Greg, Gillians Man, hat sie ihn schon vor Wochen verlassen und er weiß nicht, wo sie sich aufhält, aber, dass sie sich sehr für die Nationalisten „The White Roses of Scotland“ engagiert. Ich hatte immer das Gefühl, dass Gillian im Buch eher aus der Unterschicht stammt und nicht aus der oberen Mittelschicht, so wie in der Serie. Aber wenigstens ist Greg ähnlich, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe. Er öffnet Claire am helllichten Tag im Unterhemd die Tür und hat offensichtlich ein Alkoholproblem. Nur sein Unterhemd ist mir noch eine Spur zu sauber.
Wer von Euch wusste, dass James Robinson, der Darsteller von Greg Edgar, im Film „Braveheart“ den jungen William Wallace gespielt hat?

Claire hat von den Edgars Gillians Notizbuch mitgenommen und sie erfährt daraus, dass Gillian davon ausgeht, dass man zwei Dinge für die Zeitreise braucht, ein Menschenopfer und einen Edelstein, um sich zu schützen und zu navigieren und dass sie bald vorhat, durch die Steine zu reisen. Claire beschließt, Gillian aufzuhalten, damit sie nicht in Cranesmuir auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird.

Roger erzählt Claire, dass Gillian heute Abend die Stadt verlassen will und dass es sich wie ein Abschied für immer angehört hat. Claire will Gillian aufhalten, weil sie es ihr schuldet, da Geillies ihr während des Hexenprozess das Leben gerettet hat, aber dann fällt ihr ein, dass das nicht geht, weil sonst Roger nie existieren würde und sie gibt Roger und Brianna eine kurze Einführung in den Familienstammbaum der MacKenzies „Vor sieben Generationen lebten William und Sara MacKenzie. Sie konnten keine Kinder bekommen, also haben sie eins adoptiert und aufgezogen. Dessen leiblichen Eltern waren Dougal MacKenzie und Geillis Duncan.“ Das Craigh na Dun Theme passt in diesem Moment wie die Faust aufs AugeRoger fasst das noch einmal für sich zusammen, dass seine Vorfahren der War Chief und die Hexe sind, von denen Claire ihnen erzählt hat und ich denke, dass er wirklich gut im Bilde, über alle Vorgänge und Personen aus Claires Vergangenheit, ist. Es scheint so, dass Claire Roger und Brianna wirklich ALLES erzählt hat. Da Gillian durch die Steine gehen muss, will Claire sie wenigstens warnen, dass sie in der Vergangenheit auf sich aufpassen soll. Brianna ist immer noch nicht davon überzeugt, ihre Mutter in ihren „Spinnereien“ zu unterstützen, aber Roger sagt, dass es Claire vielleicht helfen wird, wenn sie sieht, das Gillian nicht durch die Steine reisen kann. „Naja, dann sehen wir wohl, wie sie mit ihrem Kopf vor einen fünf Tonnen schweren Granitstein rennt.“ ist in dieser Szene Rogers bester Satz und lässt mich schmunzeln und mir stellt sich die Frage, ob er im Bereich trockenem Humor und beste Aussagen ever, Murtagh in den kommenden Staffel den Rang ablaufen wird?

Brianna, Roger und Claire erreichen den Craigh na Dun und sehen noch, wie Gillian im Stein verschwindet und auf dem Boden liegt die brennende Leiche des armen Greg Edgars. Rogers Satz „“Verdammt, das riecht als würde jemand grillen.“ ist eine der besten und witzigsten Aussagen dieser Episode und wieder einmal ein Brotkrumen, den Matt und Toni hinterlassen haben, denn Geillies hat in Folge 111 zu Claire gesagt „Es sieht aus, als wenn ich zu einem verdammten Barbecue gehen würde.“
Ich finde, dass die Serienverantwortlichen es in dieser Szene wunderbar gelöst haben, uns zu zeigen, dass Brianna und Roger auch Zeitreisende sind und das alles nur durch einen kurzen Dialog. Brianna fragt„Hörst du das auch? Dieses Summen?“ und Roger antwortet: „Aye und es wird lauter.“

Brianna und Claire verlassen den Hügel und in der folgenden Konversation zwischen den beiden sind wieder zwei Brotkrumen enthalten. Zum einen erinnert mich BriannasIch glaube dir. Ich verstehe es nicht, aber..“ an Jamies Worte “Nein, ich glaube Dir, Sassenach. Obwohl ich es nicht verstehe, noch nicht.” aus der Folge 111. Auch die Bitte von Brianna an Claire „Keine Lügen. Von jetzt an gibt es zwischen uns nur noch die Wahrheit, einverstanden?“  verbinde nicht nur ich, sondern auch Claire unmittelbar mit Jamie, denn sie sagt, dass Brianna genau wie ihr Vater ist. Und das Jamie und Claire Theme, das genau in diesem Moment beginnt, rundet die ganze Sequenz ab. Es scheint, als ob jetzt, wo Brianna die Wahrheit über ihren Vater weiß und Claires Erzählungen glaubt, sie endlich eine gemeinsame Basis und einen Weg zueinander gefunden haben, der ihre in der Vergangenheit oftmals so schwierige Beziehung besser machen wird. Brianna kann jetzt verstehen, warum Claire immer in ihrer eigenen Welt gelebt hat, denn sie hat die Liebe ihre Lebens verloren und Brianna sieht und fühlt es.

Roger kommt mit dem Auto zurück und sagt, dass er die Polizei gerufen hat. Brianna bittet Roger Claire zu erzählen, was sie sonst noch herausgefunden haben, denn der Reverend hat auf Franks Bitte hin Nachforschungen angestellt, aber sie wissen nicht, ob er das Ergebnis jemals Frank mitgeteilt hat.
Roger sagt: 

„Nach der Schlacht bei Culloden suchten ein paar Jakobitensoldaten schwer verwundet Zuflucht in einem alten Haus. Nach zwei Tagen wurden sie herausgezerrt und erschossen. Aber einer, ein Fraser aus dem Regiment der Lovats, konnte dem Feind entkommen. An diesem Tag standen viele Frasers auf dem Schlachtfeld. Aber nur fünf Fraser Offiziere. Vier von ihnen haben ihre Namen auf einer Gedenktafel stehen, in der Kirche von Beauly, von denen wissen wir sicher, dass sie gefallen sind.“

Claire fragt, wer der fünfte Mann war und Brianna antwortet: “James Fraser. Mein Vater.” Claire ist irgendetwas zwischen entsetzt und euphorisch. „Er starb nicht bei Culloden? … Er hat überlebt? Er hat überlebt! Wenn das wirklich wahr ist, dann muss ich zurück.“
Ich hatte das Gefühl, dass sie jede Sekunde den Hügel hinauf läuft und sofort in den großen Stein geht, als sie von Roger erfährt, dass Jamie Culloden überlebt hat. Der Blick auf ihrem Gesicht, so viel Erleichterung, Dankbarkeit und Hoffnung. Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass Claire nur einen Tag, nachdem sie sich von Jamie auf dem Schlachtfeld von Culloden am Clan Fraser Gedenkstein, verabschiedet hat, erfährt, dass Jamie Culloden überlebt hat. Jetzt eröffnet sich gerade eine Möglichkeit für sie, dass sie ihn eventuell wiedersehen und ihn wieder in ihre Arme schließen kann und, das allerwichtigste, dass sie ihm von Brianna erzählen kann. Ich habe absolut kein Problem damit, dass Claire im Beisein von Brianna in diesem Moment den Wunsch äußerst, dass sie zu Jamie zurück möchte. Wer, der in den letzten neunzig Minuten gesehen hat, wie schwer und einsam Claires Leben ohne Jamie war und wie viel Kraft es sie gekostet hat, für ihn, für ihr Versprechen an ihn und für Brianna ein Leben zu leben, dass sie nicht leben wollte, kann es ihr denn verdenken? Um es mit Jamies Worten zu sagen: „Ich bin es, der jetzt das leichtere Los gezogen hat. Denn wenn du für mich empfindest, was ich für dich empfinde…dann bitte ich dich gerade dir das Herz herauszureißen und ohne es weiterzuleben. („Die geliehene Zeit“ von Diana Gabaldon Kapitel 46 Timor Mortis Conturbat Me)
Es ist für mich auch nicht egoistisch und hartherzig, dass sie in diesem Moment an sich denkt und nicht an Brianna, denn Claire hat, obwohl sie Mutter ist und auch eine Verantwortung für ihre Tochter hat, jedes Recht, auf ein eigenes erfülltes und glückliches Leben. Ich hätte sie auch noch angefeuert, wenn sie just in diesem Moment, als sie erfährt, dass Jamie lebt, auf den Steinkreis zugelaufen wäre.

In diesem Moment geht die Sonne über dem Craigh na Dun und taucht den Steinkreis in ein fast schon kitschiges Licht, aber ich mag das an dieser Stelle sehr gut leiden, denn mir ist jetzt nach Kitsch und Melodram a la Rosamunde Pilcher oder Sonnenaufgang über Tara a la “Vom Winde verweht”. Ich habe in den letzten neunzig Minuten genug Leid, Kummer und Schmerz ertragen müssen und mit einem Gefühl von Hoffnung und Erleichterung, dass es für Jamie und Claire nach zwanzig Jahren doch noch eine Zukunft geben könnte, segel ich jetzt, nicht wie zum Ende Staffel 1 dem Sonnenuntergang, sondern hier dem Sonnenaufgang und Droughtlander entgegen und werde dabei von demselben instrumentalen Craigh na Dun Theme begleitet, wie schon zum Ende der Staffel 1.

Ich denke, dass der Auszug aus dem Lied, das Bear McCreary für den Abspann ausgesucht hat, die letzten zwei Minuten dieser epischen Folge und dieser epischen Staffel, sehr treffend beschreibt:

„Time has come today. Young hearts can go their way.
Can’t put it off another day. I don’t care what others say .
They say we don’t listen, anyway. Time has come today.
Hey! Oh. The rules have changed today. Hey! I have no place to stay
Time! Time has come today“
(„Time has come today“ by The Chambers Brothers)
(dt. Übersetzung: “Die Zeit ist heute gekommen. Junge Herzen können ihrer Wege gehen. Sie können es nicht auf einen anderen Tag verschieben. Es ist mir egal, was andere denken. Sie sagen sowieso, dass wir nicht zuhören. Die Zeit ist heute gekommen. Hey! Oh! Die Regeln haben sich heute geändert. Hey! Ich habe keinen Platz an dem ich bleiben könnte. Zeit! Die Zeit ist heute gekommen.”)


Auch ich sage „Good bye“ und vor allem „Vielen herzlichen Dank“ zu allen Serienverantwortlichen, -beteiligten und Schauspielern, insbesondere zu denen, die wir in der nächsten Staffel nicht mehr wiedersehen werden.
Es war eine überragende Staffel, mit so vielen wundervollen, emotionalen, witzigen und ergreifenden Momenten und alle Beteiligten, ob die Drehbuchautoren, die Komstümdesigner, die Setdesigner, die Kameramänner, die Regisseure, die Produzenten, das Make Up Departement, der Komponist und jeder einzelne Schauspieler, alle haben in meinen Augen immer 1.000 Prozent gegeben und meine Lieblingsbücher in der allerbesten Form einer Buchverfilmung zum Leben erweckt. Sie haben in meinen Augen ihr Wort an uns Fans gehalten und eine großartige Story noch besser gemacht.

Outlander hat mich nicht nur mit wundervollen Menschen zusammengebracht, sondern mich auch zum Schreiben inspiriert. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die jede Woche meine Reviews und die anderen Dinge, die ich geschrieben habe, gelesen haben. Mein Dank gilt auch allen, die mich beim Schreiben unterstützt haben, insbesondere Dagmar für das Korrekturlesen und allen, die mir ihre tollen Schottland-Fotos zur Verfügung gestellt haben. Ich bin stolz, ein Teil dieses wunderbaren Clans zu sein. In diesem Sinne: Tulach Ard und Caisteal Dhuni! Auf ein hoffentlich kurzweiliges Droughtlander.

@ Yvonne Pirch 10.07.2016 / 19.10.2016
@ Foto präsentiert von Caledonian Cult Collection https://www.facebook.com/CaledonianCultCollection/


Inside the World of Outlander Folge 213: https://www.starz.com/video/f8f27b2ed23847dba65135459160355d
Behind The Scences (Drehbuch, Videos, etc.) Folge 213http://www.outlandercommunity.com/index.php?f=insideoutlander&s=213
Podcast mit Ron D. Moore Folge 213: http://assets.starz.com/stzcom/outlander/213_Podcast.m4a

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